Vor sechs Jahren…

So ist es wohl, wenn man länger zusammen ist: Mal vergisst man einen Jahrestag ganz, mal ist man zu spät dran. Zum fünften Jahrestag unserer Reservierung gab es keinen Post und der Post zum sechsten kommt etwas zu spät… Dafür gibt’s wenigstens Blumen:

An den Häusern hat sich in den letzten zwei Jahren nicht mehr viel getan, dafür hat sich der Außenbereich umso mehr verändert. Neben unseren Häusern hat die Stadt einen kleinen Park angelegt, in dem im Sommer die Wiese schon sehr schön geblüht hat und auch auf der Gemeinschaftsfläche summt und brummt es zwischen den Blumen.

Von der anderen Seite – also neben unserem Haus – ist das advita-Haus fertiggstellt und zum Teil bezogen.

Bei uns im Haus sind keine größeren Projekte mehr offen, als Wohnungseigentümergemeinschaft steht hingegen immer noch das große Projekt Photovoltaik an. Da Werner Wohnbau leider keinerlei Vorbereitungen dafür getroffen hat, ist das Vorhaben enorm komplex. (Was auch daran zu erkennen ist, dass ich den Text zu diesem Thema aus dem Jahresrückblick 2022 unverändert hätte übernehmen können.) Es scheint nun aber in kleinen Schritten voran zu gehen, so dass im nächsten Jahr hoffentlich endlich Neues zu berichten ist.

Viel getan hat sich in unserem Garten, der mittlerweile einigen Vögeln und Insekten Anlaufstellen bietet. Ganz fertig ist er natürlich nie, für das nächste Jahr haben wir uns vorgenommen noch einen Sitzplatz im Schatten zu schaffen. Im Sommer ist es unter dem Terrassendach meistens viel zu heiß.

Vor vier Jahren…

Jetzt ist es schon vier Jahre her, dass wir die Reservierung für unser Reihenhaus unterschrieben haben.

Während man im ersten Jahr in unserem Bauabschnitt keine Bauaktivitäten beobachten konnte, stand dort nach zwei Jahren hinter einer Unkraut-Wand immerhin ein Rohbau. Drei Jahre später waren wir endlich eingezogen. Vor einem Jahr wurde der Blick von der Straße auf unsere fertige Reihe schon durch die riesige Baustelle von dem Haus verdeckt, das uns später von der Straße und den Schienen abschirmen soll. Dieser Bau schreitet voran und nach über einem Jahr, das wir nun schon direkt neben einer riesigen Baustelle wohnen, sehnen wir den Zeitpunkt herbei, wenn der Baulärm und -dreck endlich endet. Angeblich soll dies Anfang nächsten Jahres der Fall sein. Wer also nach einem Alterswohnsitz sucht und uns in den Garten schauen möchte, wird vielleicht hier fündig: https://www.advita.de/standorte/offenburg/advita-haus-offenburg. 🙂

Von der anderen Seite aus betrachtet sieht man die Fortschritte ebenfalls deutlich. Innerhalb von zwei Jahren sind auf dieser Fläche drei Hausreihen entstanden. Seit dem letzten Jahr sind nun auch die Carports dazugekommen.

Im Bereich des ersten Bauabschnitts ist schon länger nicht mehr viel Veränderung zu sehen, auch wenn das nicht bedeutet, dass sich dort nichts mehr tut. Insbesondere an der Technikzentrale unter den Garagen, wo sich unser Blockheizkraftwerk befindet, hatten wir noch einige Aktivitäten, um die Lärmbelastung zu senken.

Die Straßenansicht hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Direkt an der Straße steht nun (fast fertig) das Gebäude mit Seniorenwohnungen und Pflegediensten und das Hotel am Ende der Straße ist bereits seit über einem Jahr in Betrieb (und getestet und für gut befunden).

Bei uns im Haus sind keine größeren Projekte mehr offen, wir bauen gerade einen offenen Fahrradunterstand vor dem Küchenfenster und wollen im nächsten Jahr noch mehr blühende Vielfalt in den Garten bringen (außer Klee, den haben wir schon genug).

