Hätte, hätte – Fahradkette: Elektro

Plane viele Steckdosen ein – haben sie gesagt. Du kannst nie genug Steckdosen haben – haben sie gesagt. Und sie hatten recht. Und obwohl wir die Standard-Elektroplanung von Werner Wohnbau schon massiv erweitert haben, fehlen uns trotzdem Steckdosen und Lichtschalter. Nachrüsten ist in dieser Bauweise schwierig, weil die Kabel alle in den hohlen KS-Steinen verlegt werden und sobald eine Decke auf einem Stockwerk ist, man dort nicht mehr drankommt. Schlitzen in tragenden Wänden geht deshalb aus statischen Gründen wohl nicht. Damit das anderen vielleicht nicht passiert, habe ich in diesen Plänen in Rot eingetragen, was wir alles gerne zusätzlich oder anders gehabt hätten (Arten der Lichtschaltung sind nicht korrekt dargestellt).

Wenn man die Standard-Ausstattung der Häuser kennt, sieht man, dass wir schon deutlich aufgerüstet haben, insbesondere bei den LAN-Dosen. Mindestens eine LAN-Dose pro Stockwerk sollte man aus meiner Sicht mindestens planen, WLAN schafft es nicht wirklich durch eine Betondecke, geschweige denn durch zwei Decken. Unsere zusätzliche Elektroausstattung in der Übersicht:

  • 4 x Steckdose 1-fach
  • 6 x Steckdose 2-fach
  • 1 x Erweiterung Doppel- zu Dreifachsteckdose
  • 4 x Steckdose 3-fach
  • 3 x Netzwerkdose 1-fach
  • 6 x Netzwerkdose 2-fach
  • 1 x Patch
  • Eigener Stromkreis für Multimediaverteiler
  • 2 x Elektroanschluss für Haushaltsgeräte
  • 7 x Rauchmelder
  • zusätzlich zur Standard-Sonderwunsch-Elektroausstattung in der Garage: zusätzliche Lampe hinten, 2x Dreifachsteckdosen

Trotzdem vermissen wir an verschiedenen Stellen Steckdosen und Schalter. Teils haben wir Zimmer anders eingerichtet als geplant, teils haben wir gedacht, dass die Anzahl und Lage der Lichtschalter schon reichen wird. Klar, man kann einiges mit Mehrfachsteckdosen und Philips Hue Lampen kompensieren – ist aber ärgerlich, wenn man gerade neu gebaut hat. Im Nachhinein würden wir uns nicht mehr an unserem vermuteten Bedarf orientieren, sondern konsequent in allen Ecken und an langen Wänden auch mittig Steckdosen platzieren. Lichtschalter würden wir insbesondere für die Flure im OG und DG neben jeder Tür des Flurs platzieren und jedes Flurlicht auch im darüber- und darunterliegenden Stockwerk schaltbar machen. Sonst steht man zu oft oben und hat mal wieder unten vergessen das Licht auszuschalten…

Mit der Zeit…

Nach der Übergabe sind uns mit der Zeit noch einige Fehler mehr aufgefallen, die wir mit Werner Wohnbau und den Gewerken klären mussten. Das war tatsächlich gar kein Problem, diese Fehler wurden schon fast alle behoben. Auch von den Mängeln, die wir direkt bei der Übergabe zu Protokoll gegeben haben, fehlen nur noch zwei Korrekturen (begrünbarer Gullideckel und die Fugenfarbe im Bad im OG). Folgende Punkte sind noch dazu gekommen:

  • Beauftragte Rauchmelder nicht installiert
  • Pins von Netzwerkkabeln nicht belegt bzw. Kabel vertauscht angeschlossen
  • Abläufe zwischen Waschbecken vertauscht
  • Falsche Ablaufgarnitur im Bad DG
  • Heizung im DG rechts funktionierte nicht
  • Falsches Schloss (geringerer Sicherheitsstandard) in der Terrassentür

Für einen Lichtschalter im DG, den der Elektroinstallateur ohne Absprache an einer anderen Stelle installiert hatte, hat die Firma eine gute Lösung gefunden. Die Lampe wird jetzt über Funk gesteuert und den Funkschalter konnten wir einfach an die gewünschte Stelle kleben. Dort konnte aufgrund des Trockenbaus kein normaler Schalter verbaut werden. Den ursprünglichen Schalter haben wir in der Wand gelassen, falls wir den Schrank, der jetzt davor steht, einmal aussortieren und der Schalter dann wieder zugänglich ist.

