Work in progress: Gully-Gate

Als im Laufe der Bauzeit die Baustelle endlich von Müll befreit wurde, wurden wir damals von einem Gully in unserem Garten überrascht. Wir haben uns vor allem darüber geärgert, dass Werner Wohnbau uns nie darüber informiert hat und haben dann gemeinsam mit unserem Bauleiter eine Lösung gesucht. Am Ende wurde der Beton-Gully gegen einen „begrünbaren“ Deckel ausgetauscht, in den die Gartenbauer ein Viereck aus Kunstrasen gelegt haben. Das war nicht das Grün, das wir uns vorgestellt hatten… Im Frühjahr haben wir den Metallkasten, der eigentlich eher für Pflaster gedacht ist, mit normaler Erde gefüllt und Rasen gesät. Im Frühjahr sah das noch gut aus, aber sobald es etwas trockener wurde, war alles im Deckel sehr schnell vertrocknet und wir hatten ein braunes Quadrat im Garten. Im Hochsommer passte das dann wieder gut zu unserem vertrockneten Rasen, aber während der sich schnell wieder erholte, blieb der Deckel braun.

Wir haben im Sommer deshalb die normale Erde aus dem Deckel entfernt und ihn stattdessen mit Substrat zur Dachbegrünung befüllt. Dieses hat eine deutlich höhere Wasserspeicherkapazität als normale Erde. Darauf haben wir dann eine Mischung aus niedrig wachsenden Sedum-Arten verteilt, die eigentlich zur Begrünung von Fugen verkauft werden und etwas trittfest sind.

Das war Ende Juli, danach haben wir fleißig gegossen, damit die Sprossen gut anwachsen. Im nächsten Sommer wird sich dann zeigen, ob das Sedum die harten Bedingungen im Deckel besser aushält.

Was wir gelernt haben – Draußen II

Nach den Beiträgen, was wir alles bei der Planung des Innenausbaus und der theoretischen Gartenplanung gelernt haben, folgt nun ein Beitrag zu unseren Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung.

Bodenqualität:

Als unser Garten mit Mutterboden aufgefüllt wurde, waren wir etwas entsetzt, was für eine Qualität der Boden hatte. Fruchtbaren Mutterboden hatten wir uns anders vorgestellt. Wir haben dann allerdings festgestellt, dass es keine Definition für Mutterboden gibt (z.B. Mindestmaß an Humusgehalt), so dass wir keine Handhabe dagegen hatten. Wenn man sichergehen will, dass man vernünftigen Boden bekommt, dann muss man sich genau den Boden, den man bekommen soll, vor der Lieferung anschauen.

Erschwerend kommt hinzu, dass wir bei uns sehr schweren Lehmboden haben. Zudem stand in unserem Garten in der Bauphase der Kran und Kranplätze müssen verdichtet werden. Dementsprechend kommt nach ca. 40 cm eine Bodenschicht, die hart wie Beton ist. Die Gartenbaufirmen, die sich bislang an verschiedenen Gärten versucht haben, verwendeten für Löcher Abbruchhammer. Aus Erfahrung können wir sagen, dass dies vermutlich wirklich die einzige Chance ist, wie man tiefere Löcher in den Boden bekommt. Verbunden mit dem Lehmboden ist auch eine nicht unerhebliche Staunässe. Wir sind also auf der Suche nach Pflanzen, die einerseits die heißen Sommer in der Rheinebene aushalten, aber gleichzeitig auch wochenlang sumpfige Verhältnisse abkönnen. Um den Boden zumindest längerfristig etwas aufzulockern, haben wir im Herbst die erste Ladung Sand (ca. 400kg) auf dem Rasen verteilt.

Versiegelung:

Die Fläche, die versiegelt werden darf, wird durch den Bebauungsplan geregelt. Diese Fläche muss zwischen allen Eigentumsparteien des Flurgrundstücks gerecht aufgeteilt werden, was bei 46 Parteien ziemlich unübersichtlich ist. Was genau als versiegelt zählt, legt die Gemeinde fest, je nach Befestigungsart zählen manche Flächen auch nur als „halb versiegelt“ und werden mit einem entsprechenden Faktor mulipliziert. In Offenburg werden beispielsweise Flächen mit Rasengittersteinen oder Kiesflächen mit dem Faktor 0,4 multipliziert. Der Anschluss an die Kanalisation spielt auch eine Rolle. Nach meinem Geschmack hätte Werner Wohnbau auf den Gemeinschaftsflächen gerne noch ein bisschen Versiegelung einsparen können. So hätten beispielsweise die wenig befahrenen Flächen vor den Garagen mit Rasengittersteinen gepflastert werden können. Eine schöne Übersicht zu den Möglichkeiten hat die Stadt Siegen in der Broschüre „Versickern statt Versiegeln“ erarbeitet.