Als Wohnungseigentümergemeinschaft stehen hingegen noch große Projekte an. Wir möchten zum einen gerne Photovoltaik auf die Dächer bringen. Da Werner Wohnbau leider keinerlei Vorbereitungen dafür getroffen hat, ist das Vorhaben enorm komplex. Zum anderen treibt uns noch die Gestaltung der drei Gemeinschaftsflächen um, die sich auf dem Gelände befinden. Diese müssen wir selbst bepflanzen und (viel problematischer!) pflegen. In diesem Jahr hat die gerechte Lastenverteilung leider noch nicht gut geklappt, wir hoffen auf mehr Engagement im nächsten Jahr. Zudem sollte sich der Pflegeaufwand in der Zukunft deutlich reduzieren, wenn erst einmal alles bepflanzt ist und Wildkräuter sich nicht mehr ungehindert ausbreiten können.

Abnahme der Außenanlagen

Die Außenanlagen sind mittlerweile einigermaßen fertiggestellt, im Herbst haben auch endlich unsere Mülltonnen eine Heimat gefunden, die bis dahin immer über die Baustelle gewandert sind.

Zwischen Weihnachten und Silvester hat Werner Wohnbau relativ spontan zur Abnahme der Gemeinschaftsflächen und der Technikzentrale gerufen. In der Technikzentrale befindet sich unser Blockheizkraftwerk, das uns und die Wohnungen nebenan mit Wärme versorgt.

Bei der Technikzentrale läuft derzeit noch nicht alles ganz rund, aber Werner Wohnbau arbeitet daran die Geräuschemissionen in den Griff zu bekommen und die anderen Mängel zu beheben. Ansonsten sind die Mägel überschaubar, die Carports sind noch nicht fertig und begrünt und die Abdichtung zwischen den Garagen und der Giebelwand fehlt auch noch. All das soll im Frühjahr erledigt werden. Diese Woche erfolgt dann auch die Abnahe durch die Stadt.

Drumherum geht es auch gut voran, da wo vor einem Jahr noch eine tiefe Baugrube war, stehen nun 5 Stockwerke.

Goodbye Schwarzwaldblick

Wie es bereits im Offenblatt angekündigt wurde, wurde pünktlich am Montag die Maria-und-Georg-Dietrich-Str. in Richtung Norden gesperrt, damit das Gebäude vor unseren Reihen gebaut werden kann. Die Sperrung soll laut Offenblatt bis Oktober 2022 dauern. Sobald das Gebäude steht, blicken wir leider nicht mehr auf den Schwarzwald, sondern die nächste Hauswand. 😦

Die ersten großen Maschinen stehen seit letzter Woche bereit, um die Tiefgarage des Gebäudes vorzubereiten.

Wer waren eigentlich die Dietrichs?

WARNUNG: Dieser Artikel enthält eine übertrieben detaillierte Auseinandersetzung mit unserem Straßennamen. Weiterlesen auf eigene Gefahr.

Straßennamen finde ich spannend und war immer neidisch auf Leute, die in Straßen mit so schönen Namen wie „Bei der Abtspferdetränke“ oder „Reitende-Diener-Str.“ wohnen. „Maria-und-Georg-Dietrich-Str.“ ist im Vergleich dazu ein wahres Wortungetüm, viel zu lang und wenig kreativ. Meine Hoffnung ist, dass im Alltag die Angabe „Dietrich-Str.“ ausreichen wird…

Nichtsdestotrotz wollte ich wissen, wer sich hinter diesem Straßennamen-Ungetüm verbirgt und mir bei Gelegenheit mal den passenden Wikipedia-Artikel über die Dietrichs durchlesen. Die Internet-Recherche war nicht sehr ergebnisreich, ich stieß aber auf eine Biographie, die sich Georg Dietrich mal als Auftragsarbeit hat schreiben lassen. Gebraucht war sie tatsächlich erhältlich und diente mir nun als Weihnachtslektüre. Erstaunlicherweise hatte sie stattliche 400 Seiten, das Leben von Georg Dietrich bot also viel Erzählstoff. (Oder der Autor wurde nach Seiten bezahlt. ;-))

