KW 9 – Stand auf der Baustelle

Diese Woche wurden die Fundamente für die Garagen gegossen und auch im Terrassenbereich hat sich etwas getan. Zum Glück machen am Montag die Baumärkte wieder für alle auf, wir müssen die von uns als Sonderwunsch geplanten Terrassenrandsteine nämlich selbst besorgen.

In der 6. Hausreihe waren die Handwerker selbst am Samstag noch fleißig und haben an der Fassade gearbeitet.

6. Hausreihe

Ergebnis des Haustechnik-Audits

Mittlerweile haben wir auch das Gutachten für das letzte Dekra-Audit für die Haustechnik bekommen. Folgende Punkte wurden bemängelt:

  • Im Bad im OG haben wir eine Stein-Fensterbank zu viel. Das ist ja eigentlich nichts Schlimmes, aber wir haben als Sonderwunsch zwei Fenster in dem Raum und da hätten wir bei beiden gerne die gleiche Fensterbankausführung. (Mittlerweile ist die überflüssige Fensterbank aus Stein verschwunden und beide Fensterbänke werden gefliest.)
  • Die Abwasserleitungen haben Kontakt zur Betondecke, wodurch Schall übertragen werden kann.
  • Teilweise sind die Warm- und Kaltwasserleitungen nicht gedämmt.
  • Bei den Metallständerwänden wurden zu große Löcher in die Metallständer geschnitten, damit die Wasserleitungen und Kabel dadurch geführt werden können. Dies schwächt die Bauteile.
  • Der Dachvorsprung wurde nicht ordentlich gestrichen.
  • Wir haben einen außerplanmäßigen Schacht im Garten.

Jetzt warten wir wieder auf die Stellungnahme unseres Bauleiters.

KW 8 – Stand auf der Baustelle

Unser Haus sieht jetzt offiziell aus wie ein Haus – ganz ohne Gerüst.

Auch innen hat sich etwas getan und dank des Bauschlüssels können wir es uns auch anschauen. Die Bäder nehmen so langsam Form an.

Und auch in der 6. Reihe sind Fortschritte von außen sichtbar – der Estrich ist gegossen und gerade wird gedämmt.

Unerwartet komplex: Unterschränke

Auf dem Rückweg von unserem Böden-Termin haben wir einen Stopp bei der Duravit-Zentrale in Hornberg eingelegt. Um möglichst regional zu bleiben, hatten wir im Bad einige Duravit-Produkte verbaut. Nachdem die Fliesenfarben nun feststehen, wollten wir jetzt auch passende Waschbeckenunterschränke auswählen.

Es stellte sich heraus, dass die Produktpalette von Duravit enorm komplex aufgebaut ist – so komplex, dass selbst die Mitarbeiterin am Infotresen mehrmals bei den Duravit-Fachabteilungen anrufen musste, um herauszufinden, welche Unterschränke zu unseren Waschtischen passen. Am Ende gab es einen passenden Unterschrank zu unserem Doppelwaschtisch und zwei passende Schränke für das Gästebad. Für diese konnten wir uns vor Ort Farbmuster anschauen und mit den Fliesen abgleichen.

Wir waren aber mit der Auswahl noch nicht ganz zufrieden. Im Angebot von Pfeiffer und May, das wir im Mai haben erstellen lassen, hatten wir ursprünglich bereits Unterschränke von der Firma Burgbad einplanen lassen. Diese hatten wir wieder gestrichen, weil wir ohne Fliesen keine Fronten aussuchen wollten. Deshalb schauten wir uns nach dem Duravit-Besuch noch einmal auf der Burgbad-Seite um. Dort wurden wir positiv überrascht: Eine Recherche nach Unterschränken kann man auch einfach gestalten. Im Gegensatz zu Duravit kann man bei Burgbad einfach nach seinem Waschtisch suchen und bekommt alle passenden Unterschränke vorgeschlagen. Die Fronten konnten wir bei Pfeiffer und May anschauen und mit den Fliesen abgleichen.

Am Ende haben wir uns nun beim Doppelwaschtisch für ein Modell von Burgbad entschieden. Dieses gefiel uns besser und war preislich sehr ähnlich wie der Schrank von Duravit. Für das Gästebad wird es wohl ein Schrank von Duravit. Beide Schränke sehen sehr ähnlich aus und laut offizieller Preisliste ist das Modell von Duravit ca. 300€ günstiger als das Modell von Burgbad.

