KW 21 – Stand auf der Baustelle

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, diese Woche kam das offizielle Schreiben von Werner Wohnbau: Am 15.6. ist unsere Hausübergabe. Die Arbeiten sind dementsprechend mittlerweile weit fortgeschritten, gestern wurden unsere Steckdosen-Abdeckungen montiert.

Nachdem wir am letzten Wochenende die Elektroinstallation mit unseren Plänen abgeglichen hatten, hatten wir bemerkt, dass noch einige Steckdosen fehlten. Daraufhin haben wir den Innendienst der Elektro-Firma angerufen, der meinte, dass wir uns keine Sorgen machen müssten, das kommt alles noch. Am Freitag hatte uns dann zufällig der Elektriker vor Ort angerufen, weil er eine Frage zur Elektroinstallation in der Garage hatte. Wir haben die Gelegenheit genutzt und ihn nach den fehlenden Steckdosen gefragt. Daraufhin kam heraus, dass er gar nicht den aktuellsten Plan unseres Auftrags hatte, sondern eine Version, in der in den Bädern nur die Standardausstattung eingezeichnet war. Die Elektroplanung für die Bäder konnten wir ja erst machen, nachdem die Sanitärplanung abgeschlossen war, die sich zog wie Kaugummi. Deshalb hatten wir die Elektroplanung für die Bäder später nachgeliefert. Zum Glück konnte der Elektriker für fast alle zusätzlichen Steckdosen noch eine Lösung finden, so dass ich meine Föhn-Steckdose doch noch bekomme. 🙂

Nicht die Föhn-Steckdose, sondern das Arbeitszimmer

Eine nicht so schöne Überraschung war das Silikon, das für die Fußbodenleisten verwendet wurde. Man sieht es auf den Bildern nicht, aber es passt farblich überhaupt nicht zur Holzfarbe des Laminats. Vermutlich hat man einfach die gleiche Kartusche verwendet, die beim Parkett im EG verwendet wurde. Das ist aber viel dunkler als das Laminat in EG und OG. Man hat uns nie zur Silikonfarbe befragt, wir hätten uns definitiv für weiß entschieden bzw. anthrazit bei den Treppenpfosten. Aber das lässt sich jetzt wohl nicht mehr ändern…

Der Garten hielt immerhin eine positive Überraschung bereit, mittlerweile ist das erste Grün zu sehen. 🙂

KW 20 – Stand auf der Baustelle

In dieser Woche wurde weiter an den Böden gearbeitet, außerdem wurden die Innentüren eingebaut. Dem Zeitplan, den Werner Wohnbau im Februar mit dem Bauschlüssel verschickt hat, hängen wir damit ca. 4 Wochen hinterher.

Ankündigung WWTatsächliche Ausführung
KW 8KW 11Aufstellen der Dusch-/Badewannen
KW 16KW 20Montage der Innentüren
KW 17 bis 19LäuftEndmontage der Heizkörper, Sanitäreinrichtungen und Elektroabdeckungen
KW 20FehltMontage der Treppenstufen
KW 21Wohl eher nichtEnde der Arbeiten nach derzeitigem Stand
KW 26Hoffentlich…Ende des Zeitpuffers

In dieser Woche war auch ein Techniker da, der das Aufmaß für die Duschtrennwände genommen hat. Dabei hat er uns darauf hingewiesen, dass im Bad im DG nur sehr wenig Platz zwischen Waschtisch und Dusche ist, wenn man zur Toilette gehen möchte. Hier hätte man das Waschbecken einfach etwas näher an die Tür setzen können, aber das ist nun wohl zu spät… Wir nehmen deshalb nun doch einen Seiteneinstieg in die Dusche, damit man dort etwas mehr Freiraum hat.

Passend zum regnerischen Wetter hat die Gartenbaufirma nun den Rasen gesäht. Wir hoffen, dass unser Garten dann auch schon bald so grün ist wie der Garten nebenan, in dem Rollrasen verlegt wurde. 🙂

KW 19 – Stand auf der Baustelle

Im letzten Urlaub im Sommer 2020 waren wir nach 3 Wochen ohne Baustellenbesuch hoffnungsfroh auf die Baustelle gekommen und mussten enttäuscht feststellen, dass sich während unseres Urlaubs nichts getan hatte. Nun waren wir nur eine knappe Woche (inkl. Feiertag) urlaubsbedingt nicht auf der Baustelle und wurden nach unserer Rückkehr sehr positiv überrascht: es wird langsam wohnlich! Das Parkett im Erdgeschoss und das Laminat in den oberen Stockwerken wurde verlegt, es fehlen nur noch einige Fußleisten. Gestrichen ist jetzt auch fast alles.