Die Biographie beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Leben von Georg Dietrich, der aus Griesheim/Bühl stammt und nach dem 2. Weltkrieg in Offenburg eine Spedition aufgebaut hat. Das Buch beginnt mit der Kapitulation 1945, als Georg Dietrich hoch dekoriert (Eisernes Kreuz I. und II. Klasse, Sturmabzeichen und Nahkampfspange) aus Einsätzen in Nordafrika, Russland und der Westfront wieder nach Offenburg zurückkommt. Die Zeit des Krieges wird leider nicht weiter diskutiert. Während des Kriegs lernte er seine spätere Frau Maria in Menden kennen, sie folgte ihm nach Kriegsende nach Offenburg. Sie war Georg Dietrich anscheinend immer eine große Unterstützung, spielt im Buch aber nur eine kleine Rolle. Umso schöner, dass der Haupt- und Bauausschuss auch ihre Lebensleistung anerkannt und die Straße nicht nur Georg-Dietrich-Str. genannt hat. Dies hatte die Stadt ursprünglich vorgeschlagen. Mit der Konsequenz des sehr langen Straßennamens müssen wir nun leben.

„Grünen-Stadtrat Norbert Großklaus begründete den Vorschlag damit, dass der Unternehmer Georg Dietrich – der im Übrigen aus Sicht seiner Fraktion »Licht und Schattenseiten« – gehabt habe – stets betont habe, dass seine Lebensleistung ohne »seine Maria« nicht möglich gewesen wäre. Einziger Haken bei der Benennung: Der Name wäre relativ lang.“

Zitat von https://www.bo.de/lokales/offenburg/ausschuss-will-den-seidenfaden-zurueck

Mir ist nicht klar, warum man überhaupt einen neuen Straßennamen finden musste, schließlich ist unsere Straße keine neue Straße, sondern hieß vorher schlicht „Hauptstr.“. Ungeachtet der fraglichen Notwendigkeit eines neuen Namens, unser Baugebiet am Güterbahnhof steht definitiv in einem engen Zusammenhang mit dem Leben der Dietrichs. Am Güterbahnhof wurde nach den kleinen Anfängen in Bühl die erste Zentrale der Spedition gebaut, mit direktem Gleisanschluss. Dietrich setzte nämlich erfreulicherweise von Anfang an darauf, dass möglichst viel über die Schiene transportiert wurde. Auch heute befindet sich noch das Georg Dietrich Areal in der Nähe der Straße am späteren, noch größeren, Standort in Richtung Norden. Die eigentliche Firma wurde jedoch 1989 von Georg Dietrich verkauft und existiert nicht mehr.

Georg Dietrich Areal

Nach dem Verkauf widmeten sich Maria und Georg Dietrich noch stärker ihrer Arbeit in Polen. Seit 1981 unterstützte Georg Dietrich regelmäßige Hilfslieferungen nach Olsztyn in Polen, die an verschiedene Einrichtungen des Stadt verteilt wurden und förderte den interkulturellen Austausch zwischen Offenburg und Olsztyn. Dies geschah zunächst über die Weihnachtsbrücke, später über den Deutsch-Polnischen Freundeskreis (später Deutsch-Polnisch-Russischen Freundeskreis) und die Georg und Maria Dietrich-Stiftung, die auch heute noch aktiv ist. 2013 starben Maria und Georg Dietrich im Abstand von nur wenigen Wochen.

Durch das Buch habe ich nun zumindest einen Eindruck von den Dietrichs, auch wenn dieser recht einseitig geprägt ist. Bei einer durch die Hauptperson in Auftrag gegebenen Biographie werden sicherlich die positiven Aspekte eher betont und die Schattenseiten, wie von Norbert Großklaus erwähnt, weggelassen.

KW 51 – Stand auf der Baustelle

Der vorweihnachtliche Besuch auf der Baustelle zeigt, dass man in der vierten Hausreihe bald baden kann. 🙂 Der zweite Blick in die Garagen zeigt zudem, dass wir unsere Elektroplanung für die Garage noch einmal überdenken müssen. Da, wo wir Steckdosen und Lichtschalter für den hinteren Bereich geplant haben, ist ein Regenrohr, das nicht eingezeichnet war… So wird Elektro Kummer auf jeden Fall nie langweilig.

In der fünften und sechsten Reihe gibt es zumindest äußerlich keine Neuigkeiten.