Links der Funkschalter, rechts das Original

Auch der größte Mangel ist mittlerweile behoben, das falsch platzierte Waschbecken ist jetzt näher an der Wand. Nicht ganz so nah wie urspünglich geplant, aber trotzdem deutlich näher. So ließ sich der Aufwand einigermaßen in Grenzen halten, das Waschbecken wurde abmontiert, die Steckdosen verlegt, alle angebohrten Fliesen ausgetauscht und das Waschbecken wieder angebracht. Die neue Position macht tatsächlich einen deutlichen Unterschied für den Raum.

Aufgrund von Nachfragen kommen hier Bilder von unserem Medienverteiler und der Verbindung des Routers, den wir im Technikschacht aufgehängt haben:

Bei dem Kaffeefleck, mit dem sich der Monteur unserer Duschtrennwand unter dem Silikon verewigt hat, haben wir beschlossen, dass wir ihn mit Humor und als Andenken an die Bauzeit nehmen.

Was wir gelernt haben – Innen

Jetzt sind wir schon mehr als ein Vierteljahr im Haus. Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden mit allem, aber natürlich fallen einem im allmählich beginnenden Alltag immer wieder mal Dinge auf, die man jetzt anders machen würde. Für zukünftige Hausbauende folgt deshalb hier eine Übersicht über alles, was wir aus unserer Bauzeit gelernt haben:

  • Handwerker haben oft Recht: Zumindest wir haben bei einem Großteil der Beratungen durch Gewerke und Werner Wohnbau gute Erfahrungen gemacht und gute Tipps bekommen.
  • Aber nicht immer: Mit der Zeit haben wir aber gemerkt, dass Handwerker nicht immer Recht haben – insbesondere wenn es um Mängel geht. Deshalb sollte man Aussagen und Ausführungen bei den leistesten Zweifeln immer hinterfragen. Misstrauen ist zwar nicht schön, aber wenn es um so viel Geld geht, sinnvoll. Lieber schaut man noch einmal in die Bilder vom Rohbau, ob Aussagen zur Installationsreihenfolge (und damit zum Verursacher eines Mangels) wirklich hinkommen. Oder prüft die Pläne, ob der Durchgang zur Toilette wirklich so eng geplant war oder ob nicht das Waschbecken falsch montiert wurde.
  • Sich für alles Pläne geben lassen: Mit dem vorherigen Punkt hängt auch zusammen, dass man sich für alles aktualisierte Pläne geben lassen sollte. Wir hatten uns von Werner Wohnbau für die Elektroplanung neue Badpläne erstellen lassen, nachdem wir unsere Sanitärgegenstände bemustert hatten. Nur deshalb hatten wir einen Nachweis, dass das Waschbecken falsch positioniert war, normalerweise sind die Sanitärgegenstände nicht bemaßt eingezeichnet.
  • Alles immer fotografieren, aus allen Blickwinkeln: Für Diskussionen zu Mängeln und deren Verursachern ist es extrem hilfreich, wenn man alles fotografiert hat. Das ist natürlich schwierig, so lange man noch keinen Bauschlüssel hat, aber wir haben dafür immer die DEKRA-Audits genutzt. So hatten wir zum Beispiel Bilder, auf denen klar sichtbar war, dass unser Waschbecken im DG falsch positioniert wurde, bevor der Elektriker die dazugehörigen Löcher für die Steckdosen gebohrt hat. So übernimmt Werner Wohnbau auch die Neupositionierung der Steckdosen, sonst hätten wir das zahlen müssen. (Oder mit Steckdosen leben müssen, die hinter dem Wasserhahn sitzen.)
  • Immer Anteil von Rechnung zurückhalten, wenn möglich: Bei Diskussionen zur Beseitigung von Mängeln ist es hilfreich, wenn man etwas Geld von der Rechnung zurückhält, bis eine Leistung wirklich ordnungsgemäß ausgeführt wurde. Das war nach Ankündigung immer problemlos möglich, auch wenn das Zahlungsziel dadurch deutlich überschritten wurde.
  • Die Wünsche im Blick behalten: Wir wollten unbedingt Waschbecken mit einem dünnen Rand, damit dieser gar nicht erst einstauben kann. Bei unserem Doppelwaschtisch in unserem Hauptbad hat dies auch wunderbar geklappt (linkes Bild). Warum wir uns beim gleichen Termin für das Bad im Dachgeschoss für einen Waschtisch mit extra-breitem Rand entschieden haben (rechtes Bild)? Kein Ahnung. Wir haben vor lauter Entscheidungen wohl einfach unsere Vorstellungen aus dem Blick verloren. Keine Ahnung, wie man das vermeiden kann…
  • Duschwände: Wir haben normale Duschwannen und Duschwände aus Glas. Bei der Auswahl der Duschwände standen wir ziemlich planlos im Geschäft und mussten uns entscheiden ohne die Unterschiede zu kennen bzw. erklärt zu bekommen. Für alle, die ähnlich hilflos vor der Entscheidung stehen, hier eine ganz hilfreiche Erklärung der unterschiedlichen Dichtigkeit von Duschtüren: https://www.provex.eu/de/spritzwasserdichtigkeit.html. Wir haben zum Glück, ohne es bewusst zu planen, Modelle mit horizontalem Rahmen erwischt, die relativ dicht sind.
  • Wasserhähne: Der Punkt ist eventuell etwas speziell, aber ich habe offensichtlich eine Vorliebe für im Verhältnis zum Waschbecken gut proportionierte Wasserhähne. Wusste ich vor der Bauzeit auch nicht, aber es nervt mich, wenn der Wasserstrahl zu dicht am hinteren (wie im DG-Bad) oder zu dicht am vorderen Waschbeckenrand (ein bisschen im Gäste-WC) ist. Dann spritzt es nämlich unnötig. Im Bad im OG und in der Küche ist es zum Glück perfekt. 🙂 Den hansgrohe-ComfortZone Test, der genau passende Kombinationen testet, habe ich leider erst nach unserer Bauzeit gefunden, als es zu spät war: https://www.hansgrohe.de/bad/ratgeber/produktberatung/kombination-armatur-waschbecken. Im Bad im DG tauschen wir die Armatur im Nachgang nun noch.
  • Lichtauslässe für Spiegelschränke: In unserem Bad im OG haben wir einen Lichtauslass für einen Spiegelschrank inkl. dazugehörigem Lichtschalter. Der Lichtauslass ist Standardausstattung, den Schalter haben wir zusätzlich beauftragt. In unserem Bad im DG haben wir (aus welchem Grund auch immer) keinen zusätzlichen Schalter zum Standard-Lichtauslass geplant. Die Konsequenz ist nun, dass wir für das Bad im DG nur beleuchtete Spiegel kaufen können, die einen eigenen Schalter eingebaut haben. Die Auswahl ist dadurch deutlich beschränkt. Beim nächsten Mal würden wir auf jeden Fall auch hier einen Schalter für den Lichtauslass einplanen, damit man nicht unnötig eingeschränkt bei der Möbelauswahl ist. Zudem ist es bei unserer Elektroplanung so, dass die Steckdosen im Spiegelschrank nur an sind, wenn das Licht vom Spiegelschrank angeschaltet ist. Ziemlich unpraktisch, weil man in der Regel an den Steckdosen ja etwas laden will. Das lässt sich leider aber nur mit größeren Bauarbeiten ändern, weil dafür neue Kabel gezogen werden müssten.
  • Dunkle Fugen: Auch wenn es eigentlich der Job des Bauleiters ist, beim nächsten Mal würden wir mehr Wert darauf legen, dass auf der Baustelle sauberer gearbeitet und abgedeckt wird. Wir haben (bzw. hatten) dunkle Fugen im Bad im OG. Diese wurden auch richtig ausgeführt (s.u.), aber danach wurde ziemlich viel in die Wände gebohrt. Laut Fliesenleger verbinden sich Staub und Fugenfüllung zu einer untrennbaren Mischung. So haben wir jetzt hellgraue Fugen und warten noch darauf, dass Werner Wohnbau eine Lösung dafür finden.
  • Verkofferung im Gäste-WC: Im Standard ist im Gäste-WC nur hinter der Toilette für die Anschlüsse verkoffert. Da alle Anschlüsse hinter dieser Verkofferung sind, gehen die Anschlüsse beim Waschbecken nicht, wie normal, nach hinten weg, sondern nach rechts zur Seite. Das sieht blöd aus und man kann keinen normalen Waschbeckenunterschrank montieren. Die unten verlinkte Lösung fand ich ziemlich gut, habe sie aber zu spät gesehen. Wenn man einfach durchgehend auch hinter dem Waschbecken verkoffert, sind alle Problemchen gelöst.