Rasen:

Wir haben in unserem Garten Rasen säen lassen. Das ist deutlich günstiger als Rollrasen und hat den Vorteil, dass man keine Rasen-Monokultur hat, sondern etwas mehr pflanzliche Vielfalt. Im Garten erstmal gar nichts zu machen war für uns keine Option, da sich die Wildkräuter dann ungehemmt durchsetzen und nur schwer unter Kontrolle zu bringen sind.

Terrassentrennwand:

Bekanntermaßen verkauft Werner Wohnbau die Häuser mit nur einer Terrassentrennwand, d.h. jede zweite Trennwand muss von den Eigentumsparteien selbst organisiert und finanziert werden. Uns hat die Standardwand von Werner Wohnbau gut gefallen, da durch die Milchglasscheibe viel Licht fällt. Wir haben sie deshalb auch für unsere andere Terrassenseite in Richtung der Garagen bestellt.

Terrassenfugen:

Unsere Terrassenfugen waren ziemlich leer und so haben wir die Gelegenheit genutzt und Fugensand eingefegt, der das Wachstum von Pflanzen verhindert. Nun hoffen wir, dass der Fugenkratzer lange im Schrank bleiben kann.

Stromanschluss für Markise:

Wir haben nicht rechtzeitig darüber nachgedacht, dass ein Terrassendach bzw. die dazugehörige Markise u.U. einen Stromanschluss benötigen würden. Als uns das aufgefallen ist, war es leider schon zu spät und der Anschluss konnte nicht mehr nachgerüstet werden. Das geht nachträglich nur noch, wenn man elektrische Rollläden an der Terrassentür hat, was wir (leider) nicht haben. Aber vielleicht kann man den Lichtauslass ja dafür verwenden.

Wasseranschluss Vorgarten:

Was wir auch nicht gemacht haben, ist ein Wasseranschluss draußen für den Vorgarten. Das stört uns nicht, da wir nicht planen unsere Pflanzen dort nach der Anwachsphase zu gießen. Falls man seinen Vorgarten allerdings nicht als „Garten ohne Gießen“ gestalten möchte, ist ein Wasseranschluss an der Vorderseite des Hauses zu empfehlen, sonst muss man das Wasser immer mit der Gießkanne aus dem Gäste-WC oder der Küche holen.

Gegensprechanlage:

Wir haben uns nicht weiter mit unserer Gegensprechanlage beschäftigt, sondern einfach den Standard genommen, den Werner Wohnbau im Programm hat. Dieses Modell hat den großen Nachteil, dass es dauerhaft beleuchtet ist und man diese Beleuchtung offensichtlich auch nicht abklemmen kann. Dauerhaftes Licht im Außenbereich wollten wir eigentlich auf keinen Fall, aber das lässt sich jetzt nur noch mit größerem Aufwand ändern.

Gemeinschaftsflächen:

Die Gemeinschaftsflächen gestaltet die WEG völlig frei. Werner Wohnbau hat uns diese netterweise noch mit Boden auffüllen lassen und nun müssen wir in der nächsten WEG-Versammlung festlegen, was damit passieren soll. Über die Fläche, die direkt an unseren Garten grenzt, führt bis zum Abschluss der Bauarbeiten des vor uns liegenden Mehrfamilienhauses noch eine Behelfsstraße, ganz endgültig werden wir die Fläche deshalb erst in einem Jahr gestalten können. Bislang dachten wir, dass wir zwei Gemeinschaftsflächen gestalten müssten, bei der Übergabe der Außenanlagen kam heraus, dass es sogar drei Flächen sind.

