Was wir gelernt haben – Draußen II

Nach den Beiträgen, was wir alles bei der Planung des Innenausbaus und der theoretischen Gartenplanung gelernt haben, folgt nun ein Beitrag zu unseren Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung.

Bodenqualität:

Als unser Garten mit Mutterboden aufgefüllt wurde, waren wir etwas entsetzt, was für eine Qualität der Boden hatte. Fruchtbaren Mutterboden hatten wir uns anders vorgestellt. Wir haben dann allerdings festgestellt, dass es keine Definition für Mutterboden gibt (z.B. Mindestmaß an Humusgehalt), so dass wir keine Handhabe dagegen hatten. Wenn man sichergehen will, dass man vernünftigen Boden bekommt, dann muss man sich genau den Boden, den man bekommen soll, vor der Lieferung anschauen.

Erschwerend kommt hinzu, dass wir bei uns sehr schweren Lehmboden haben. Zudem stand in unserem Garten in der Bauphase der Kran und Kranplätze müssen verdichtet werden. Dementsprechend kommt nach ca. 40 cm eine Bodenschicht, die hart wie Beton ist. Die Gartenbaufirmen, die sich bislang an verschiedenen Gärten versucht haben, verwendeten für Löcher Abbruchhammer. Aus Erfahrung können wir sagen, dass dies vermutlich wirklich die einzige Chance ist, wie man tiefere Löcher in den Boden bekommt. Verbunden mit dem Lehmboden ist auch eine nicht unerhebliche Staunässe. Wir sind also auf der Suche nach Pflanzen, die einerseits die heißen Sommer in der Rheinebene aushalten, aber gleichzeitig auch wochenlang sumpfige Verhältnisse abkönnen. Um den Boden zumindest längerfristig etwas aufzulockern, haben wir im Herbst die erste Ladung Sand (ca. 400kg) auf dem Rasen verteilt.

Versiegelung:

Die Fläche, die versiegelt werden darf, wird durch den Bebauungsplan geregelt. Diese Fläche muss zwischen allen Eigentumsparteien des Flurgrundstücks gerecht aufgeteilt werden, was bei 46 Parteien ziemlich unübersichtlich ist. Was genau als versiegelt zählt, legt die Gemeinde fest, je nach Befestigungsart zählen manche Flächen auch nur als „halb versiegelt“ und werden mit einem entsprechenden Faktor mulipliziert. In Offenburg werden beispielsweise Flächen mit Rasengittersteinen oder Kiesflächen mit dem Faktor 0,4 multipliziert. Der Anschluss an die Kanalisation spielt auch eine Rolle. Nach meinem Geschmack hätte Werner Wohnbau auf den Gemeinschaftsflächen gerne noch ein bisschen Versiegelung einsparen können. So hätten beispielsweise die wenig befahrenen Flächen vor den Garagen mit Rasengittersteinen gepflastert werden können. Eine schöne Übersicht zu den Möglichkeiten hat die Stadt Siegen in der Broschüre „Versickern statt Versiegeln“ erarbeitet.

Rasen:

Wir haben in unserem Garten Rasen säen lassen. Das ist deutlich günstiger als Rollrasen und hat den Vorteil, dass man keine Rasen-Monokultur hat, sondern etwas mehr pflanzliche Vielfalt. Im Garten erstmal gar nichts zu machen war für uns keine Option, da sich die Wildkräuter dann ungehemmt durchsetzen und nur schwer unter Kontrolle zu bringen sind.

Terrassentrennwand:

Bekanntermaßen verkauft Werner Wohnbau die Häuser mit nur einer Terrassentrennwand, d.h. jede zweite Trennwand muss von den Eigentumsparteien selbst organisiert und finanziert werden. Uns hat die Standardwand von Werner Wohnbau gut gefallen, da durch die Milchglasscheibe viel Licht fällt. Wir haben sie deshalb auch für unsere andere Terrassenseite in Richtung der Garagen bestellt.

Terrassenfugen:

Unsere Terrassenfugen waren ziemlich leer und so haben wir die Gelegenheit genutzt und Fugensand eingefegt, der das Wachstum von Pflanzen verhindert. Nun hoffen wir, dass der Fugenkratzer lange im Schrank bleiben kann.