  • Fußleisten: Wir haben uns für weiße Fußleisten entschieden, weil wir das hübscher fanden. In der Praxis wären Fußleisten in dem Holzton des Fußbodens eventuell doch etwas praktischer gewesen. Zum einen liegen die Fußleisten nicht perfekt an der Wand an und sind nicht 100%ig perfekt zugeschnitten. Die daraus resultierenden Schatten fallen bei weißen Fußleisten vermutlich deutlich stärker auf als bei farbigen. Das war aber eher vor dem Umzug störend – wenn man erstmal Gegenstände in den Räumen hat, fällt es gar nicht mehr so sehr auf. Nach dem Umzug stört es eher, dass man den Staub auf den weißen Leisten gleich sieht. 😉
  • Treppengeländer: Über das Treppengeländer haben wir uns nicht viele Gedanken gemacht. Im Nachhinein hätte ich es nicht schlecht gefunden, wenn wir statt des Treppengeländers auch vom OG ins DG eine geschlossene Wand gemacht hätten, wie unten zu sehen. Das ist zum einen hübscher als das nicht sehr ansehnliche Treppengeländer aus Metall, zum anderen deutlich putzfreundlicher. Vom EG ins OG ist die Wand sowieso geschlossen, weil wir dort den Abstellraum unter der Treppe haben.
  • Steckdosen: Man bekommt es ja in der Regel vor dem Bau gesagt: Plant mehr Steckdosen ein als ihr für notwendig haltet. Haben wir auch gemacht, aber trotzdem fehlen an einigen Stellen dann doch noch Dosen… Meist ist es kein Beinbruch, aber an einigen Stellen nervt es schon ein bisschen. Eigentlich muss man wahrscheinlich in jede (wirklich jede) Ecke zwei Steckdosen planen, so würden wir es auf jeden Fall beim nächsten Hausbau (also hoffentlich nie) machen.
  • Lichtschalter: Das gleiche gilt für Lichtschalter. In der Standardausstattung sind die Lichtschalter nur sehr sparsam platziert und wir haben leider nur im EG Lichtschalter ergänzt. Immerhin, denn in Standard ist nur ein einziger Lichtschalter für die Wohnzimmerbeleuchtung vorgesehen (und zwar am Treppenaufgang🤷🏽‍♀️), so dass man, wenn man von der Terrasse ins Haus kommt, im Dunkeln durch das komplette Wohnzimmer laufen müsste, bis man Licht anschalten kann. Trotzdem würde ich mir noch einen zusätzlichen Lichtschalter fürs Wohnzimmer direkt an der Couch wünschen. Auch wäre es schön, wenn man in der Küche das Küchenlicht anschalten könnte und nicht nur neben der Tür zum Flur. Das ist nicht weit, stört aber bei den Arbeitsabläufen. In den Fluren haben wir leider gar keine Schalter ergänzt, genauso wenig wie an den Treppenauf- bzw. abgängen. Im Nachhinein würde ich an jeden Treppeneinstieg Schalter für das Flurlicht des aktuellen Stockwerks und für das Flurlicht des nächsten Stockwerks platzieren. Und zwar wirklich direkt an der Treppe und nicht an einer Wand in der Nähe, wie es im Standard manchmal ist. Zudem würde ich Schalter für das Flurlicht an jeder Tür auf dem Stockwerk planen. Es sieht auf den Plänen immer nicht weit aus, aber es stört (mich) ziemlich, wenn man bis zum nächsten Schalter durch den halben dunklen Flus muss. Im Flur im DG ist beispielsweise nur ein einziger Schalter fürs Flurlicht direkt an der Treppe. Das bedeutet, dass man, wenn man aus dem linken Zimmer kommt, erst dann das Licht anschalten kann, wenn man den Flur wieder verlässt. Das Flurlicht im OG kann man vom DG aus im Standard gar nicht anschalten. Die Lösung für mich ist, dass wir Lampen mit Bewegungsmelder installieren, aber die ziehen natürlich blöderweise auch im Standby Strom.
  • Elektrische Rollläden an Terrassentür: Eine wirkliche Fehlentscheidung von uns war es, auf elektrische Rollläden an der Terrasse zu verzichten. Wir waren bislang Gurtwickler gewöhnt und konnten in elektrischen Rollläden keinen Mehrwert demgegenüber sehen. Allerdings sind die Rollläden an der Terrassentür nicht mit einem Gurtwickler, sondern mit einer Kurbel. Und das ist ein himmelweiter Unterschied hinsichtlich der Handhabung. Es nervt, aber es gibt offensichtlich keine Alternative, wenn man dort keinen Strom in der Nähe hat, so dass wir wohl bei der Kurbel bleiben müssen.
  • Elektroanschluss für Markise: Ein weiterer Nachteil daran, wenn man keine elektrischen Rollläden an der Terrasse hat, ist, dass man von dort nicht einfach einen Stromanschluss für eine Markise nach außen nachrüsten lassen kann. Aber was wir für den Außenbereich gelernt haben, wird noch ein anderer Beitrag.
  • Stromzähler: Bei uns ist der Stromzähler und die Hauptsicherung in einem Kasten im Flur. Das kostet zum einen 10 cm Flur, was bei einem sowieso schon kleinen Flur weh tut. Zum anderen muss man ja auch noch (selten) die Tür zu dem Kasten öffnen können, was die Flurnutzung noch mehr einschränkt. Ich weiß nicht, ob es ginge, aber es wäre schlauer gewesen, wenn man zumindest die Öffnung des Kastens in Richtung des Gäste-WCs gemacht hätte. Dann könnte man die Garderobe bis an die Wand ranstellen.
  • Größerer Medienverteiler: Wir haben bei uns im Haus 14 Netzwerkdosen, die alle im Medienverteiler im EG mit Patch und Switch verbunden werden müssen. Eigentlich sollte es heutzutage nicht ungewöhnlich sein, dass jeder Raum im Haus 1-2 Netzwerkdosen hat. Im Medienverteiler kann man diese Anzahl jedoch kaum unterbringen, erst der dritte Switch, den wir dann mit abgespecktem Funktionsumfang bestellt haben, passte überhaupt in den Verteiler.
  • Weniger Ecken und Kanten: Generell würde ich beim nächsten Mal noch mehr darauf achten, dass es im Haus weniger unnötigen Ecken gibt, die beim Putzen nerven. Das Haus ist ganz offensichtlich von einer Person geplant worden, die nicht selbst saugt (bzw. keinen Staubsaugerroboter hat). Es ist beispielweise ziemlich unnötig, dass die Wand beim Abstellraum unter der Treppe ca. 10 cm nach hinten versetzt ist und es dadurch zwei Ecken mehr gibt, ohne einen sichtbaren Nutzen.