Und auch in den Bädern sieht es mittlerweile sehr weit aus, es fehlen nur noch ein paar Armaturen und die Duschwände. Allerdings wurden zwei Klos und zwei Armaturen falsch eingebaut, da muss noch korrigiert werden.

Umweltbewusstes Bauen

Beim Hausbau kann man auf so vieles achten, dass man gar nicht so richtig weiß, wo man anfangen und aufhören soll. Selbst wenn man mit einem Bauträger wie Werner Wohnbau baut, bei dem man man im Vergleich zu anderen Hausbauprojekten viele Entscheidungen abgibt, ist das so, wenn man ein paar individuelle Details haben möchte.

Jede/r setzt bei diesen Entscheidungen eigene Schwerpunkte, es soll optisch gefallen, praktisch sein, im Budget liegen, regional und/oder unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt sein…

Ein weiterer Bereich, den man bei seinen Entscheidungen auch berücksichtigen kann, ist das umweltfreundliche Bauen. Wir haben da nicht immer dran gedacht und manchmal ist es schlicht nicht möglich. Unterstützung gibt es zum Beispiel in der Broschüre des Umweltbundesamts Umwelt- und gesundheitsverträgliche Bauprodukte. Listen von Bauprodukten, die bestimmte umwelt- und gesundheitsbezogene Kriterien erfüllen, gibt es auf der Homepage des Blauen Engels.

Folgende Erfahrungen zum umweltfreundlichen Bauen mit Werner Wohnbau haben wir bislang gemacht:

  • Wärmedämmverbundsystem: Ich hätte gerne ein WDVS mit Blauem Engel gehabt. Dies war als Sonderwunsch aber leider nicht möglich, da über die komplette Hausreihe hinweg das gleiche System verbaut wird. Ich hätte auch gerne eine andere Fassadenfarbe gehabt, auf der man Grünbeläge nicht so schnell sehen würde, aber so etwas ist leider auch nicht möglich. (Weiß als Außenfarbe ist doch so ziemlich das Unpraktischste, was es gibt…)
  • KfW-Standard: Werner Wohnbau bietet als Sonderwunsch einen KfW-Standard an, ich bin mir aber nicht mehr ganz sicher welchen. Wir haben uns damals nicht dafür entschieden. Laut unserem Verkäufer ist der einzige Unterschied zur Standardausstattung, dass es bei der Lüftungsanlage eine Wärmerückgewinnung gibt. Die Dämmung ist auch im Standard mit 20cm schon sehr gut.
  • Solarthermie: Solche Sonderwünsche bietet Werner Wohnbau nicht an. Da wir mit einem eigenen Blockheizkraftwerk heizen und dort mit dem Kaufvertrag automatisch vertraglich gebunden sind, ist eine andere Art der Wärmeerzeugung nicht sinnvoll möglich.
  • Kamin: Natürlich könnte man einen Kamin einbauen lassen und zumindest im EG mit Holz heizen. Ich hätte aus Gemütlichkeitsgründen gerne einen Kamin gehabt, jedoch wurde uns von der Verbraucherzentrale davon abgeraten, da unser Haus schlicht zu gut gedämmt ist. Es würde deshalb schon nach kurzer Zeit viel zu warm werden.
  • Sanitär: Um die schier überwältigende Auswahl an Produkten einzugrenzen, haben wir hier zunächst auf Regionalität geachtet. Duravit und hansgrohe kommen von hier, da haben wir immer zuerst geschaut. Es sind aber am Ende auch Produkte von Cara und Grohe geworden. Bei den Armaturen haben wir für die Bäder Versionen ausgewählt, die in der Mittelstellung kalt sind. So ist man automatisch weniger verlockt sich die Hände warm zu waschen. Das haben wir von unserer aktuellen (sehr sparsamen) Vermieterin gelernt. 🙂 Ansonsten haben Umweltkriterien aber eine untergeordnete Rolle gespielt. Man hätte die Spülkästen und Duschbrausen auch mit einem Blauen Engel auswählen können, aber da haben wir nicht dran gedacht.
  • Böden: Wir haben die Böden als Sonderwunsch bei Werner Wohnbau beauftragt. Die Firma, bei der wir bemustert haben, arbeitet mit der Firma Meister zusammen, die glücklicherweise Böden im Angebot hat, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind.
  • Wandfarbe: Auch die Wände haben wir bei Werner Wohnbau als Sonderwunsch beauftragt. Das wird von der Firma gemacht, die auch die Böden verlegt. Auch hier ist die Tapete mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Die Innenfarben zwar nicht, sie sind aber laut Hersteller emissionsarm, lösemittel- und weichmacherfrei.
  • Zaun: Wir waren uns lange nicht ganz sicher, was für ein Zaun es wird. Ein Zaun mit Holzschutzmittelanstrich kam für uns aber auf jeden Fall nicht in Frage, deshalb haben wir bei den Holzzäunen immer nach Lärche geschaut.
  • Garten: Der Garten soll im Rahmen des Möglichen und unserer Fähigkeiten insekten- und biodiv-freundlich gestaltet werden und Trockenheit abkönnen. Hier stehen wir aber noch ganz am Anfang… Ideen für Pflanzen werden wir auch bei bio.og recherchieren, dort hat die Stadt Offenburg trockenheitsverträgliche Pflanzen zusammengestellt.
  • Ladeanschluss für ein E-Auto: Haben wir nicht dran gedacht, auch wenn man es für die Zukunft vielleicht hätte gebrauchen können. Andererseits ist die Lage unseres Baugebiets so ideal, dass die Garage vielleicht in der Zukunft eher als Lagerfläche genutzt wird. Der ICE-Bahnhof ist keine 5 Gehminuten entfernt, der ZOB kommt vor die Haustür, zwei Carsharing-Anbieter sind am Bahnhof vertreten. Außerdem haben wir Fahrräder und sind gut zu Fuß. Falls wir doch mal ein Elektroauto haben wollen, ist aber zumindest ein normaler Stromanschluss in der Garage. Da die Garage nach Süden ausgerichtet ist, könnte man vielleicht sogar eine Solaranlage auf dem Dach installieren.