Stromanschluss für Markise:

Wir haben nicht rechtzeitig darüber nachgedacht, dass ein Terrassendach bzw. die dazugehörige Markise u.U. einen Stromanschluss benötigen würden. Als uns das aufgefallen ist, war es leider schon zu spät und der Anschluss konnte nicht mehr nachgerüstet werden. Das geht nachträglich nur noch, wenn man elektrische Rollläden an der Terrassentür hat, was wir (leider) nicht haben. Aber vielleicht kann man den Lichtauslass ja dafür verwenden.

Wasseranschluss Vorgarten:

Was wir auch nicht gemacht haben, ist ein Wasseranschluss draußen für den Vorgarten. Das stört uns nicht, da wir nicht planen unsere Pflanzen dort nach der Anwachsphase zu gießen. Falls man seinen Vorgarten allerdings nicht als „Garten ohne Gießen“ gestalten möchte, ist ein Wasseranschluss an der Vorderseite des Hauses zu empfehlen, sonst muss man das Wasser immer mit der Gießkanne aus dem Gäste-WC oder der Küche holen.

Gegensprechanlage:

Wir haben uns nicht weiter mit unserer Gegensprechanlage beschäftigt, sondern einfach den Standard genommen, den Werner Wohnbau im Programm hat. Dieses Modell hat den großen Nachteil, dass es dauerhaft beleuchtet ist und man diese Beleuchtung offensichtlich auch nicht abklemmen kann. Dauerhaftes Licht im Außenbereich wollten wir eigentlich auf keinen Fall, aber das lässt sich jetzt nur noch mit größerem Aufwand ändern.

Gemeinschaftsflächen:

Die Gemeinschaftsflächen gestaltet die WEG völlig frei. Werner Wohnbau hat uns diese netterweise noch mit Boden auffüllen lassen und nun müssen wir in der nächsten WEG-Versammlung festlegen, was damit passieren soll. Über die Fläche, die direkt an unseren Garten grenzt, führt bis zum Abschluss der Bauarbeiten des vor uns liegenden Mehrfamilienhauses noch eine Behelfsstraße, ganz endgültig werden wir die Fläche deshalb erst in einem Jahr gestalten können. Bislang dachten wir, dass wir zwei Gemeinschaftsflächen gestalten müssten, bei der Übergabe der Außenanlagen kam heraus, dass es sogar drei Flächen sind.

Gemeinschaftsfläche neben unserem Garten

Plissees:

Damit man nicht mehr so einfach von draußen reinschauen kann, haben wir nun an allen Fenstern Plissees installieren lassen. Endlich muss man nicht mehr gleich die Rollläden runterlassen, wenn man etwas mehr Privatsphäre möchte. An den festen unteren Glaselementen haben wir auf Empfehlung der Firma keine Mini-Plissees genommen, sondern sie einfach mit Milchglasfolie blickdicht gemacht.

To be continued…

Was wir gelernt haben – Draußen I

Nach dem Beitrag, was wir alles beim Hausbau über die Innenraumgestaltung gelernt haben, folgen nun die theoretischen Lektionen, die wir bei der Außenplanung gelernt haben. Wir haben im Laufe der Zeit gemerkt, dass es da einige rechtliche/vertragliche Fallstricke gibt, die einem die Planung schwer machen können. Ich habe diese in diesem Beitrag nach besten Wissen und Gewissen aufgeschrieben, aber alle Angaben sind ohne Gewähr. 🙂

Zunächst einmal die Anforderungen, die sich aus dem Bebauungsplan ergeben: Grundsätzlich definiert der Bebauungsplan, wenn es denn einen gibt, die grundlegenden Anforderungen an das Baugebiet. Der Bebauungsplan für unser Gebiet stand zum Download auf der Homepage der Stadt Offenburg zur Verfügung. Für uns als Käufer eines bereits fertig geplanten Reihenhauses waren relevant:

  • Die Grundflächenzahl: Diese Zahl besagt, welcher Anteil der Fläche eines Grundstückes überbaut werden darf. Dazu gehört nicht nur das Haus, sondern auch alle anderen Flächen, die versiegelt werden. Und da fangen die Schwierigkeiten an. Denn die Grundflächenzahl gilt für das gesamte Flurstück, auf dem die 46 Reihenhäuser unserer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) stehen. Also muss man die nach dem Hausbau noch verfügbare Fläche an möglichen Versiegelungen (Terrassenvergößerungen, Fahrradgaragen, Gartenhäuser, Gartenwege…) gerecht zwischen allen Eigentümern aufteilen.
  • Baugrenze: Die Baugrenzen im Bebauungsplan definieren welcher Bereich überhaupt bebaut werden darf. Wir haben diese lange nicht beachtet, nach unserem Verständnis hatten wir damit nichts zu tun. Geplant und gebaut hat schließlich Werner Wohnbau. Kurz bevor wir unser Terrassendach beauftragen wollten, wurde uns dann allerdings klar, dass ein Terrassendach, das direkt an das Haus anschließt, auch nur innerhalb der Baugrenze installiert werden darf. Damit haben wir die Terrassendachinstallation erstmal verschoben, da wir dafür als gesamte WEG einen Antrag auf Ausnahme vom Bebauungsplan beim Bauamt stellen müssen.
  • Flächen für Nebenanlagen: Hinter dem Begriff „Nebenanlagen“ kann sich vieles verbergen, ganz genau definiert ist der Begriff leider nicht. Es zählen aber wohl zum Beispiel Gartenhäuser, selbstständige Überdachungen (z.B. Pergola) oder Gewächshäuser dazu. In unserem Bebauungsplan sind Nebenanlagen nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen, sprich innerhalb der Baugrenzen, erlaubt. Da stehen aber schon unsere Häuser, deshalb müssen wir für Gartenhäuser oder Fahrradgaragen eine Abweichung vom Bebauungsplan beantragen.
  • Im Bebauungsplan stehen auch Anforderungen an die Einfriedungen: Maschendrahtzäune sowie sonstige Stahlkonstruktionen zur Einfriedigung dürfen nur in Verbindung mit einer Vor- oder Hinterpflanzung verwendet werden, Stacheldraht ist verboten. (Schade, so ein Gartenzaun aus Nato-Draht wäre doch äußerst idyllisch. ;-)) Da Einfriedungen laut der Wikipedia-Definition aber an oder auf Grundstücksgrenzen stehen, bin ich mir gar nicht so sicher, ob die Auflage auch für die Gartenzäune der Reihenhäuser gilt. Die Zäune stehen schließlich fast alle auf Sondereigentumsgrenzen innerhalb eines Flurstücks und nicht auf der Grundstücksgrenze.

So ein Bebauungsplan ist für Laien gar nicht so leicht zu verstehen und vom Bauamt bekommt man nur hilfreiche Antworten, wenn man die richtigen Fragen stellt. So wollten wir z.B. herausfinden, ob wir ein Terrassendach anbauen dürfen und fragten beim Bauamt, ob wir dafür eine Baugenehmigung bräuchten. Die Antwort war: Nein, bis 30 m² ist ein Terrassendach in B-W nicht genehmigungspflichtig. Prima, dachten wir und waren kurz davor, den Auftrag zu unterschreiben. Bis uns jemand darauf hinwies, dass die definierte Baugrenze uns im Weg stehen würde (s.o.). Durch die falsch formulierte Frage an das Bauamt wähnten wir uns also in falscher Sicherheit.

Neben dem Bebauungsplan limitiert auch die Teilungserklärung unserer Wohnungseigentümergemeinschaft den Gestaltungsspielraum:

  • Einfriedungen jeglicher Art dürfen bei uns nicht höher als 1,25 m sein, höhere Einfriedungen bedürfen der Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Dies wird ein Thema unserer nächsten WEG-Versammlung sein.
  • Auf den Sondernutzungsrechten muss man der gemeinschaftlichen Versorgung dienende Leitungen o.ä. dulden. Deshalb hatten wir einen unangekündigten Gulli im Garten.
  • Markisen, Gartenhäuser u.ä. darf man bei uns ohne Zustimmung anbauen, solange man dafür eine baurechtliche Genehmigung hat (s.o.).

