Jetzt verstehe ich, warum die meisten Blogs mit der Hausübergabe enden: Als Hausbesitzerin hat man einfach zu viel zu tun. 🙂 Seit der Übergabe am 15. Juni waren wir gut mit Arbeiten rund um das Haus und den Umzug ausgelastet. Zum Glück hatten wir zwischendurch auch mal Urlaub und konnten ohne Ablenkung durch die Arbeit ein bisschen was schaffen.
Für zukünftige Ins-Haus-Ziehende folgt ein kurzer Überblick über die Arbeiten, die uns in den letzten Wochen auf Trapp gehalten haben. Das ist sicherlich recht individuell, gibt aber vielleicht einen ersten Überblick in einigermaßen chronologischer Reihenfolge.
- Briefkasten montieren: Da wir laut Werner Wohnbau ab der Übergabe per Post an der neuen Adresse erreichbar sein sollten, haben wir direkt nach der Übergabe unseren Briefkasten montiert. Um die schöne neue Fassade nicht gleich anzubohren, haben wir uns für einen Standbriefkasten entschieden.

- (Auf)Bau von Regalen und Schränken: In der Hoffnung nach dem Umzug möglichst schnell für Ordnung sorgen zu können, haben wir vor unserem Umzug schon Wohnzimmerregale, Kleiderschrank und Einbauschränke für die Schräge im Dachgeschoss (auf)gebaut. Die ersten Löcher für die Wandregale in den unversehrten Wänden haben Überwindung gekostet, aber mittlerweile wird der Schlagbohrer hemmungslos eingesetzt. Ohne Schlagbohrer kommt man in den Kalksandstein-Wänden nicht weit. Zudem haben wir die Erfahrung gemacht, dass man eher kurze, dicke Schrauben wählen sollte, wir haben relativ lange und dünne Schrauben gekauft, die gerne ohne Vorwarnung in der Wand abbrechen…
- Fahrradabstellmöglichkeit: Die Garage ist zwar extra lang, damit auch Fahrräder dort abgestellt werden können, aber nur vor oder hinter dem Auto. Die Fahrräder, die wir täglich nutzen, wollen wir deshalb direkt neben der Haustür haben. Vor dem Küchenfenster haben wir 1,40 x 2,90 m Platz, die wir dafür nutzen können. Das bedeutete zunächst einmal, dass der Urwald aus Unkraut gerodet werden musste. Anschließend haben wir Fahrradbügel mit Erdankern im Boden befestigt und den Bereich mit Hackschnitzeln aufgefüllt, um Bodenversiegelung zu vermeiden.
- Umzug: Die Entfernung war zum Glück überschaubar (400m), aber trotzdem nervt so ein Umzug immer… Wir sind aber guter Hoffnung, dass es vorerst der letzte Umzug war. 🙂

- Auspacken: Bis der allerletzte Umzugskarton ausgepackt ist, dauert es sicherlich noch eine Weile, aber der Großteil der Sachen ist mittlerweile an Ort und Stelle. Der Dachboden ist auf jeden Fall schon voll.
- Wohnung streichen und putzen: Auch wenn man viel mehr Lust hat im Haus die Dinge voranzubringen, so mussten wir doch noch einige Zeit in die alte Wohnung stecken, um sie für die Übergabe vorzubereiten. Zum Glück hatten wir tatkräftige Unterstützung, so dass zumindest das Streichen einigermaßen schnell geschafft war.
- Zaun: Lange hatten wir überlegt, was für einen Zaun wir machen wollen. Am Ende haben wir uns für den klassischen Doppelstabmattenzaun entschieden, weil wir eine schöne Lösung aus Holz gefunden haben, mit der er blickdicht gestaltet werden kann. Diese besteht aus sehr, sehr vielen dünnen Holzlatten, die vertikal in den Zaun gesteckt und einzeln unten mit einer Metallklammer befestigt werden müssen. Eine ziemliche Fleißarbeit, aber es hat sich gelohnt.