Es gibt bestimmt noch viel mehr Punkte, die man in seine Entscheidungen hätte einbeziehen können. Wenn mir noch mehr einfällt, ergänze ich die Liste. Tipps nehme ich auch gerne in den Kommentaren entgegen. Tatsächlich wird im Haus ja auch noch viel verbaut, das man als Laie gar nicht kennt. Umso erfreuter bin ich immer, wenn ich auf der Baustelle mir unbekannte Baumaterialien entdecke, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind (siehe Bild oben). Ich glaube aber nicht, dass Werner Wohnbau da ein besonderen Schwerpunkt bei der Auswahl drauf legt, dann würden sie bestimmt damit werben. 😉

PS: Es gibt für die Zeit nach der Bauphase auch diese Broschüre vom Umweltbundesamt: Gesund und umweltfreundlich einrichten. 🙂

Böden, Türen, Wände…

Da wir die Böden und Wandfarben als Sonderwunsch bei Werner Wohnbau beauftragt haben, haben wir diese Woche einen Ausflug ins Schwäbische gemacht, um dort zu bemustern. Die Firma kommt zwar auch mit Mustern auf die Baustelle in Offenburg, aber wir wollten für solche großen Entscheidungen lieber ein bisschen Ruhe und Beratung. So machten wir uns mit einem Wäschekorb voller Fliesenmuster auf die Reise.

Zunächst die einfachen Dinge: Bei den Türen war uns klar, dass wir einfache, weiße Türen wollen. Das war nach einer Minute erledigt. Bei zwei Bädern nehmen wir statt der normalen Beschläge WC-Beschläge mit Schließfunktion, aber sonst bleibt alles beim Standard.

Standardtür in weiß

Auch der nächste Punkt war nach einer weiteren Minute abgehakt: Es wird in Raufaser tapeziert und weiß gestrichen. Falls wir später noch einzelne Wände in anderen Farben haben und nicht selbst streichen wollen, kann man das auf der Baustelle auch kurzfristig mit den Malern besprechen, das kostet ca. 170€ pro Wand extra, wenn man keine außergewöhnlichen Farben nimmt.

Für die Treppe nehmen wir vorerst den vorgeschlagenen Grauton, schlicht weil wir bislang keine andere Idee haben.