Was wir in der Praxis gelernt haben, folgt in einem weiteren Post.

KW 14 – Stand auf der Baustelle

Diese Woche gab es ordentliche Fortschritte auf der Baustelle. Innerhalb von drei Tagen wurde unsere Terrasse gepflastert, die Trennwand aufgebaut und der Garten mit Erde aufgefüllt. Außerdem hat der Fliesenleger in unserem Haus jetzt alle Fliesen verlegt, es fehlen nur noch die Fugen.

Wir haben uns auch endlich für einen Zaun entschieden. Am Ende wird es nun doch der klassische Doppelstabmattenzaun, den wir eigentlich auf keinen Fall wollten. Wir haben aber eine gute Möglichkeit entdeckt, mit der man ihn mit Holz blickdicht machen kann.

In der vierten Hausreihe wurden in dieser Woche die Häuser an die Besitzer übergeben, an diesem Wochenende stand schon der erste Umzugswagen vor der Reihe. Da fühlt sich unser Umzug gleich auch schon viel näher an.

In der sechsten Reihe ist jetzt das Gerüst entfernt worden.

KW 4 – Stand auf der Baustelle

Der Außenbereich der 4. Hausreihe nimmt immer mehr Gestalt an, mittlerweile sind fast alle Terrassen gepflastert. Auch bei uns wird die Mulde immer besser erkennbar, sie ist mittlerweile über die ganze Länge ausgehoben und die L-Steine für die einseitige Befestigung liegen schon bereit.

In der 6. Hausreihe wird der Einbau des Estrichs vorbereitet. Nachdem die Innenputzer fertig sind, sieht es hier auch schon etwas wohnlicher aus.

Terrassendach – Form oder Funktion?

Das Terrassendach war der bislang einzige große Auftrag, neben der Küche, den wir frei vergeben konnten, weil Werner Wohnbau keines anbietet. Dies ist natürlich einerseits schön, weil man einen Anbieter auswählen kann, den man selbst gut findet und nicht bei der Auswahl eingeschränkt ist. Andererseits bedeutet diese uneingeschränkte Auswahl auch sehr viel Auswahl, was uns vor gewisse Herausforderungen stellt. 🙂 Als Laien fällt es uns äußerst schwer zwischen den verschiedenen Angeboten zu entscheiden, Qualitätsunterschiede sind schwer erkennbar. Gleichzeitig ist die Preisspanne enorm, das günstigste kostet nur die Hälfte der anderen.

Um meine eigenen Gedanken ein bisschen zu ordnen, habe ich meine Entscheidungskriterien mal aufgeschrieben. Anregungen dazu nehme ich gerne entgegen, die Entscheidung ist noch nicht gefallen. 🙂

Statik: Innenliegend vs. außenliegend

Ich habe Terrassendächer bislang in zwei Kategorien unterschieden: hässlich und nicht hässlich. Im Rahmen unserer Suche nach einem Terrassendach habe ich festgestellt, dass diese beiden Kategorien deckungsgleich sind mit innenliegender und außenliegender Statik. Das bedeutet, dass die Sparren, die das Glas tragen, entweder ober- oder unterhalb des Glases sind. Terrassendächer mit außenliegender Statik wirken auf mich sehr unruhig und ich habe diese zu Beginn unserer Suche immer gleich für mich ausgeschlossen. Im Rahmen einer Beratung wurde uns allerdings erläutert, was die Vorteile dieses Aufbaus sind und diese sind nicht von der Hand zu weisen. Bei innenliegender Statik muss die Unterglasmarkise logischerweise unterhalb der Sparren laufen. Dies nimmt unterhalb des Daches ca. 30 bis 40 cm Höhe. Das ist natürlich ein klarer Nachteil, sodass man (also ich) überlegen muss, ob diese Reduktion der Deckenhöhe bei ausgefahrener Markise die schönere Optik von vorne wert ist. Zumal fraglich ist, wie oft man sich sein eigenes Terrassendach tatsächlich von vorne anschaut. Im Normalfall sitzt man ja darunter. 🙂

Außenliegende Statik (mit Überglasmarkise)