Fliesen

Anfang September bekamen wir eine wirklich nette E-Mail von unserem neuen Fliesenleger mit der Aufforderung die Fliesen für die Bäder, die Küche und den Flur zu bemustern. In angenehmen Kontrast zum Ablauf bei der Bemusterung der Sanitärgegenstände standen in der Mail einige Infos, z.B. in welcher Größenordnung sich die Mehrkosten bewegen, wenn man größere Fliesen als 30x60cm auswählt. (NB: In der Bau- und Leistungsbeschreibung von Werner Wohnbau wird von 20×20 cm oder 25×25 cm als Standard ausgegangen. Das „Standardformat“ ist allerdings kaum mehr erhältlich, bei Hagebau nimmt man 30×60 cm als Standard.) Angenehmerweise werden die Fliesen bei Hagebau direkt in Offenburg bemustert, so dass man das auch nach Feierabend erledigen kann. Wir bekamen dort ziemlich schnell einen Termin. Vorher hatten wir uns schon einige Gedanken zu Farben usw. gemacht, so dass wir guter Hoffnung waren, dass wir alle Fliesen in diesen 1,5 Stunden auswählen würden.

Dank der guten Beratung haben wir dies dann auch auf die Minute genau geschafft. Für die Böden haben wir uns für Fliesen in Preisrahmen von Werner Wohnbau entschieden, für die Wände sind wir etwas über diese Preisgrenze hinaus gegangen. An den Wänden haben wir meist Fliesen im Format 10x20cm und auf dem Boden das Format 30x60cm.

Für die Küche hatten wir von unserem Küchenladen zum Glück Muster für die Arbeitsplatte und die Fronten dabei, damit wir die Fliesen einigermaßen passend aussuchen können. Die Wandfliesen für die Küche waren trotzdem die Entscheidung, bei der ich mich am schwersten getan habe. Ich hatte die Befürchtung, dass man sich an den Fliesen zu schnell „über“ sieht. Andererseits, wann hat man sich als Norddeutsche schon an Backstein übersehen… 🙂

Zum Glück hatte Hagebau die Fliesen auch auf einer etwas größeren Fläche zum Anschauen. Dies hat mich überzeugt, dass die Fliesen nicht zu unruhig wären. Wie man auf diesem Foto sieht, sind die Fliesen nicht 10×20 cm, sondern etwas länger. Das spart Fugen, die man dann nicht putzen muss.

Für das Gäste-WC haben wir uns für blaue Fliesen an der Wand und braune Fliesen am Boden entschieden. Die braunen Fliesen sind etwas dunkler, als es auf dem Bild aussieht und werden auch in den Flur kommen, der direkt an das Gäste-WC anschließt.

Das Bad im OG wollten wir möglichst neutral halten. An die Wand kommen Fliesen in jade im 20x20cm-Format.Die weiße Fliese haben wir nur als Kontrast daneben gehalten, da jade sonst auf den Bildern wie weiß aussah. Auf den Boden kommen Fliesen in anthrazit, auch die Wand in der Dusche wird damit gefliest.

Das zweite Bad im Dachgeschoss wird an den Wänden hellblau und auf dem Boden braun.

(Wenn ich die Bilder nun hier alle nacheinander betrachte, habe ich das Gefühl, dass uns Wandfliesen mit Blautönen anscheinend recht gut gefallen…)

Wir hatten uns vorher keine Gedanken darüber gemacht, dass man auch Fugenfarben bemustern muss… Aber natürlich muss die Fugenfarbe immer zu den jeweiligen Fugen passen. Dafür gab es eine dicke Mappe mit den verschiedensten Fugenfarben. Zuhause fanden wir dann, dass die Fugen auf den Bildern doch sehr hell aussahen. Aber als ich die Fliesenmuster bei Hagebau abgeholt habe, habe ich mir die Farben noch einmal im Vergleich zu weißen Fugen angeschaut und war erleichtert. In Wirklichkeit sind sie zum Glück ausreichend dunkel, so dass man nicht jeden Dreck gleich sieht.

