Die Arbeiten an den Gärten schreiten mit überraschend großen Schritten voran. Ursprünglich hatte unser Bauleiter gesagt, dass die Zäune erst 1-2 Monate nach dem Einzug gestellt werden würden. Gute Nachrichten gibt es bezüglich unserer 2. Terrassentrennwand. Werner Wohnbau kann uns noch eine weitere Wand bestellen, es wird nur etwas dauern, bis sie geliefert wird.
Unser Gully mit neuem Deckel
5. Hausreihe
Und auch im Innenraum gab es etwas Neues zu sehen. Der Fliesenleger verfugt Schritt für Schritt die Fliesen. In der 16. KW soll die Firma starten, die sich bei uns um die Böden und Wände kümmert.
In der 6. Hausreihe laufen auch schon die ersten Außenarbeiten, die Terrassen werden vorbereitet.
Die Dächer der Hausreihen entwässern immer nur über Fallrohre an den Eckhäusern, wir haben deshalb vorne und hinten an unserem Haus Fallrohre, von denen das Regenwasser zu unserer Mulde geführt wird. Damit wir wissen, an welchen Stellen wir später lieber nicht zu tief buddeln sollten, wollten wir deshalb genau wissen, wie die Rohre in unserem Garten verlaufen. Ich bin also in den letzten Wochen jeden Tag in der Mittagspause an der Baustelle vorbeigelaufen, um zu schauen, wann die Arbeiten beginnen. Diese Woche war es dann endlich so weit: mittags sah die Baustelle aus wie ein Schweizer Käse, abends war der Spuk dann schon wieder vorbei. Die Geschwindigkeit der Gartenbauer ist wirklich beeindruckend.
Blick in den Schacht auf unserem Grundstück
Nur wenige Stunden später am Abend: als wäre nie etwas gewesen
Die Rohre laufen wenigstens zum Teil neben unserer Grundstücksgrenze, aber direkt am Haus und am Ende des Gartens sind sie auf unserem Grundstück. Da wir keinen Plan haben, auf dem die Rohre eingezeichnet sind, habe ich zumindest die wichtigsten Abstände selbst ausgemessen. Für die Fundamente für die Terrassentrennwand ist es schon etwas eng, aber die macht der Gartenbauer ja zum Glück auch, so dass sie den Verlauf der Rohre kennen und berücksichtigen können.
Deutschland beschäftigt sich mit der K-Frage, wir beschäftigen uns mit der Z-Frage. Seit Monaten überlegen wir, mit was wir unseren Garten umranden können. Ich wollte auf jeden Fall etwas Blickdichtes, deshalb war der vom Gartenbauer angebotene Doppelstabmattenzaun von Anfang an raus. Unsere zusätzliche Anforderung war, dass der Zaun nicht zu pflegeintensiv sein sollte. Als Materialien hatten wir deshalb Lärchen- oder Aluzaun ins Auge gefasst. Auch nach längerem Suchen haben wir aber keine schöne (und gleichzeitig preislich attraktive) Lösung gefunden. Eine Hecke hätten wir auch nicht schlecht gefunden, allerdings ist unser Garten nur 5 m breit. Selbst bei einer 50 cm breiten Hecke würde uns das relativ viel Gartenfläche kosten.
Auf die zündende Idee hat uns dann das Gartentor einer Freundin gebracht. Hier hatten die Hausbauer ein Doppelstabmattenzauntor als Grundlage genommen und es mit Holz verkleidet. Auf der Suche nach vergleichbaren DIY-Lösungen in den Weiten des Internets sind wir dann auf einen Anbieter gestoßen, der für Doppelstabmattenzäune Holzfüllungen anbietet. Normalerweise macht man diese Zäune ja blickdicht, in dem man PVC-Plane einwebt. Das fanden wir nicht so schön. Bei der Lösung, die wir nun gefunden haben, werden dünne Holzleisten aus Lärche oder Eiche senkrecht in den Zaun gesteckt. Das sieht am Ende ganz gut aus. Deshalb haben wir nun tatsächlich den Gartenbauer doch noch beauftragt, dass er uns einen Doppelstabmattenzaun in der Höhe von 1,25 m stellt. Diesen werden wir dann anschließend mit den Holzleisten füllen.