Beschattung

Ohne Beschattung würde unsere Terrasse mit einem Glasdach im Sommer vermutlich zu einem Backofen werden. Deshalb war für uns von Anfang an klar, dass wir eine Markise haben wollen. Dabei haben wir uns für eine Unterglasmarkise entschieden, die, wie der Name schon sagt, unter dem Glas ausfährt. Dies hat gegenüber einer Überglasmarkise den Vorteil, dass die Markise nicht so leicht schmutzig werden kann, von platten Insekten mal abgesehen. Bei Unterglasmarkisen staut sich natürlich eine gewisse Hitze zwischen Markise und Glas, solange die Luft aber an den Seiten entweichen kann, soll dies aber laut Fachfirma nicht so schlimm sein.

Im Rahmen der Beratungen haben wir auch Frontmarkisen für uns entdeckt. Diese fahren senkrecht an den beiden Pfosten vor der Terrasse herunter. Dies dient natürlich zum einen als Sonnenschutz, wenn man auf der Terrasse sitzt. Zum anderen können wir die Frontmarkise aber auch als Sichtschutz für unser Wohnzimmer nutzen, so dass wir nicht immer die Rollläden als Blickschutz herunterlassen müssen. Deshalb werden wir vermutlich auch noch eine Frontmarkise einbauen lassen.

Versiegelung

Das Thema Versiegelung hat uns bei der Terrassen(dach)planung schon ein bisschen Nerven gekostet, weil es so schwer durchschaubar ist. Wir dürfen laut Werner Wohnbau ausdrücklich nicht mehr versiegeln als im Standard vorgesehen ist. Dies liegt weniger daran, dass wir gleich die maximal erlaubte Versiegelung erreichen, sobald wir unser Terrassendach um 3 Quadratmeter vergrößern. Problematisch wird es aber, sobald alle 46 Reihenhäuser dies tun. Sobald Werner Wohnbau einem Haus erlaubt mehr zu versiegeln, muss dies natürlich auch jedem anderen Haus erlaubt werden. Deshalb sagt Werner Wohnbau, dass man mit allen zusätzlichen Versiegelungen eigentlich bis zur ersten Eigentümerversammlung warten muss, damit sich alle Hauseigentümer absprechen und die gesamte zusätzliche Versiegelung planen können. Was hat jetzt Versiegelung mit unserem Terrassendach zu tun? Nun, auch wenn es sich im ersten Moment für uns unlogisch angehört hat: Auch ein Terrassendach zählt laut Bauamt als Versiegelung. Unsere Terrasse ist ca. 4,10m breit, wir hätten das Dach aber trotzdem eigentlich gerne über die komplette Hausbreite von 5m geplant. Das wäre aber eben eine unerlaubte zusätzliche Versiegelung, wir planen deshalb aktuell lieber nur die Originalbreite.

Wartungsfuge

Eine Schwachstelle beim Terrassendach ist der Übergang zwischen Terrassendach und Haus. Logischerweise bewegen sich beide Bauwerke unterschiedlich, sodass der Übergang etwas flexibel gestaltet werden muss. Diese Fugen können reißen, so dass dann z.B. Regenwasser direkt vor der Terrassentür auf die Terrasse tropfen kann. Es gibt Anbieter, die diese Wartungsfuge von Anfang an aus der Gewährleistung herausnehmen (um genau zu sein: es ist der günstigste Anbieter). Andere haben mehr Vertrauen in ihre handwerkliche Leistung und tun das nicht.

Befestigung des Daches

Ein Terrassendach kann man entweder freistehend planen und es auf (mindestens) vier Pfosten stellen oder hinten nur an die Hauswand anschließen. Bei einer Dämmung von 20 cm muss man dafür natürlich ziemlich tief bohren und dabei darauf achten, dass man keine Kältebrücken schafft. Für ein Glasdach bedeutet dies nicht nur zwei Schrauben an jeder Ecke, sondern Schrauben ca. alle 15 Zentimeter, damit das enorme Gewicht des Daches getragen werden kann. Wir finden die Vorstellung nicht so schön, dass wir unser schönes neues Wärmedämmverbundsystem gleich löchern wie einen Schweizer Käse. Deshalb planen wir derzeit, dass das Dach freistehend sein soll, auch wenn dies zusätzliche Pfosten an der Hauswand bedeutet. Auch wenn die Pfosten und der Querträger natürlich trotzdem mit der Hauswand verbunden werden müssen, schont es die schöne neue Hauswand ein bisschen. (Diese Entscheidung hat vielleicht weniger mit den technischen Tatsachen als vielmehr mit einem Bauchgefühl zu tun. :-))

