Work in progress: Gully-Gate

Als im Laufe der Bauzeit die Baustelle endlich von Müll befreit wurde, wurden wir damals von einem Gully in unserem Garten überrascht. Wir haben uns vor allem darüber geärgert, dass Werner Wohnbau uns nie darüber informiert hat und haben dann gemeinsam mit unserem Bauleiter eine Lösung gesucht. Am Ende wurde der Beton-Gully gegen einen „begrünbaren“ Deckel ausgetauscht, in den die Gartenbauer ein Viereck aus Kunstrasen gelegt haben. Das war nicht das Grün, das wir uns vorgestellt hatten… Im Frühjahr haben wir den Metallkasten, der eigentlich eher für Pflaster gedacht ist, mit normaler Erde gefüllt und Rasen gesät. Im Frühjahr sah das noch gut aus, aber sobald es etwas trockener wurde, war alles im Deckel sehr schnell vertrocknet und wir hatten ein braunes Quadrat im Garten. Im Hochsommer passte das dann wieder gut zu unserem vertrockneten Rasen, aber während der sich schnell wieder erholte, blieb der Deckel braun.

Wir haben im Sommer deshalb die normale Erde aus dem Deckel entfernt und ihn stattdessen mit Substrat zur Dachbegrünung befüllt. Dieses hat eine deutlich höhere Wasserspeicherkapazität als normale Erde. Darauf haben wir dann eine Mischung aus niedrig wachsenden Sedum-Arten verteilt, die eigentlich zur Begrünung von Fugen verkauft werden und etwas trittfest sind.

Das war Ende Juli, danach haben wir fleißig gegossen, damit die Sprossen gut anwachsen. Im nächsten Sommer wird sich dann zeigen, ob das Sedum die harten Bedingungen im Deckel besser aushält.

Mängelfrei!

Kurz vor Weihnachten haben wir einen wichtigen Meilenstein zum Abschluss der Hausbauzeit geschafft: Während wir im Urlaub waren, wurde fast auf den Tag genau 6 Monate nach der Hausübergabe unser letzter Mangel vom Übergabeprotokoll behoben.

Alles abgehakt.

Keine Ahnung, wie die Gartenbaufirma es trotz Zaun und abgeschlossener Gartenpforte geschafft hat, aber in unserer Abwesenheit wurde der Gullydeckel gegen eine begrünbare Variante ausgetauscht. Der Kunstrasen, den die Gartenbaufirma darauf „gepflanzt“ hat, steht im starken Kontrast zu unserem noch ziemlich sandigen Rasen. 🙂 Im Frühjahr werden wir irgendetwas pflanzen, das hoffentlich einigermaßen gut mit der geringen Erdtiefe von ca. 5 cm klar kommt. Aber zur Not sieht auch vertrockneter Thymian schöner aus als ein Betondeckel.

Ebenfalls im Dezember wurde die Farbe der verschmutzten Fugen im OG-Bad an den Urzustand zumindest wieder angenähert. Die Bauarbeiter hatten die anthrazitfarbenen Fugen durch Rigipsstaub hell eingefärbt, nach einer Behandlung mit dem entsprechenden FugenFrisch sind sie nun einheitlicher und dunkler.

Das einzige, das nun aus unseren Dekra-Audits noch offen ist, ist die Abdichtung zwischen den Garagen und der Giebelwand unseres Hauses. Dies hatte der Bauleiter bislang nicht als Mangel anerkannt, da er dies nicht für notwendig hielt. Nachdem mir kürzlich aber zufällig aufgefallen ist, dass die Garagen im ersten Bauabschnitt durchaus so eine Abdichtung haben, hat er nun zugesagt, dass die Abdichtung im Frühjahr montiert wird.

Unser Fazit zur Mängelbehebung: Grundsätzlich hat sich Werner Wohnbau sehr offen dafür gezeigt die Mängel zu beheben und Lösungen zu finden. Damit das allerdings tatsächlich passiert, muss man unserer Wahrnehmung nach selbst immer hinterher sein und ab und zu daran erinnern, welche Mängel noch offen sind. Das liegt vermutlich weniger an fehlendem Willen, sondern am optimierungswürdigen Projektmanagement. 😉

Die Schlussrechnung hat Werner Wohnbau auch kürzlich geschickt, obwohl die Außenanlagen und die Technikzentrale noch nicht abgenommen wurden. Auf Nachfrage wurde für den letzten Tag innerhalb der Zahlungsfrist direkt nach Weihnachten noch schnell ein Abnahmetermin einberufen. Dieser findet nun morgen statt, wir sind gespannt. Auch die Rechnung für die Beteiligungen an den Anschlusskosten für Strom, Gas und Wasser wurden nun verschickt.