Gemeinschaftsfläche neben unserem Garten

Plissees:

Damit man nicht mehr so einfach von draußen reinschauen kann, haben wir nun an allen Fenstern Plissees installieren lassen. Endlich muss man nicht mehr gleich die Rollläden runterlassen, wenn man etwas mehr Privatsphäre möchte. An den festen unteren Glaselementen haben wir auf Empfehlung der Firma keine Mini-Plissees genommen, sondern sie einfach mit Milchglasfolie blickdicht gemacht.

To be continued…

Was wir gelernt haben – Draußen I

Nach dem Beitrag, was wir alles beim Hausbau über die Innenraumgestaltung gelernt haben, folgen nun die theoretischen Lektionen, die wir bei der Außenplanung gelernt haben. Wir haben im Laufe der Zeit gemerkt, dass es da einige rechtliche/vertragliche Fallstricke gibt, die einem die Planung schwer machen können. Ich habe diese in diesem Beitrag nach besten Wissen und Gewissen aufgeschrieben, aber alle Angaben sind ohne Gewähr. 🙂

Zunächst einmal die Anforderungen, die sich aus dem Bebauungsplan ergeben: Grundsätzlich definiert der Bebauungsplan, wenn es denn einen gibt, die grundlegenden Anforderungen an das Baugebiet. Der Bebauungsplan für unser Gebiet stand zum Download auf der Homepage der Stadt Offenburg zur Verfügung. Für uns als Käufer eines bereits fertig geplanten Reihenhauses waren relevant:

  • Die Grundflächenzahl: Diese Zahl besagt, welcher Anteil der Fläche eines Grundstückes überbaut werden darf. Dazu gehört nicht nur das Haus, sondern auch alle anderen Flächen, die versiegelt werden. Und da fangen die Schwierigkeiten an. Denn die Grundflächenzahl gilt für das gesamte Flurstück, auf dem die 46 Reihenhäuser unserer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) stehen. Also muss man die nach dem Hausbau noch verfügbare Fläche an möglichen Versiegelungen (Terrassenvergößerungen, Fahrradgaragen, Gartenhäuser, Gartenwege…) gerecht zwischen allen Eigentümern aufteilen.
  • Baugrenze: Die Baugrenzen im Bebauungsplan definieren welcher Bereich überhaupt bebaut werden darf. Wir haben diese lange nicht beachtet, nach unserem Verständnis hatten wir damit nichts zu tun. Geplant und gebaut hat schließlich Werner Wohnbau. Kurz bevor wir unser Terrassendach beauftragen wollten, wurde uns dann allerdings klar, dass ein Terrassendach, das direkt an das Haus anschließt, auch nur innerhalb der Baugrenze installiert werden darf. Damit haben wir die Terrassendachinstallation erstmal verschoben, da wir dafür als gesamte WEG einen Antrag auf Ausnahme vom Bebauungsplan beim Bauamt stellen müssen.
  • Flächen für Nebenanlagen: Hinter dem Begriff „Nebenanlagen“ kann sich vieles verbergen, ganz genau definiert ist der Begriff leider nicht. Es zählen aber wohl zum Beispiel Gartenhäuser, selbstständige Überdachungen (z.B. Pergola) oder Gewächshäuser dazu. In unserem Bebauungsplan sind Nebenanlagen nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen, sprich innerhalb der Baugrenzen, erlaubt. Da stehen aber schon unsere Häuser, deshalb müssen wir für Gartenhäuser oder Fahrradgaragen eine Abweichung vom Bebauungsplan beantragen.
  • Im Bebauungsplan stehen auch Anforderungen an die Einfriedungen: Maschendrahtzäune sowie sonstige Stahlkonstruktionen zur Einfriedigung dürfen nur in Verbindung mit einer Vor- oder Hinterpflanzung verwendet werden, Stacheldraht ist verboten. (Schade, so ein Gartenzaun aus Nato-Draht wäre doch äußerst idyllisch. ;-)) Da Einfriedungen laut der Wikipedia-Definition aber an oder auf Grundstücksgrenzen stehen, bin ich mir gar nicht so sicher, ob die Auflage auch für die Gartenzäune der Reihenhäuser gilt. Die Zäune stehen schließlich fast alle auf Sondereigentumsgrenzen innerhalb eines Flurstücks und nicht auf der Grundstücksgrenze.