Vorher 
Nachher
- Unkraut: Wie man oben sieht, ist unser Rasen mittlerweile gut gewachsen. Gut gewachsen ist auch alles andere, was sich so sein Plätzchen in unserem Garten gesucht hat. Grundsätzlich finden wir das auch schön, das Rispengras hatte dann nach Expertenmeinung aber etwas zu viele Plätzchen gefunden. Deshalb haben wir schon viel Zeit ins Unkrautjäten gesteckt, um es etwas im Zaum zu halten (siehe ebenfalls Vorher-/Nachher-Bild oben). Man mag es nicht glauben, aber der erste Grobdurchgang hat auch bei dieser Gartengröße fast einen Tag gedauert.
- Garage einrichten: Ein Meilenstein war erreicht, als wir unser Auto das erste Mal in die Garage fahren konnten. Es war anfangs noch etwas gequetscht, aber nach einigen Sortieraktionen, ebayKleinanzeigen-Anzeigen und Fahrten zur Deponie passt es mittlerweile gut rein. Zudem finden in der Garage Regale, ein Spind, eine Werkbank und zwei Fahrräder Platz.

- Viele Handwerkertermine: Auch wenn das Haus ja schon fast fertig war, als wir es übernommen haben, gaben und geben sich die Handwerker noch die Klinke in die Hand – und zwar meist ohne vorherige Terminabsprache. Keine Ahnung, wie das die Leute machen, die nicht im Home Office oder im Urlaub sind. Für Mängelbehebungen mussten eigentlich alle Handwerker noch einmal kommen, die Schnellsten waren dabei die Firma für Böden/Wände/Türen und die Fensterbauer. Mittlerweile ist fast alles abgearbeitet, nur die Sanitärfirma hat sich noch gar nicht gemeldet. Da sie sich unter anderem um den größten Mangel kümmern müssen (Waschbecken 20 cm versetzen) und dafür quasi eine komplette Badwand neu gemacht werden muss, hat sie laut Bauleiter erst nach Abschluss der Arbeiten in der 6. Hausreihe Zeit dafür.
- Duschwände: Außerdem wurden nach der Übergabe noch unsere Duschwände montiert. Aufgrund der Verwirrungen rund um die Position des Waschbeckens im Dachgeschoss hatten wir die dortige Duschwand vor einiger Zeit und bevor wir gemerkt haben, dass das Waschbecken falsch montiert ist, geändert beauftragt und haben nun einen eigentlich ungewollten Eckeinstieg, damit der Durchgang zur Toilette nicht zu eng wird. Das ist zwar eine Konsequenz des Mangels, aber kein Mangel an sich, da selbst beauftragt, so dass wir uns nun damit anfreunden müssen, auch wenn das Waschbecken versetzt wird. Sehr wohl ein Mangel war aber die kreative und etwas kurz geratene Schnittführung bei unserer Türdichtung, mittlerweile haben wir eine neue Dichtung.
- Treppe enthüllen: Seit der Lieferung war die Treppe mit aufgeklebten Pappen geschützt. Wir haben uns auch noch nach unserem Einzug ewig nicht getraut diese zu entfernen, damit wir beim Hoch- und Runtertragen ja nichts beschädigen…
- Ummelden: Ein Thema, das auch bei normalen Straßennamen nervig ist. Wenn der Straßenname aber so lang ist, dass er in Online-Formularen nicht komplett eingegeben werden kann, die Online-Formulare aber gleichzeitig auch keine Abkürzungen akzeptieren, kostet es noch mehr der ohnehin angespannte Nerven. Falls dies ein Kommunalpolitiker liest: Bitte beschränkt euch bei neuen Straßennamen auf Namen, die inklusive Hausnummern, nicht länger als 30 Zeichen sind. Das ist anscheinend Standard in den Online-Formularen von Banken. Unser Straßenname kann nicht einmal auf unserem offiziellen Ummeldebescheid beim Bürgerbüro bzw. auf dem Personalausweis komplett ausgeschrieben werden. Auf Anfrage bei der Post, welche Abkürzungen vom Sortiersystem noch erkannt werden lautet die Aussage übrigens, dass nur Maria-u-Georg-Dietrich-Str. sicher erkannt werden würde. Das spart nicht wirklich viele Buchstaben…

Auch drum herum ist natürlich viel passiert, aber im Alltag bekommt man die Details der Fortschritte gar nicht mehr so richtig mit. Die Nachbarn haben sich anscheinend einen Naturbadeteich einbauen lassen, die Mulde vor Hausreihe 6 ist fertig und beim Mehrfamilienhaus kann man schon unsere spätere Durchfahrt sehen. Bis diese Ende 2022 fertig ist, müssen wir über eine Behelfsstraße zu den Garagen fahren.











