Funk oder mechanische Bedienung

Die meisten Markisen werden über Funk gesteuert. Dafür ist logischerweise ein Elektroanschluss an der Außenwand notwendig, der im Standard von Werner Wohnbau so nicht vorgesehen ist. Aus unserer Sicht ist eine elektrische Steuerung der Markisen nur ein weiteres Teil, das kaputt gehen kann und dessen Reparatur teuer wird. Wir bedienen auch unsere Rollläden per Hand und wollen das auch bei unseren Markisen so handhaben. Dies nimmt uns natürlich die Möglichkeit, dass die Markisen über Sensoren automatisch zur Beschattung ausgefahren werden oder wir die Frontmarkise bequem von der Couch herunterfahren lassen können.

Regen

Bei der Ableitung von Niederschlag gibt es ebenfalls einige Unterschiede. Einige Anbieter leiten das Wasser elegant innerhalb der Pfosten nach unten, andere haben einfach außenliegende Regenrinnen und Fallrohre. Diese können natürlich einfacher gewartet werden. Wenig Infos gibt es dazu, was unten mit dem abgeleiteten Regenwasser passiert. Nach meinem Verständnis müsste es zu einem unschönen braunen Fleck auf dem Rasen führen, wenn das Regenwasser einfach aus einem Ablauf unten am Pfosten auf den Rasen läuft. Ein Anbieter hat uns angeboten, das Regenwasser in ein Kiesbett laufen zu lassen, wo es dann versickern kann. Das empfinden wir als eine sauberere Lösung, eventuell kann man dies sogar mit dem Ablauf des Regenrohres vom Hausdach kombinieren, das ebenfalls an unserer Hauswand ankommt.

Fundament

Das Fundament für das Terrassendach sollte idealerweise mit der Terrassenpflasterung koordiniert werden, damit nicht eventuell frisch verlegte Terrassenplatten gleich wieder hochgenommen werden müssen. Manche Anbieter machen die Fundamente selbst, andere wollen dies bauseits vorbreitet bekommen. Zudem stellt sich die Frage, ob man Punktfundamente für die Pfosten macht, oder gleich Streifenfundamente, die für einen eventuell später nachgerüsteten Wintergarten benötigt werden würden. Wir können uns im Moment nicht vorstellen, dass wir jemals einen Wintergarten besitzen wollen und bleiben deshalb bei den Punktfundamenten. Fragt uns in 20 Jahren noch einmal, ob wir uns über diese Entscheidung ärgern. 😉

Fazit

Ich bin noch nicht so weit, dass ich ein Fazit ziehen könnte. Wir haben zwar vom Bauchgefühl her eine Tendenz zu einem Anbieter, aber so ganz abgeschlossen ist das Thema noch nicht…

KW 47 – Stand auf der Baustelle

Passend zu den sinkenden Außentemperaturen wird nun endlich auch unsere Hausreihe gedämmt. Die Handwerker waren sogar am Samtag auf der Baustelle aktiv.

Innen sieht es gewohnt chaotisch aus. 🙂

Unser EG

In der 4. und 6. Hausreihe laufen die Arbeiten im Moment eher im Innenbereich, von außen sind keine Fortschritte zu sehen.

Bei unserem Besuch auf der Baustelle haben wir gleich zwei Nachbarn aus der 4. Hausreihe getroffen und dabei für die Terrassenplanung dazugelernt. Wir dachten eigentlich, dass wir uns erst später zum Terrassendach Gedanken machen müssen. Allerdings haben die Nachbarn uns erzählt, dass unter Umständen unter der Terrasse Fundamente für die Dachstützen gegossen werden müssen. Wenn man das jetzt nicht gleich mit erledigt, muss man für die Fundamente die Platten später wieder hochnehmen. Das wollen wir natürlich vermeiden und werden uns deshalb wohl demnächst mal mit Terrassendächern auseinandersetzen.