Ergebnis des Haustechnik-Audits

Mittlerweile haben wir auch das Gutachten für das letzte Dekra-Audit für die Haustechnik bekommen. Folgende Punkte wurden bemängelt:

  • Im Bad im OG haben wir eine Stein-Fensterbank zu viel. Das ist ja eigentlich nichts Schlimmes, aber wir haben als Sonderwunsch zwei Fenster in dem Raum und da hätten wir bei beiden gerne die gleiche Fensterbankausführung. (Mittlerweile ist die überflüssige Fensterbank aus Stein verschwunden und beide Fensterbänke werden gefliest.)
  • Die Abwasserleitungen haben Kontakt zur Betondecke, wodurch Schall übertragen werden kann.
  • Teilweise sind die Warm- und Kaltwasserleitungen nicht gedämmt.
  • Bei den Metallständerwänden wurden zu große Löcher in die Metallständer geschnitten, damit die Wasserleitungen und Kabel dadurch geführt werden können. Dies schwächt die Bauteile.
  • Der Dachvorsprung wurde nicht ordentlich gestrichen.
  • Wir haben einen außerplanmäßigen Schacht im Garten.

Jetzt warten wir wieder auf die Stellungnahme unseres Bauleiters.

Innenansichten

Heute hatten wir endlich das nächste Dekra-Audit für die Haustechnik. Zum Glück sind nur Kleinigkeiten aufgefallen, wir warten auf das Gutachten für genauere Infos. Für uns war es eine Gelegenheit mal wieder einen Blick ins Innere unseres Hauses zu werfen. Die Trockenbauwände sind mittlerweile gestellt, auch wenn sie meist noch offen sind, damit die Installationen fertiggestellt werden können. So kann man sich die Räume jetzt schon gut vorstellen.

Unser zukünftiges Schlafzimmer ist schon richtig wohnlich eingerichtet. Vielleicht können wir die Möbel später übernehmen. 🙂 Im Zimmer Richtung Süden haben wir die Heizung zu den Fenstern verlegen lassen, man sieht die Rohre am Boden. Hier wird später noch eine Sockelleiste aus Plastik installiert, weil man wegen der Betondecke Heizungsrohre nicht im Boden verlegen kann.

Im Bad fehlt noch einiges, aber man kann sich die Dimensionen schon ganz gut vorstellen.

Das Erdgeschoss barg nicht so viele Überraschungen, das kann man ja regelmäßig durchs Fenster inspizieren. 🙂 Beim Audit haben wir erfahren, dass wir uns proaktiv um andere Treppenstufen kümmern müssen, wenn wir keine Buche haben wollen. Das haben wir im Anschluss gleich in die Wege geleitet und vom Innendienst schon Bilder und Preise für die möglichen Holzfarben bekommen.

Der Eingangsbereich ist ziemlich klein, aber das wussten wir ja vorher schon. Blöderweise muss in die Wand zwischen Gäste-WC und Flur auch noch ein Schacht für die Zähler des Wärme-Contractings. Das klaut uns noch einmal 10cm, die wir eigentlich gut gebrauchen könnten.

Vom Gerüst aus hatten wir mal einen schönen Überblick über den Gartenbereich inkl. den angefangenen Arbeiten an der Mulde. Auch den neu entdeckten Gully in unserem Garten kann man gut erkennen. Dieser Revisionsschacht ist tatsächlich von Werner Wohnbau dort gebaut worden, damit man das Entwässerungsrohr zur Mulde warten kann. Das hat man leider versäumt uns mitzuteilen. Wir sind damit nicht sehr glücklich und gespannt, was für eine Lösung Werner Wohnbau findet, um den Gully wenigstens zu kaschieren.

Und wenn wir schon einmal oben waren, haben wir uns die neue Baustelle nebenan natürlich auch einmal angeschaut.

KW 3 – Stand auf der Baustelle

Auf der Baustelle gab es heute endlich mal wieder ordentlich etwas zu entdecken, da der Gartenbauer angefangen hat unsere Mulde zu bauen. Die Rohre für die Entwässerung aus der 4. Hausreihe wurden dafür bis ans Ende unserer Gärten verlegt und der Aushub für die Mulde hat begonnen.

Für die Arbeiten wurde unser gesamter Gartenbereich ein bisschen aufgeräumt. Unerfreulicherweise haben wir dadurch entdeckt, dass zwei Gullys in dem Bereich liegen, einer davon in unserem Garten. Wir hoffen, dass die noch entfernt werden…

In der 4. und 6. Hausreihe waren nicht so viel Neuigkeiten zu entdecken, aber in der 6. Hausreihe waren die Innenputzer auf jeden Fall unter der Woche wieder fleißig.

Schlechte Nachrichten gab es in dieser Woche zum Einzugstermin. Uns wurde gesagt, dass die Küchenbauer den Einbau der Küche ab KW 22 einplanen können. Bislang war immer von einer Fertigstellung im April die Rede. KW 22 beginnt mit dem 31.5., dem letzten Tag, an dem Werner Wohnbau noch keine Strafe zahlen muss, wenn das Haus noch nicht übergeben ist. Den ursprünglich laut Kaufvertrag eingeplanten Zeitpuffer von 6 Monaten zwischen „angestrebtem Bezugsfertigstellungstermin“ Ende November 2020 und dem verbindlichen Fertigstellungstermin Ende Mai 2021 nutzt Werner Wohnbau demnach voll aus.