In dem Programm, in dem ich unser Haus in 3D nachbaue, gibt es leider nicht 100%ig vergleichbare Fliesen, aber dies kommt den ausgewählten Fliesen am nächsten:

Bad

Eigentlich dachten wir, dass uns das Bad nicht so wichtig ist und wir diese Planung schnell abschließen könnten. Wir hatten eine grobe Idee, was wir wollten, aber am Ende hat es von der Aufforderung zur Bemusterung bis zum fertigen Angebot über fünf Monate gedauert. Die Länge des folgenden Texts deutet darauf hin, dass es kein ganz einfacher Weg war. 🙂

Wünsche

Mit folgenden Wünschen sind wir in die Badplanung gegangen:

HintergrundErgebnis
Gäste-WC
Anderes WaschbeckenOptische GründeAusgetauscht
Anderer WasserhahnOptische Gründe + wir möchten bei allen Wasserhähnen zum Energiesparen „Mittelstellung kalt“Ausgetauscht
Spülrandloses WCLeichter zu reinigenAusgetauscht
Unterschrank, um den Syphon zu verdeckenOptische GründeGeht aufgrund des seitlichen Wasseranschlusses nicht, stattdessen Design-Syphon (wat dat nich all gift…)
Bad im OG
Anderer WasserhahnOptische Gründe + wir möchten bei allen Wasserhähnen zum Energiesparen „Mittelstellung kalt“Ausgetauscht, im gleichen Zuge dann auch neue Armatur an der Badewanne, die sollte anscheinend immer aus der gleichen Serie sein wie beim Waschbecken
Rechteckige DuschwanneDamit man gerade Scheiben an der Duschabtrennung hat, macht das Abziehen leichterAusgetauscht
Duscharmatur mit Kopfbrause und ThermostatLuxus-Gründe 🙂Ausgetauscht
(Kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit:) DuschabtrennungIst nicht im Standard enthalten, wenn man dies nicht beauftragt, ist die Dusche nicht nutzbarEingeplant
Doppel-MöbelwaschtischPraktische GründeAusgetauscht
UnterschrankPraktische GründeAufgrund von Schwierigkeiten bei der Auswahl zurückgestellt
Spülrandloses WCLeichter zu reinigenAusgetauscht
Bad im DG
Rechteckige DuschwanneDamit man gerade Scheiben an der Duschabtrennung hat, macht das Abziehen leichterAusgetauscht
Anderer WasserhahnWir möchten bei allen Wasserhähnen zum Energiesparen „Mittelstellung kalt“Ausgetauscht
(Kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit:) DuschabtrennungIst nicht im Standard enthalten, wenn man dies nicht beauftragt, ist die Dusche nicht nutzbarEingeplant
MöbelwaschtischPraktische GründeAusgetauscht
UnterschrankPraktische GründeAufgrund von Schwierigkeiten bei der Auswahl zurückgestellt
Spülrandloses WCLeichter zu reinigenAusgetauscht

Bemusterung

Mitten im Lockdown kam Ende März die Aufforderung des Sanitärbetriebs Bruder unsere Badausstattung bei Pfeiffer und May zu bemustern, Mitte Mai war es dann endlich tatsächlich so weit. Da wir keine großen Fans der Standardausstattung von Werner Wohnbau sind, war klar, dass wir fast alle Gegenstände austauschen würden. Um die endlose Auswahl an Waschbecken, Wasserhähnen und Toiletten handhabbar einzugrenzen, legten wir uns auf regionale Hersteller fest. Es sollten also Produkte von Duravit und hansgrohe werden. Die Beraterin von Pfeiffer und May versuchte zwar immer wieder uns von den Vorzügen der Hausmarke zu überzeugen, aber nach deutlichen Hinweisen unsererseits wurden es am Ende dann tatsächlich Waschbecken und Toiletten von Duravit. Neben einer Duscharmatur von hansgrohe blieben wir bei den Wasserhähnen immerhin in der Familie – die Hähne von Grohe fanden wir einfach schöner… Eine unschöne Überraschung war, dass im Standard von Werner Wohnbau gar keine Duschabtrennungen enthalten sind. Dies ist uns bislang nicht aufgefallen, man geht schließlich erstmal davon aus, dass man eine komplette Dusche im Haus hat. Das ist ein unvorhergesehener Kostenfaktor, da man für eine zweiseitige Lösung aus Glas inkl. Montage schnell 1.500 bis 2.000€ pro Dusche los ist.

Was wir bei der Badplanung schwierig fanden, war die Tatsache, dass die Preise der neuen Produkte während der Bemusterung bei Pfeiffer und May unklar blieben. Pfeiffer und May konnte uns zwar ihre Preise nennen, so dass man immerhin abschätzen konnte, welche Waschbecken eher teurer waren. Den Preis, den wir am Ende an Bruder würden zahlen müssen, blieb während der Bemusterung jedoch unklar. Diesen legt Bruder fest und zieht von diesem den Preis für das WW-Standardprodukt ab. Schwierig, auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen…