Bei allen Punkten ist es grundsätzlich Meckern auf hohem Niveau, wir sind im Großen und Ganzen sehr zufrieden und am Ende gewöhnt man sich an das meiste. 🙂

KW 21 – Stand auf der Baustelle

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, diese Woche kam das offizielle Schreiben von Werner Wohnbau: Am 15.6. ist unsere Hausübergabe. Die Arbeiten sind dementsprechend mittlerweile weit fortgeschritten, gestern wurden unsere Steckdosen-Abdeckungen montiert.

Nachdem wir am letzten Wochenende die Elektroinstallation mit unseren Plänen abgeglichen hatten, hatten wir bemerkt, dass noch einige Steckdosen fehlten. Daraufhin haben wir den Innendienst der Elektro-Firma angerufen, der meinte, dass wir uns keine Sorgen machen müssten, das kommt alles noch. Am Freitag hatte uns dann zufällig der Elektriker vor Ort angerufen, weil er eine Frage zur Elektroinstallation in der Garage hatte. Wir haben die Gelegenheit genutzt und ihn nach den fehlenden Steckdosen gefragt. Daraufhin kam heraus, dass er gar nicht den aktuellsten Plan unseres Auftrags hatte, sondern eine Version, in der in den Bädern nur die Standardausstattung eingezeichnet war. Die Elektroplanung für die Bäder konnten wir ja erst machen, nachdem die Sanitärplanung abgeschlossen war, die sich zog wie Kaugummi. Deshalb hatten wir die Elektroplanung für die Bäder später nachgeliefert. Zum Glück konnte der Elektriker für fast alle zusätzlichen Steckdosen noch eine Lösung finden, so dass ich meine Föhn-Steckdose doch noch bekomme. 🙂