So ein Bebauungsplan ist für Laien gar nicht so leicht zu verstehen und vom Bauamt bekommt man nur hilfreiche Antworten, wenn man die richtigen Fragen stellt. So wollten wir z.B. herausfinden, ob wir ein Terrassendach anbauen dürfen und fragten beim Bauamt, ob wir dafür eine Baugenehmigung bräuchten. Die Antwort war: Nein, bis 30 m² ist ein Terrassendach in B-W nicht genehmigungspflichtig. Prima, dachten wir und waren kurz davor, den Auftrag zu unterschreiben. Bis uns jemand darauf hinwies, dass die definierte Baugrenze uns im Weg stehen würde (s.o.). Durch die falsch formulierte Frage an das Bauamt wähnten wir uns also in falscher Sicherheit.

Neben dem Bebauungsplan limitiert auch die Teilungserklärung unserer Wohnungseigentümergemeinschaft den Gestaltungsspielraum:

  • Einfriedungen jeglicher Art dürfen bei uns nicht höher als 1,25 m sein, höhere Einfriedungen bedürfen der Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Dies wird ein Thema unserer nächsten WEG-Versammlung sein.
  • Auf den Sondernutzungsrechten muss man der gemeinschaftlichen Versorgung dienende Leitungen o.ä. dulden. Deshalb hatten wir einen unangekündigten Gulli im Garten.
  • Markisen, Gartenhäuser u.ä. darf man bei uns ohne Zustimmung anbauen, solange man dafür eine baurechtliche Genehmigung hat (s.o.).

Was wir in der Praxis gelernt haben, folgt in einem weiteren Post.

Mängelfrei!

Kurz vor Weihnachten haben wir einen wichtigen Meilenstein zum Abschluss der Hausbauzeit geschafft: Während wir im Urlaub waren, wurde fast auf den Tag genau 6 Monate nach der Hausübergabe unser letzter Mangel vom Übergabeprotokoll behoben.

Alles abgehakt.

Keine Ahnung, wie die Gartenbaufirma es trotz Zaun und abgeschlossener Gartenpforte geschafft hat, aber in unserer Abwesenheit wurde der Gullydeckel gegen eine begrünbare Variante ausgetauscht. Der Kunstrasen, den die Gartenbaufirma darauf „gepflanzt“ hat, steht im starken Kontrast zu unserem noch ziemlich sandigen Rasen. 🙂 Im Frühjahr werden wir irgendetwas pflanzen, das hoffentlich einigermaßen gut mit der geringen Erdtiefe von ca. 5 cm klar kommt. Aber zur Not sieht auch vertrockneter Thymian schöner aus als ein Betondeckel.

Ebenfalls im Dezember wurde die Farbe der verschmutzten Fugen im OG-Bad an den Urzustand zumindest wieder angenähert. Die Bauarbeiter hatten die anthrazitfarbenen Fugen durch Rigipsstaub hell eingefärbt, nach einer Behandlung mit dem entsprechenden FugenFrisch sind sie nun einheitlicher und dunkler.

Das einzige, das nun aus unseren Dekra-Audits noch offen ist, ist die Abdichtung zwischen den Garagen und der Giebelwand unseres Hauses. Dies hatte der Bauleiter bislang nicht als Mangel anerkannt, da er dies nicht für notwendig hielt. Nachdem mir kürzlich aber zufällig aufgefallen ist, dass die Garagen im ersten Bauabschnitt durchaus so eine Abdichtung haben, hat er nun zugesagt, dass die Abdichtung im Frühjahr montiert wird.

Unser Fazit zur Mängelbehebung: Grundsätzlich hat sich Werner Wohnbau sehr offen dafür gezeigt die Mängel zu beheben und Lösungen zu finden. Damit das allerdings tatsächlich passiert, muss man unserer Wahrnehmung nach selbst immer hinterher sein und ab und zu daran erinnern, welche Mängel noch offen sind. Das liegt vermutlich weniger an fehlendem Willen, sondern am optimierungswürdigen Projektmanagement. 😉

Die Schlussrechnung hat Werner Wohnbau auch kürzlich geschickt, obwohl die Außenanlagen und die Technikzentrale noch nicht abgenommen wurden. Auf Nachfrage wurde für den letzten Tag innerhalb der Zahlungsfrist direkt nach Weihnachten noch schnell ein Abnahmetermin einberufen. Dieser findet nun morgen statt, wir sind gespannt. Auch die Rechnung für die Beteiligungen an den Anschlusskosten für Strom, Gas und Wasser wurden nun verschickt.