Da der Sichtschutz für die Terrasse in Richtung Garagen immer mit der Z-Frage zusammenhing, haben wir uns jetzt auch hier entschieden. Wir hätten gerne die gleiche Trennwand wie auf der anderen Terrassenseite, die im Standard von Werner Wohnbau enthalten ist. Diese Entscheidung kam ein bisschen spät, da alle Trennwände für unser Baugebiet schon geliefert wurden. Wir hoffen jedoch, dass Werner Wohnbau dafür noch eine Lösung findet.
Diese Woche gab es ordentliche Fortschritte auf der Baustelle. Innerhalb von drei Tagen wurde unsere Terrasse gepflastert, die Trennwand aufgebaut und der Garten mit Erde aufgefüllt. Außerdem hat der Fliesenleger in unserem Haus jetzt alle Fliesen verlegt, es fehlen nur noch die Fugen.
Wir haben uns auch endlich für einen Zaun entschieden. Am Ende wird es nun doch der klassische Doppelstabmattenzaun, den wir eigentlich auf keinen Fall wollten. Wir haben aber eine gute Möglichkeit entdeckt, mit der man ihn mit Holz blickdicht machen kann.
Terrasse mit Randsteinen
Terrasse mit Randsteinen
Gäste-WC
Fliesenspiegel Küche
In der vierten Hausreihe wurden in dieser Woche die Häuser an die Besitzer übergeben, an diesem Wochenende stand schon der erste Umzugswagen vor der Reihe. Da fühlt sich unser Umzug gleich auch schon viel näher an.
In der sechsten Reihe ist jetzt das Gerüst entfernt worden.
Beim Hausbau kann man auf so vieles achten, dass man gar nicht so richtig weiß, wo man anfangen und aufhören soll. Selbst wenn man mit einem Bauträger wie Werner Wohnbau baut, bei dem man man im Vergleich zu anderen Hausbauprojekten viele Entscheidungen abgibt, ist das so, wenn man ein paar individuelle Details haben möchte.
Jede/r setzt bei diesen Entscheidungen eigene Schwerpunkte, es soll optisch gefallen, praktisch sein, im Budget liegen, regional und/oder unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt sein…
Ein weiterer Bereich, den man bei seinen Entscheidungen auch berücksichtigen kann, ist das umweltfreundliche Bauen. Wir haben da nicht immer dran gedacht und manchmal ist es schlicht nicht möglich. Unterstützung gibt es zum Beispiel in der Broschüre des Umweltbundesamts Umwelt- und gesundheitsverträgliche Bauprodukte. Listen von Bauprodukten, die bestimmte umwelt- und gesundheitsbezogene Kriterien erfüllen, gibt es auf der Homepage des Blauen Engels.
Folgende Erfahrungen zum umweltfreundlichen Bauen mit Werner Wohnbau haben wir bislang gemacht:
Wärmedämmverbundsystem: Ich hätte gerne ein WDVS mit Blauem Engel gehabt. Dies war als Sonderwunsch aber leider nicht möglich, da über die komplette Hausreihe hinweg das gleiche System verbaut wird. Ich hätte auch gerne eine andere Fassadenfarbe gehabt, auf der man Grünbeläge nicht so schnell sehen würde, aber so etwas ist leider auch nicht möglich. (Weiß als Außenfarbe ist doch so ziemlich das Unpraktischste, was es gibt…)
KfW-Standard: Werner Wohnbau bietet als Sonderwunsch einen KfW-Standard an, ich bin mir aber nicht mehr ganz sicher welchen. Wir haben uns damals nicht dafür entschieden. Laut unserem Verkäufer ist der einzige Unterschied zur Standardausstattung, dass es bei der Lüftungsanlage eine Wärmerückgewinnung gibt. Die Dämmung ist auch im Standard mit 20cm schon sehr gut.
Solarthermie: Solche Sonderwünsche bietet Werner Wohnbau nicht an. Da wir mit einem eigenen Blockheizkraftwerk heizen und dort mit dem Kaufvertrag automatisch vertraglich gebunden sind, ist eine andere Art der Wärmeerzeugung nicht sinnvoll möglich.
Kamin: Natürlich könnte man einen Kamin einbauen lassen und zumindest im EG mit Holz heizen. Ich hätte aus Gemütlichkeitsgründen gerne einen Kamin gehabt, jedoch wurde uns von der Verbraucherzentrale davon abgeraten, da unser Haus schlicht zu gut gedämmt ist. Es würde deshalb schon nach kurzer Zeit viel zu warm werden.