Nicht die Föhn-Steckdose, sondern das Arbeitszimmer

Eine nicht so schöne Überraschung war das Silikon, das für die Fußbodenleisten verwendet wurde. Man sieht es auf den Bildern nicht, aber es passt farblich überhaupt nicht zur Holzfarbe des Laminats. Vermutlich hat man einfach die gleiche Kartusche verwendet, die beim Parkett im EG verwendet wurde. Das ist aber viel dunkler als das Laminat in EG und OG. Man hat uns nie zur Silikonfarbe befragt, wir hätten uns definitiv für weiß entschieden bzw. anthrazit bei den Treppenpfosten. Aber das lässt sich jetzt wohl nicht mehr ändern…

Der Garten hielt immerhin eine positive Überraschung bereit, mittlerweile ist das erste Grün zu sehen. 🙂

KW 12 – Stand auf der Baustelle

Der Fliesenleger ist weiterhin fleißig, dafür waren die Gartenbauer diese Woche wohl woanders aktiv. Wir hatten ja gehofft, dass im Außenbereich diese Woche gepflastert wird. Dafür geht es immerhin im Technikbereich voran.

In der 6. Hausreihe starten nun wohl so langsam die Trockenbauer mit ihren Arbeiten.

Strom für die Garage

Da unsere Garage sehr groß ist, bietet es sich an, sie nicht nur für das Auto zu nutzen. Wir wollen ans Kopfende auf jeden Fall auch eine Werkbank stellen. Den Sonderwunsch „Elektroinstallation in der Garage“ haben wir schon im Februar beauftragt. Wir würden aber gerne auch noch zusätzliche Steckdosen installieren. Komischerweise können weder Werner Wohnbau noch der Elektriker uns sagen, wo die schon beauftragten Steckdosen eingebaut werden. Nach unserem beharrlichen Nachfragen dürfen wir nun die Lage unserer Steckdosen und Lampen in eine Skizze eintragen, damit wir diese später wie geplant nutzen können.

Elektroplanung – Letzter Teil

Auch wenn wir den Hauptteil der Elektroplanung eigentlich schon Anfang Januar erledigt hatten, ganz abschließen konnten wir die Aufgabe erst jetzt.

Anfang Januar hatten wir alles geplant, was nicht in den Bereichen von Sonderwünschen oder den Bädern lag. Nach unserem Übergabegespräch mit Werner Wohnbau und der anschließenden Beauftragung der Sonderwünsche Mitte Februar warteten wir dann auf die überarbeiteten Elektropläne vom Elektriker. Und warteten, und warteten. Auch Nachfragen halfen nicht. Aber es war die Zeit des Lockdowns, es lief natürlich nirgendwo alles ganz glatt. Ende April musste es dann auf einmal ganz schnell gehen. Da wir uns zum Glück vorher schon Gedanken gemacht hatten, konnten wir auch schnell liefern und Elektro Kummer beantwortete die noch offenen Fragen enorm schnell, gerne schon um sechs Uhr morgens. Nachdem das Erdgeschoss Ende April gemauert war, verstanden wir auch, warum die Eile geboten war. Mitte Mai waren schon alle Kabel im Erdgeschoss verlegt.

Nun fehlte nur noch die Elektroplanung für die Bäder. Da wir nicht die Standardprodukte von Werner Wohnbau wollten, mussten wir die Bemusterung bei Pfeiffer und May und die anschließende Planung durch den Sanitärbetrieb abwarten. Der Termin für die Sanitärbemusterung war Mitte Mai, wir dachten, dass die Planungen dann auch schnell abgeschlossen werden könnten. (Die langwierige Angebotserstellung für die Bäder ist aber Thema für einen eigenen Beitrag…) Es dauerte auf jeden Fall bis Ende August, aber nun haben wir die Elektroplanung tatsächlich für alle Zimmer abgeschlossen. Wir haben zwar schon an der einen oder anderen Stelle Zweifel, ob unsere Planungen so richtig sind, aber das ist wohl normal…