Erstellung des Angebots

So warteten wir nach dem Termin also gespannt auf das erste Angebot von Bruder, das nach einem Monat dann auch im Posteingang lag. Die Waschtischunterschränke haben wir dann vorerst gestrichen, da uns, ohne die Fliesen bemustert zu haben, eine finale Auswahl schwer fiel. Kleine Änderungen stimmten wir mit Pfeiffer und May ab, die diese dann an Bruder weitergaben, damit die Änderungen dort in das Angebot eingearbeitet werden. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass die Erstellung eines korrekten Angebots offensichtlich die größte Herausforderung im Prozess sein sollte. Es gab bei den einzelnen Positionen nur Kleinigkeiten zu ändern, trotzdem mussten wir einige Schleifen drehen, bis das Angebot wirklich so war, wie wir es wollten. Zum Teil wurde uns das gleiche Angebot einfach noch einmal geschickt, ohne das irgendetwas geändert wurde. Das war etwas mühselig, aber seit Anfang September haben wir nun ein Angebot, das alle Produkte enthält, die wir haben möchten.

Abstimmung der Gewerke

Unsere Elektroplanung für die Bäder hatten wir noch nicht gemacht, da wir diese an die neuen Sanitärgegenstände anpassen wollten. So soll z.B. eine Steckdose zwischen Doppelwaschtisch und Toilette, damit dort dauerhaft ein Föhn eingesteckt sein kann. Damit wir solche Steckdosen planen können, müssen wir natürlich wissen, wo genau Toilette und Waschbecken angebracht werden. Derartige Badpläne machte uns Werner Wohnbau, nachdem wir ihnen unsere ausgewählten Produkte mitgeteilt haben. Dabei wies uns der Bauleiter netterweise noch darauf hin, dass unser neues Waschbecken im Gäste-WC nur knapp passt und wir aus optischen Gründen lieber ein schmaleres wählen sollten. Dies konnten wir vorher aus den unbemaßten Plänen, die wir bis dahin hatten, nicht entnehmen.

Finanzen

Die Preise von Bruder waren im Vergleich zu den Preisen im Internet happig, trotz der angekündigten Gutschriften für gestrichene Standard-Produkte. Klar, Bruder möchte natürlich auch etwas an dem Produkt verdienen, aber eine Gewinnmarge ist ja auch bereits in den Preisen für die Standardprodukte enthalten. Was uns an dem Ablauf gestört hat, ist, dass die Gutschriften für die Standardprodukte nicht ausgewiesen wurden. Beim Angebot des Elektrikers wurde jede gestrichene Steckdose ausgewiesen, so dass man die Gutschriften transparent nachvollziehen konnte. Natürlich tauchen da mal Flüchtigkeitsfehler auf, die man so finden und korrigieren kann. Da sich Bruder jedoch auch auf unser Bitten hin nicht dazu bereit erklärt, diese Gutschriften transparent im Angebot darzustellen, gibt es für uns keine Möglichkeit die Gutschriften zu überprüfen. Das finden wir wirklich ärgerlich, aber die einzige Alternative, die es gäbe, wäre die Bäder komplett als Eigenleistung bauen zu lassen und von Werner Wohnbau eine Gutschrift über die kompletten Bäder zu bekommen. Diesen Aufwand scheuen wir und so beißen wir lieber in den sauren Apfel und hoffen, dass die Gutschriften korrekt berechnet wurden.

Ein Geschoss entsteht

Auch wenn man es dem Blog nicht angemerkt hat, so ist in der letzten Zeit doch viel auf der Baustelle passiert. In den letzten beiden Woche wurden Stein für Stein die Obergeschosse der fünften Hausreihe gemauert. Ich bin dabei zum Mittagspausen-Baustellen-Stalker mutiert, da dies für uns besonders spannend war. Wir haben nämlich als Sonderwunsch ein zweites Bad-Fenster im OG beauftragt. Ob dies aber wirklich gebaut werden würde, wussten wir die ganze Zeit nicht. Werner Wohnbau hatte uns gesagt, dass die tatsächliche Ausführung von der Baugenehmigung abhinge. Ein Ergebnis dieser Prüfung wurde uns nicht mitgeteilt. Also waren wir äußerst gespannt, was nun tatsächlich gebaut werden würde.

Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie schnell die Maurer voran geschritten sind. Eigentlich wurde pro Tag ein Obergeschoss fertiggestellt. Rein rechnerisch wäre unser OG dann am vergangenen Freitag als letztes der Reihe drangewesen. Es ging dann aber doch nicht ganz so schnell und so gingen wir unwissend ins Wochenende.

Am Montag war dann endlich auch unser Obergeschoss an der Reihe. Und tatsächlich: Wir haben ein zweites Badfenster bekommen. 🙂

Unsere zwei Badfenster