Im aktuellen Offenblatt standen neue Infos zum Bau des Mehrfamilienhauses vor unseren Häusern: Der Bau der Senioreneinrichtung wird ca. 24 Monate dauern, das Haus soll im Oktober 2022 bezugsfertig sein. Ab dem 18. Januar 2021 bis Ende Oktober 2022 wird für den Bau die Maria-und-Georg-Dietrich-Str. in unserem Abschnitt halbseitig gesperrt.

KW 45 – Stand auf der Baustelle

Während es in der 4. Hausreihe innen nach dem Estrich schon ganz wohnlich aussieht, herrscht in unserem Haus noch Chaos. In der 6. Hausreihe stehen die Fenster und Terrassentüren zum Einbau bereit.

Von außen tut sich in der 6. Hausreihe am meisten: Während in unserer Hausreihe weiterhin keine Dämmung in Sicht ist, ist das Dach der 6. Hausreihe in der letzten Woche halb gedeckt worden.

Das Gelände für das Mehrfamilienhaus nebenan sieht mittlerweile sehr aufgeräumt aus.

Den Samstag haben wir genutzt und bei Maier + Kaufmann Randsteine für unsere Terrasse ausgesucht. Damit ist unsere Bemusterungsaufgabe für die Terrasse abgeschlossen. 🙂

Bürgerabend in Nordwest

Gestern Abend fand ein virtueller Bürgerabend vom Stadtteil- und Familienzentrum und der Bürgervereinigung Nordwest statt. Spontan haben wir uns dort auch angemeldet, nach 6 Stunden Videokonferenz auf der Arbeit war die Webcam eh gerade optimal eingestellt. 🙂 Es war wirklich interessant und schön zu sehen, wie aktiv die Arbeit im Stadtteil ist. Es ging auch konkret um die Maria-und-Georg-Dietrich-Straße: Da momentan viele Autos die Straße als Rennstrecke nutzen, wurde der Wunsch geäußert, dass etwas zur Verkehrsberuhigung getan wird. Die Antwort der Stadt war, dass vorerst nur bei der Frühförderstelle eine 30er-Zone eingerichtet werden konnte. Die Tatsache, dass in dem kommenden Mehrfamilienhaus Seniorenwohnungen eingerichtet werden sollen, führt aber zu neuen Möglichkeiten. Zudem kann sich die Verkehrssituation durch die Neugestaltung des Bahnhofsareals und des ZOBs auch noch komplett ändern.

Neben den Verkehrsthemen standen auch Wünsche zur Gestaltung des Stadtteils und zur Nachbarschaftshilfe auf dem Programm. Insgesamt war es ein sehr netter Austausch und beim nächsten Mal sind wir gerne wieder dabei.

Auch nebenan tut sich was

Bislang lag das Gelände direkt vor unseren Reihenhäusern noch brach. Hier baut Grossmann selbst Seniorenwohnungen in einem Mehrfamilienhaus, das dem Mehrfamilienhaus vor dem ersten Bauabschnitt sehr ähnlich sieht. Mehr Infos findet man bei den Unterlagen für die 16. Gestaltungsbeiratssitzung im Juni 2018. Viel passiert ist auf dem Gelände bislang aber noch nicht. Das war für uns anfangs sehr relevant, da das Gebäude laut Werner Wohnbau Teil unseres Schallschutzkonzepts war und wir nicht hätten einziehen dürfen, wenn es nicht mindestens im Rohbau gestanden hätte. Da sich der Baubeginn aber anscheinend immer wieder verschob, hat Werner Wohnbau nach eigener Aussage in unseren Häusern bessere Fenster einbauen lassen und so sind wir nicht mehr auf den Baubeginn des Gebäudes angewiesen. Trotzdem sind wir natürlich nicht so scharf darauf, dass wir nach unserem Einzug monatelang eine Großbaustelle direkt neben unserem Garten haben. Ein baldiger Baubeginn wäre also durchaus in unserem Sinne. Auch wenn wir dadurch den schönen Ausblick verlieren werden…

Hier schauen wir später nur noch auf das Mehrfamilienhaus

Nun tut sich tatsächlich endlich etwas auf dem Gelände. Ein Bagger ist angerückt und räumt die Pflanzen weg. Eventuell geht es also bald los…