Sanitär: Um die schier überwältigende Auswahl an Produkten einzugrenzen, haben wir hier zunächst auf Regionalität geachtet. Duravit und hansgrohe kommen von hier, da haben wir immer zuerst geschaut. Es sind aber am Ende auch Produkte von Cara und Grohe geworden. Bei den Armaturen haben wir für die Bäder Versionen ausgewählt, die in der Mittelstellung kalt sind. So ist man automatisch weniger verlockt sich die Hände warm zu waschen. Das haben wir von unserer aktuellen (sehr sparsamen) Vermieterin gelernt. 🙂 Ansonsten haben Umweltkriterien aber eine untergeordnete Rolle gespielt. Man hätte die Spülkästen und Duschbrausen auch mit einem Blauen Engel auswählen können, aber da haben wir nicht dran gedacht.
Böden: Wir haben die Böden als Sonderwunsch bei Werner Wohnbau beauftragt. Die Firma, bei der wir bemustert haben, arbeitet mit der Firma Meister zusammen, die glücklicherweise Böden im Angebot hat, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind.
Wandfarbe: Auch die Wände haben wir bei Werner Wohnbau als Sonderwunsch beauftragt. Das wird von der Firma gemacht, die auch die Böden verlegt. Auch hier ist die Tapete mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Die Innenfarben zwar nicht, sie sind aber laut Hersteller emissionsarm, lösemittel- und weichmacherfrei.
Zaun: Wir waren uns lange nicht ganz sicher, was für ein Zaun es wird. Ein Zaun mit Holzschutzmittelanstrich kam für uns aber auf jeden Fall nicht in Frage, deshalb haben wir bei den Holzzäunen immer nach Lärche geschaut.
Garten: Der Garten soll im Rahmen des Möglichen und unserer Fähigkeiten insekten- und biodiv-freundlich gestaltet werden und Trockenheit abkönnen. Hier stehen wir aber noch ganz am Anfang… Ideen für Pflanzen werden wir auch bei bio.og recherchieren, dort hat die Stadt Offenburg trockenheitsverträgliche Pflanzen zusammengestellt.
Ladeanschluss für ein E-Auto: Haben wir nicht dran gedacht, auch wenn man es für die Zukunft vielleicht hätte gebrauchen können. Andererseits ist die Lage unseres Baugebiets so ideal, dass die Garage vielleicht in der Zukunft eher als Lagerfläche genutzt wird. Der ICE-Bahnhof ist keine 5 Gehminuten entfernt, der ZOB kommt vor die Haustür, zwei Carsharing-Anbieter sind am Bahnhof vertreten. Außerdem haben wir Fahrräder und sind gut zu Fuß. Falls wir doch mal ein Elektroauto haben wollen, ist aber zumindest ein normaler Stromanschluss in der Garage. Da die Garage nach Süden ausgerichtet ist, könnte man vielleicht sogar eine Solaranlage auf dem Dach installieren.
Es gibt bestimmt noch viel mehr Punkte, die man in seine Entscheidungen hätte einbeziehen können. Wenn mir noch mehr einfällt, ergänze ich die Liste. Tipps nehme ich auch gerne in den Kommentaren entgegen. Tatsächlich wird im Haus ja auch noch viel verbaut, das man als Laie gar nicht kennt. Umso erfreuter bin ich immer, wenn ich auf der Baustelle mir unbekannte Baumaterialien entdecke, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind (siehe Bild oben). Ich glaube aber nicht, dass Werner Wohnbau da ein besonderen Schwerpunkt bei der Auswahl drauf legt, dann würden sie bestimmt damit werben. 😉
Ein kurzer Abstecher auf der Baustelle am Sonntagabend hat uns gezeigt, dass der Fliesenleger und die Gartenbaufirma am Freitag noch sehr aktiv waren. Für uns wird es besonders spannend, wenn die Gartenbauer die Fläche vor den Garagen pflastern, da wir dann endlich genau wissen, wo unsere Grundstückgrenze (aka Grenze unseres Sondernutzungsrechts ;-)) verläuft…
Am Dienstag hatten wir das nächste Dekra-Audit zum erweiterten Ausbau. So richtig groß war der Fortschritt im Vergleich zum letzten Audit nicht, Gravierendes ist nicht aufgefallen. Schwer vorstellbar, dass das nächste Audit nach Baufertigstellung ist. Die Fertigstellung fühlt sich im Moment noch ziemlich weit weg an.
Erfreulich war, dass am Vortag offensichtlich die Garagen für unsere Hausreihe geliefert wurden.