Am Ende kommen folgende Installationen zur Standardausstattung dazu:

  • 2 zusätzliche Lichtschalter
  • 7 Einfachsteckdosen
  • 5 Doppelsteckdosen
  • 3 Dreifachsteckdosen
  • 3 Steckdosen-Erweiterungen (1 auf 2fach)
  • 1 Steckdosen-Erweiterung (2 auf 3fach)
  • 3 Steckdosen mit eigenem Stromkreislauf
  • 5 doppelte Netzwerkdosen
  • 3 einfache Netzwerkdosen
  • Patch und Switch für das Netzwerk

Außerdem haben wir fast alle TV-Dosen gestrichen, weil wir darauf setzen, dass wir weiterhin nur über das Internet fernsehen. Genug Netzwerkdosen haben wir auf jeden Fall. 🙂 Die Netzwerkdosen sind zum Teil auch dafür vorgesehen, auf jeder Etage das WLAN zu verteilen, da dies bei den Betondecken sonst schwierig wird.

Die Firma Kummer, die für die Ausführung zuständig ist, war wirklich sehr hilfsbereit und stand für Fragen immer zur Verfügung. Einen Extra-Pluspunkt bekommt sie für die transparente Angebotserstellung, bei der jede Gutschrift für die gestrichenen Positionen aus der Standardausstattung ausgewiesen wird.

Elektroplanung – Erster Teil

Über die Feiertage haben wir uns mit der Elektroplanung beschäftigt. Dafür waren wir kurz vor Weihnachten noch einmal im Musterhaus, um uns die Steckdosen und Lichtschalter besser vorstellen zu können. In Absprache mit Elektro Kummer lassen wir die Bereiche des Hauses, in denen wir Sonderwünsche planen, noch frei. Die Elektroplanungen liefern wir nach, nachdem wir das Übergabegespräch mit Werner Wohnbau hatten.

Wir planen folgende Elektroinstallationen zusätzlich zur Standardausstattung:

  • 1 zusätzlicher Lichtschalter (neben der Terassentür fürs Wohnzimmer)
  • 6 Einfachsteckdosen
  • 5 Doppelsteckdosen
  • 1 Dreifachsteckdose
  • 2 Steckdosen-Erweiterungen
  • 5 doppelte Netzwerkdosen
  • 1 einfache Netzwerkdose
  • Patch und Switch für das Netzwerk

Da sich vielleicht andere Bauleute die gleichen Fragen zur Elektroplanung stellen wie wir, habe ich hier die Antworten aufgelistet, die wir von Elektro Kummer auf unsere Fragen bekommen haben:

  • Eine Dreifachsteckdose kostet ca. 30€ mehr als eine Doppelsteckdose.
  • Das Upgrade von einer Zweifach- auf eine Dreifachsteckdose kostet so viel wie das Upgrade von einer Einfach- auf eine Zweifachsteckdose.
  • Bei Steckdosen, die auf Standardhöhe installiert werden sollen, muss man in der Planung keine Höhe angeben.
  • Patch und Switch können auch über Elektro Kummer beauftragt werden.
  • Netzwerkdosen sind Kat 7.
  • Wenn man TV-Anschlüsse streicht, spart man die Kosten, die in der Preisliste angegeben werden.

[Update der zusätzlichen Elektroinstallation nach endgültigem Versand der Mail an Elektro Kummer am 12.1.20 :-)]

Die Arbeit beginnt

Gestern hatten wir ein Schreiben von Elektro Kummer im Briefkasten mit der Bitte, die Elektroplanung bis zum 10.1.20 abzuschließen. Da wir aber noch kein Übergabegespräch hatten, wissen wir bei einigen Sonderwünschen noch gar nicht, ob sie so funktionieren, wie wir es uns vorstellen. Fraglich, ob man so eine sinnvolle Elektroplanung machen kann.

Zum Glück hatten wir schon vorher einen Termin zur Küchenplanung ausgemacht. Wenn alles klappt, hilft uns das ja auf jeden Fall schon weiter.

Wenn man sich diese Zeitschiene eines anderen Bauvorhabens von Werner Wohnbau anschaut, dann könnte es bei den Bemusterungen bald Schlag auf Schlag gehen: http://wernerwohnbaubickenbach.blogspot.com/p/bau-zeitraum.html.