Wie die Zeit vergeht…

Jetzt verstehe ich, warum die meisten Blogs mit der Hausübergabe enden: Als Hausbesitzerin hat man einfach zu viel zu tun. 🙂 Seit der Übergabe am 15. Juni waren wir gut mit Arbeiten rund um das Haus und den Umzug ausgelastet. Zum Glück hatten wir zwischendurch auch mal Urlaub und konnten ohne Ablenkung durch die Arbeit ein bisschen was schaffen.

Für zukünftige Ins-Haus-Ziehende folgt ein kurzer Überblick über die Arbeiten, die uns in den letzten Wochen auf Trapp gehalten haben. Das ist sicherlich recht individuell, gibt aber vielleicht einen ersten Überblick in einigermaßen chronologischer Reihenfolge.

  • Briefkasten montieren: Da wir laut Werner Wohnbau ab der Übergabe per Post an der neuen Adresse erreichbar sein sollten, haben wir direkt nach der Übergabe unseren Briefkasten montiert. Um die schöne neue Fassade nicht gleich anzubohren, haben wir uns für einen Standbriefkasten entschieden.
  • (Auf)Bau von Regalen und Schränken: In der Hoffnung nach dem Umzug möglichst schnell für Ordnung sorgen zu können, haben wir vor unserem Umzug schon Wohnzimmerregale, Kleiderschrank und Einbauschränke für die Schräge im Dachgeschoss (auf)gebaut. Die ersten Löcher für die Wandregale in den unversehrten Wänden haben Überwindung gekostet, aber mittlerweile wird der Schlagbohrer hemmungslos eingesetzt. Ohne Schlagbohrer kommt man in den Kalksandstein-Wänden nicht weit. Zudem haben wir die Erfahrung gemacht, dass man eher kurze, dicke Schrauben wählen sollte, wir haben relativ lange und dünne Schrauben gekauft, die gerne ohne Vorwarnung in der Wand abbrechen…
  • Fahrradabstellmöglichkeit: Die Garage ist zwar extra lang, damit auch Fahrräder dort abgestellt werden können, aber nur vor oder hinter dem Auto. Die Fahrräder, die wir täglich nutzen, wollen wir deshalb direkt neben der Haustür haben. Vor dem Küchenfenster haben wir 1,40 x 2,90 m Platz, die wir dafür nutzen können. Das bedeutete zunächst einmal, dass der Urwald aus Unkraut gerodet werden musste. Anschließend haben wir Fahrradbügel mit Erdankern im Boden befestigt und den Bereich mit Hackschnitzeln aufgefüllt, um Bodenversiegelung zu vermeiden.
  • Umzug: Die Entfernung war zum Glück überschaubar (400m), aber trotzdem nervt so ein Umzug immer… Wir sind aber guter Hoffnung, dass es vorerst der letzte Umzug war. 🙂
  • Auspacken: Bis der allerletzte Umzugskarton ausgepackt ist, dauert es sicherlich noch eine Weile, aber der Großteil der Sachen ist mittlerweile an Ort und Stelle. Der Dachboden ist auf jeden Fall schon voll.
  • Wohnung streichen und putzen: Auch wenn man viel mehr Lust hat im Haus die Dinge voranzubringen, so mussten wir doch noch einige Zeit in die alte Wohnung stecken, um sie für die Übergabe vorzubereiten. Zum Glück hatten wir tatkräftige Unterstützung, so dass zumindest das Streichen einigermaßen schnell geschafft war.
  • Zaun: Lange hatten wir überlegt, was für einen Zaun wir machen wollen. Am Ende haben wir uns für den klassischen Doppelstabmattenzaun entschieden, weil wir eine schöne Lösung aus Holz gefunden haben, mit der er blickdicht gestaltet werden kann. Diese besteht aus sehr, sehr vielen dünnen Holzlatten, die vertikal in den Zaun gesteckt und einzeln unten mit einer Metallklammer befestigt werden müssen. Eine ziemliche Fleißarbeit, aber es hat sich gelohnt.
  • Unkraut: Wie man oben sieht, ist unser Rasen mittlerweile gut gewachsen. Gut gewachsen ist auch alles andere, was sich so sein Plätzchen in unserem Garten gesucht hat. Grundsätzlich finden wir das auch schön, das Rispengras hatte dann nach Expertenmeinung aber etwas zu viele Plätzchen gefunden. Deshalb haben wir schon viel Zeit ins Unkrautjäten gesteckt, um es etwas im Zaum zu halten (siehe ebenfalls Vorher-/Nachher-Bild oben). Man mag es nicht glauben, aber der erste Grobdurchgang hat auch bei dieser Gartengröße fast einen Tag gedauert.