Garagen
Nicht ganz so erfreulich war, dass diese vier (!) Schönheiten anscheinend auf Dauer direkt an unserer Grundstücksgrenze stehen bleiben. Wir waren bislang davon ausgegangen, dass derart provisorisch anmutende Aufbauten sicherlich nur für Baustrom sein können. Unser Bauleiter hat uns aber leider gestern erklärt, dass das so bleiben soll. Sie wollen die Kästen aber nochmal putzen… Wir nehmen gute Vorschläge für schönen Sichtschutz ab jetzt entgegen. 🙂
Auf der Baustelle gab es heute endlich mal wieder ordentlich etwas zu entdecken, da der Gartenbauer angefangen hat unsere Mulde zu bauen. Die Rohre für die Entwässerung aus der 4. Hausreihe wurden dafür bis ans Ende unserer Gärten verlegt und der Aushub für die Mulde hat begonnen.
Arbeiten an der Mulde
Für die Arbeiten wurde unser gesamter Gartenbereich ein bisschen aufgeräumt. Unerfreulicherweise haben wir dadurch entdeckt, dass zwei Gullys in dem Bereich liegen, einer davon in unserem Garten. Wir hoffen, dass die noch entfernt werden…
Gully-Gate?
In der 4. und 6. Hausreihe waren nicht so viel Neuigkeiten zu entdecken, aber in der 6. Hausreihe waren die Innenputzer auf jeden Fall unter der Woche wieder fleißig.
Schlechte Nachrichten gab es in dieser Woche zum Einzugstermin. Uns wurde gesagt, dass die Küchenbauer den Einbau der Küche ab KW 22 einplanen können. Bislang war immer von einer Fertigstellung im April die Rede. KW 22 beginnt mit dem 31.5., dem letzten Tag, an dem Werner Wohnbau noch keine Strafe zahlen muss, wenn das Haus noch nicht übergeben ist. Den ursprünglich laut Kaufvertrag eingeplanten Zeitpuffer von 6 Monaten zwischen „angestrebtem Bezugsfertigstellungstermin“ Ende November 2020 und dem verbindlichen Fertigstellungstermin Ende Mai 2021 nutzt Werner Wohnbau demnach voll aus.
Offenburg arbeitet derzeit mit verschiedenen Aktionen daran, die Biodiversität in der Stadt zu steigern. Laut der Homepage werden dafür sogar die Entsiegelung von befestigten Flächen, die Umwandlung von Schotterflächen in biodiverse Vorgärten, sowie die Begrünung von Dächern und Fassaden finanziell bezuschusst. Wenn ich die Unterlagen richtig verstehe, kommt das Förderprogramm wohl für uns nicht in Frage, weil Neuanlagen immer ausgeschlossen werden. Allerdings findet man auf der Seite auch Listen von hitze- und trockenheitsverträglichen Pflanzen, inkl. Angaben, wann sie blühen und ob sie heimisch und bienenfreundlich sind.
Wer also noch Inspiration für seinen klimaangepassten Garten braucht, kann sich dort gut Infos holen.
Gestern kam eine Mail von Werner Wohnbau, dass man sich die zur Wahl stehenden Terrassenplatten auf der Baustelle anschauen und auswählen kann. Ich muss sagen, dass das aufgrund der Flexibilität und der begrenzten Auswahl meine zweitliebste Bemusterungsform ist. (Platz 1 ist die Bemusterung der Haustüren, die man mithilfe von Fotos bequem auf dem Sofa machen konnte.) Da habe ich heute gleich die Mittaspause genutzt und auf der Baustelle vorbeigeschaut. Ich hatte mir das irgendwie ein bisschen offizieller vorgestellt, aber an einem Bauzaun zwischen den Hausreihen 4 und 5 lehnten tatsächlich ein paar Platten am Bauzaun.
Liebevolle Präsentation 😉
Für alle, die nicht direkt vor Ort wohnen und schon einen Blick auf die Platten werfen möchten, kommen hier ein paar Detailbilder. Die Steine kommen anscheinend regional von Uhl, wenn man sich die Namen und Farben auf der Homepage anschaut (Danke für den Hinweis… 🙂 ).
Bei dieser Farbe steht kein Name auf den Platten
Bei der Gelegenheit konnte ich auch die Fortschritte auf der Baustelle bewundern, die vierte Hausreihe hat mittlerweile gar kein Gerüst mehr und die sechste Hausreihe hat fast schon ein Dach.