Terrassen in der 4. Reihe

Da der Weg vor der 4. Reihe jetzt fertig gepflastert ist, haben wir dort einen „Vorgarten“ vermessen, um abschätzen zu können, wie groß eine Fahrradgarage vor dem Küchenfenster sein könnte (ca. 2,80 m x 1,40 m). Im ersten Bauabschnitt sieht man auf jeden Fall, dass man Fahrräder auf dem Platz in verschiedensten Konstruktionen unterbringen kann.

Mittlerweile haben wir übrigens auch von Werner Wohnbau die Antwort auf unsere Mängelliste bekommen, die die Dekra im Audit festgestellt hatte. Laut unserem Bauleiter wurden die Mängel alle behoben, er hat dies mit Bildern dokumentiert. Jetzt sind wir gespannt aufs nächste Audit…

KW 45 – Stand auf der Baustelle

Während es in der 4. Hausreihe innen nach dem Estrich schon ganz wohnlich aussieht, herrscht in unserem Haus noch Chaos. In der 6. Hausreihe stehen die Fenster und Terrassentüren zum Einbau bereit.

Von außen tut sich in der 6. Hausreihe am meisten: Während in unserer Hausreihe weiterhin keine Dämmung in Sicht ist, ist das Dach der 6. Hausreihe in der letzten Woche halb gedeckt worden.

Das Gelände für das Mehrfamilienhaus nebenan sieht mittlerweile sehr aufgeräumt aus.

Den Samstag haben wir genutzt und bei Maier + Kaufmann Randsteine für unsere Terrasse ausgesucht. Damit ist unsere Bemusterungsaufgabe für die Terrasse abgeschlossen. 🙂

KW 43 – Stand auf der Baustelle

Äußerlich hat sich in der letzten Woche nicht viel auf der Baustelle getan, aber als wir am Wochenende einen Blick ins Innere unserer Hausreihe geworfen haben, haben wir durchaus Fortschritte erkannt. Aktuell läuft im Erdgeschoss die Rohmontage, damit anschließend der Estrich gegossen werden kann. So steht es jedenfalls im Haus-Bau-Kompass von Werner Wohnbau. In der vierten Hausreihe wird der Estrich derzeit schon gegossen.

Bei den Terrassenplatten ist unsere Wahl ziemlich schnell auf die Nummer 5 (Malaga) gefallen. Nummer 2 hätte uns zwar besser gefallen, aber nachdem uns ein Nachbar bestätigt hat, dass man da im Sommer heiße Füße bekommt, haben wir uns lieber umentschieden. Ich überlege noch, ob wir vielleicht noch Randsteine setzen lassen, wenn das möglich ist.

Es geht an die Terrassengestaltung

Gestern kam eine Mail von Werner Wohnbau, dass man sich die zur Wahl stehenden Terrassenplatten auf der Baustelle anschauen und auswählen kann. Ich muss sagen, dass das aufgrund der Flexibilität und der begrenzten Auswahl meine zweitliebste Bemusterungsform ist. (Platz 1 ist die Bemusterung der Haustüren, die man mithilfe von Fotos bequem auf dem Sofa machen konnte.) Da habe ich heute gleich die Mittaspause genutzt und auf der Baustelle vorbeigeschaut. Ich hatte mir das irgendwie ein bisschen offizieller vorgestellt, aber an einem Bauzaun zwischen den Hausreihen 4 und 5 lehnten tatsächlich ein paar Platten am Bauzaun.

Liebevolle Präsentation 😉

Für alle, die nicht direkt vor Ort wohnen und schon einen Blick auf die Platten werfen möchten, kommen hier ein paar Detailbilder. Die Steine kommen anscheinend regional von Uhl, wenn man sich die Namen und Farben auf der Homepage anschaut (Danke für den Hinweis… 🙂 ).

Bei der Gelegenheit konnte ich auch die Fortschritte auf der Baustelle bewundern, die vierte Hausreihe hat mittlerweile gar kein Gerüst mehr und die sechste Hausreihe hat fast schon ein Dach.