  • Garage einrichten: Ein Meilenstein war erreicht, als wir unser Auto das erste Mal in die Garage fahren konnten. Es war anfangs noch etwas gequetscht, aber nach einigen Sortieraktionen, ebayKleinanzeigen-Anzeigen und Fahrten zur Deponie passt es mittlerweile gut rein. Zudem finden in der Garage Regale, ein Spind, eine Werkbank und zwei Fahrräder Platz.
Das erste Mal passt das Auto in der Garage
  • Viele Handwerkertermine: Auch wenn das Haus ja schon fast fertig war, als wir es übernommen haben, gaben und geben sich die Handwerker noch die Klinke in die Hand – und zwar meist ohne vorherige Terminabsprache. Keine Ahnung, wie das die Leute machen, die nicht im Home Office oder im Urlaub sind. Für Mängelbehebungen mussten eigentlich alle Handwerker noch einmal kommen, die Schnellsten waren dabei die Firma für Böden/Wände/Türen und die Fensterbauer. Mittlerweile ist fast alles abgearbeitet, nur die Sanitärfirma hat sich noch gar nicht gemeldet. Da sie sich unter anderem um den größten Mangel kümmern müssen (Waschbecken 20 cm versetzen) und dafür quasi eine komplette Badwand neu gemacht werden muss, hat sie laut Bauleiter erst nach Abschluss der Arbeiten in der 6. Hausreihe Zeit dafür.
  • Duschwände: Außerdem wurden nach der Übergabe noch unsere Duschwände montiert. Aufgrund der Verwirrungen rund um die Position des Waschbeckens im Dachgeschoss hatten wir die dortige Duschwand vor einiger Zeit und bevor wir gemerkt haben, dass das Waschbecken falsch montiert ist, geändert beauftragt und haben nun einen eigentlich ungewollten Eckeinstieg, damit der Durchgang zur Toilette nicht zu eng wird. Das ist zwar eine Konsequenz des Mangels, aber kein Mangel an sich, da selbst beauftragt, so dass wir uns nun damit anfreunden müssen, auch wenn das Waschbecken versetzt wird. Sehr wohl ein Mangel war aber die kreative und etwas kurz geratene Schnittführung bei unserer Türdichtung, mittlerweile haben wir eine neue Dichtung.
  • Treppe enthüllen: Seit der Lieferung war die Treppe mit aufgeklebten Pappen geschützt. Wir haben uns auch noch nach unserem Einzug ewig nicht getraut diese zu entfernen, damit wir beim Hoch- und Runtertragen ja nichts beschädigen…
  • Ummelden: Ein Thema, das auch bei normalen Straßennamen nervig ist. Wenn der Straßenname aber so lang ist, dass er in Online-Formularen nicht komplett eingegeben werden kann, die Online-Formulare aber gleichzeitig auch keine Abkürzungen akzeptieren, kostet es noch mehr der ohnehin angespannte Nerven. Falls dies ein Kommunalpolitiker liest: Bitte beschränkt euch bei neuen Straßennamen auf Namen, die inklusive Hausnummern, nicht länger als 30 Zeichen sind. Das ist anscheinend Standard in den Online-Formularen von Banken. Unser Straßenname kann nicht einmal auf unserem offiziellen Ummeldebescheid beim Bürgerbüro bzw. auf dem Personalausweis komplett ausgeschrieben werden. Auf Anfrage bei der Post, welche Abkürzungen vom Sortiersystem noch erkannt werden lautet die Aussage übrigens, dass nur Maria-u-Georg-Dietrich-Str. sicher erkannt werden würde. Das spart nicht wirklich viele Buchstaben…

Auch drum herum ist natürlich viel passiert, aber im Alltag bekommt man die Details der Fortschritte gar nicht mehr so richtig mit. Die Nachbarn haben sich anscheinend einen Naturbadeteich einbauen lassen, die Mulde vor Hausreihe 6 ist fertig und beim Mehrfamilienhaus kann man schon unsere spätere Durchfahrt sehen. Bis diese Ende 2022 fertig ist, müssen wir über eine Behelfsstraße zu den Garagen fahren.