Treppengrau, im Hintergrund das Raufaser-Muster

Bei den Böden ging es dann nicht mehr ganz so schnell. Für das Erdgeschoss hatten wir uns schon vorher überlegt, dass wir gerne Eichenparkett haben möchten. Für die anderen Geschosse wollten wir Laminat, hatten aber keine Idee, welches Holz.

Zum Glück war die Auswahl der Parkettvarianten, die die Firma in der Ausstellung hatte, nicht überwältigend, sondern ganz angenehm. Als große Muster gab es ca. 10 Böden von der Firma Meister. Natürlich hätte man auch noch viele andere Böden als kleinere Musterkarten anschauen können, aber wir haben uns schnell für Landhausdielen in Eiche entschieden. (Wer sich ohne lange Fahrt schon Muster der Firma Meister anschauen möchte, wird zum Beispiel auch bei Hagebau fündig.)

Bei der Auswahl der Fliesen für den Eingangsbereich/ Gäste-WC und die Küche hatten wir uns ursprünglich für unterschiedliche Bodenfliesen entschieden. Bei der Parkettauswahl hat der Mitarbeiter der Firma uns nun den Tipp gegeben, dass es besser aussehen würde, wenn wir die Böden einheitlich in einer Farbe gestalten würden. Zudem hat er uns empfohlen bis auf die Höhe der kleinen Zwischenwand in der Küche zu fliesen und erst danach mit dem Parkett anzufangen. So kann man Einkäufe mit Straßenschuhen in die Küche bringen, ohne übers Parkett laufen zu müssen. Die Idee fanden wir ganz gut, wir hatten uns vorher schon Gedanken gemacht, wie man den Übergang am schlausten gestaltet. (Und für den Parkettverleger hat die Version den Vorteil, dass der Fliesenleger sich mit allen schrägen Wänden rumschlagen muss…) Das bedeutete nun nur, dass wir fürs Gäste-WC neue Wandfliesen aussuchen mussten, weil die vorherigen nicht zu den dunkelgrauen Bodenfliesen passten. Aber das haben wir abends beim Hagebau noch schnell erledigt.

Bei den Böden für das Ober- und Dachgeschoss hatten wir vor dem Termin keine Idee, welches Laminat wir möchten. Bezüglich des Trittschalls hat uns der Mitarbeiter zu der Standardvariante geraten: Es gäbe zwar auch dickere Dämmung, aber die gäbe auf Dauer nach und das wäre nicht gut für das Laminat. Zudem höre man den Unterschied eh nicht. Wir bleiben deshalb beim Standard. Bei der Holzsorte wären Buche und Ahorn im Standardpreis inbegriffen. Beide Sorten werden so oft verbaut, dass die Firma im Einkauf dafür einen besseren Preis bekommt, als für alle anderen Varianten. Buche haben wir von Anfang an ausgeschlossen und auch von Ahorn sind wir eigentlich kein wirklicher Fan. Eiche fänden wir auch hier am schönsten. Am Ende ist es dann die Risseiche geworden, eine von seeehr vielen verschiedenen Eichenvarianten.

Wenn man über Böden nachdenkt, denkt man schnell auch über die Treppe nach, da diese ja auch aus Holz ist und natürlich möglichst zum Boden passen soll. Leider bemustert man das Holz bei einer anderen Firma, so dass man nicht direkt vergleichen kann. Der Mitarbeiter hat uns jedoch dringend dazu geraten, gar nicht erst anzustreben, dass das Holz von Boden und Treppe gleich aussieht. Das ist eh nicht zu schaffen, man kann nur enttäuscht werden. Wir werden deshalb zwar die Eichenstufen auswählen, wohlwissend aber, dass das nicht genauso aussieht wie der Boden. (Fragt mich in einem halben Jahr noch einmal, ob ich immer noch so gelassen in der Frage bin. :-))

Wir waren mit der Beratung durch die Firma sehr zufrieden und hatten das Angebot schon im Posteingang bevor wir zurück in Offenburg waren. Eine angenehme Abwechslung zu anderen Firmen – die Fliesen haben wir zum Beispiel vor zwei Monaten bemustert und immer noch kein Angebot. Laut der Firma können sie ab Ende Februar/ Anfang März anfangen zu streichen, anschließend werden die Böden verlegt.