Die Farbe des Daumens

Zumindest in Bezug auf von mir gezielt betreute Grünpflanzen ist mein Daumen eher schwarz. Und ich habe es wirklich versucht. Ich habe versucht einen Apfelbaum aus einem Kern zu ziehen:

Ich habe versucht den Ahorn, den wir zu unserer Hochzeit geschenkt bekommen haben, am Leben zu halten (ich hatte sogar zwei Versuche…):

Und ich wollte gerne einen Schmetterlingsflieder aus den Gärten, die vorher auf unserem Baugebiet waren, in unseren Garten pflanzen:

Das einzige, für das ich offensichtlich ein Händchen habe, sind Wildkräuter. Die kommen in unserem Rasen nämlich wirklich prächtig. 🙂

KW 21 – Stand auf der Baustelle

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, diese Woche kam das offizielle Schreiben von Werner Wohnbau: Am 15.6. ist unsere Hausübergabe. Die Arbeiten sind dementsprechend mittlerweile weit fortgeschritten, gestern wurden unsere Steckdosen-Abdeckungen montiert.

Nachdem wir am letzten Wochenende die Elektroinstallation mit unseren Plänen abgeglichen hatten, hatten wir bemerkt, dass noch einige Steckdosen fehlten. Daraufhin haben wir den Innendienst der Elektro-Firma angerufen, der meinte, dass wir uns keine Sorgen machen müssten, das kommt alles noch. Am Freitag hatte uns dann zufällig der Elektriker vor Ort angerufen, weil er eine Frage zur Elektroinstallation in der Garage hatte. Wir haben die Gelegenheit genutzt und ihn nach den fehlenden Steckdosen gefragt. Daraufhin kam heraus, dass er gar nicht den aktuellsten Plan unseres Auftrags hatte, sondern eine Version, in der in den Bädern nur die Standardausstattung eingezeichnet war. Die Elektroplanung für die Bäder konnten wir ja erst machen, nachdem die Sanitärplanung abgeschlossen war, die sich zog wie Kaugummi. Deshalb hatten wir die Elektroplanung für die Bäder später nachgeliefert. Zum Glück konnte der Elektriker für fast alle zusätzlichen Steckdosen noch eine Lösung finden, so dass ich meine Föhn-Steckdose doch noch bekomme. 🙂

Nicht die Föhn-Steckdose, sondern das Arbeitszimmer

Eine nicht so schöne Überraschung war das Silikon, das für die Fußbodenleisten verwendet wurde. Man sieht es auf den Bildern nicht, aber es passt farblich überhaupt nicht zur Holzfarbe des Laminats. Vermutlich hat man einfach die gleiche Kartusche verwendet, die beim Parkett im EG verwendet wurde. Das ist aber viel dunkler als das Laminat in EG und OG. Man hat uns nie zur Silikonfarbe befragt, wir hätten uns definitiv für weiß entschieden bzw. anthrazit bei den Treppenpfosten. Aber das lässt sich jetzt wohl nicht mehr ändern…

Der Garten hielt immerhin eine positive Überraschung bereit, mittlerweile ist das erste Grün zu sehen. 🙂

KW 20 – Stand auf der Baustelle

In dieser Woche wurde weiter an den Böden gearbeitet, außerdem wurden die Innentüren eingebaut. Dem Zeitplan, den Werner Wohnbau im Februar mit dem Bauschlüssel verschickt hat, hängen wir damit ca. 4 Wochen hinterher.

Ankündigung WWTatsächliche Ausführung
KW 8KW 11Aufstellen der Dusch-/Badewannen
KW 16KW 20Montage der Innentüren
KW 17 bis 19LäuftEndmontage der Heizkörper, Sanitäreinrichtungen und Elektroabdeckungen
KW 20FehltMontage der Treppenstufen
KW 21Wohl eher nichtEnde der Arbeiten nach derzeitigem Stand
KW 26Hoffentlich…Ende des Zeitpuffers

In dieser Woche war auch ein Techniker da, der das Aufmaß für die Duschtrennwände genommen hat. Dabei hat er uns darauf hingewiesen, dass im Bad im DG nur sehr wenig Platz zwischen Waschtisch und Dusche ist, wenn man zur Toilette gehen möchte. Hier hätte man das Waschbecken einfach etwas näher an die Tür setzen können, aber das ist nun wohl zu spät… Wir nehmen deshalb nun doch einen Seiteneinstieg in die Dusche, damit man dort etwas mehr Freiraum hat.

Passend zum regnerischen Wetter hat die Gartenbaufirma nun den Rasen gesäht. Wir hoffen, dass unser Garten dann auch schon bald so grün ist wie der Garten nebenan, in dem Rollrasen verlegt wurde. 🙂

KW 18 – Stand auf der Baustelle

Letztes Wochenende gab es einiges zu sehen. Die letzte Wand zur Abgrenzung der Küche wurde endlich eingebaut, gerade noch rechtzeitig, dass der Maler sie tapezieren konnte. Jetzt ist schon alles tapeziert und die beiden oberen Stockwerke sind gestrichen. Auch die Treppe ist abgeschliffen und lackiert. Die Bödenbeläge liegen schon bereit und werden vielleicht noch diese Woche verbaut.

Im Außenbereich wurde die Fläche vor den Garagen und der Weg vor unseren Haustüren gepflastert. In der 6. Hausreihe wurden auch die Terrassenplatten verlegt. Bei dem Gebäude, das vor unserem Grundstück gebaut wird, stehen nun die ersten Wände für das Erdgeschoss.

Man mag es angesichts unserer niedrigen gärtnerischen Ambitionen für übertrieben halten, aber wir haben am Wochenende Bodenproben von unserem Garten genommen und schicken diese an das Raiffeisen-Labor, damit die wichtigsten Parameter bestimmt werden. Mal schauen, wie gut der Mutterboden ist, den Krasniqi angeliefert hat. Der Rasenmäher wird bei den enthaltenen Steinen am Anfang auf jeden Fall etwas leiden, falls die vor dem Ansäen des Rasens nicht abgesammelt werden.

KW 16 – Stand auf der Baustelle

Eigentlich sollte in der KW16 die Firma bei uns starten, die Böden und Wände macht, bislang ist außer einer großen Raufaser-Lieferung noch nichts passiert. Wir haben aber abends den Mitarbeiter der Firma auf der Baustelle getroffen. Er macht ein anderes Haus als erstes, nächste Woche soll es bei uns losgehen.

Dafür waren die Gartenbauer wieder sehr fleißig und haben mit den Zäunen weitergemacht und auch schon die Fundamente für unsere zweite Trennwand gegossen. Unklar ist uns bislang, ob unser Zaun tatsächlich auf unserer Grundstücksgrenze steht. Laut Teilungserklärung haben wir einen Knick im Sondernutzungsrecht, der Zaun ist aber gerade durchgezogen… Da wir keinen bemaßten Plan haben, ist die Prüfung schwierig. Das einzige, was wir wissen, ist, dass unser Sondernutzungsrecht laut Teilungserklärung auf der Ostseite an die Pflasterflächen der Garargen der 4. Hausreihe angrenzt und dass der Gartenbauer unseren Zaun mit knapp 30cm Abstand zu dieser Pflasterfläche aufgestellt hat. Wir versuchen derzeit, das zu klären.

Besonders schön zur Geltung kommt nun auch unser ungeplanter Gulli, der ziemlich mittig im Garten liegt. Und die Stromkästen direkt neben unserem Grundstück haben auch noch einmal Nachwuchs bekommen. Nun ist die Familie hoffentlich komplett, mehr als knapp 3,5m Stromkästen kann doch eigentlich kein Baugebiet gebrauchen…?

Außerdem wurden in dieser Woche die Vordächer in der 5. und 6. Hausreihe montiert und in der 6. Reihe die Trennwände aufgestellt. Während es es dort im Außenbereich also voran geht, sind zumindest im Erdgeschoss der Reihe noch keine Fortschritte zu sehen.