Mängelfrei!

Kurz vor Weihnachten haben wir einen wichtigen Meilenstein zum Abschluss der Hausbauzeit geschafft: Während wir im Urlaub waren, wurde fast auf den Tag genau 6 Monate nach der Hausübergabe unser letzter Mangel vom Übergabeprotokoll behoben.

Alles abgehakt.

Keine Ahnung, wie die Gartenbaufirma es trotz Zaun und abgeschlossener Gartenpforte geschafft hat, aber in unserer Abwesenheit wurde der Gullydeckel gegen eine begrünbare Variante ausgetauscht. Der Kunstrasen, den die Gartenbaufirma darauf „gepflanzt“ hat, steht im starken Kontrast zu unserem noch ziemlich sandigen Rasen. 🙂 Im Frühjahr werden wir irgendetwas pflanzen, das hoffentlich einigermaßen gut mit der geringen Erdtiefe von ca. 5 cm klar kommt. Aber zur Not sieht auch vertrockneter Thymian schöner aus als ein Betondeckel.

Ebenfalls im Dezember wurde die Farbe der verschmutzten Fugen im OG-Bad an den Urzustand zumindest wieder angenähert. Die Bauarbeiter hatten die anthrazitfarbenen Fugen durch Rigipsstaub hell eingefärbt, nach einer Behandlung mit dem entsprechenden FugenFrisch sind sie nun einheitlicher und dunkler.

Das einzige, das nun aus unseren Dekra-Audits noch offen ist, ist die Abdichtung zwischen den Garagen und der Giebelwand unseres Hauses. Dies hatte der Bauleiter bislang nicht als Mangel anerkannt, da er dies nicht für notwendig hielt. Nachdem mir kürzlich aber zufällig aufgefallen ist, dass die Garagen im ersten Bauabschnitt durchaus so eine Abdichtung haben, hat er nun zugesagt, dass die Abdichtung im Frühjahr montiert wird.

Unser Fazit zur Mängelbehebung: Grundsätzlich hat sich Werner Wohnbau sehr offen dafür gezeigt die Mängel zu beheben und Lösungen zu finden. Damit das allerdings tatsächlich passiert, muss man unserer Wahrnehmung nach selbst immer hinterher sein und ab und zu daran erinnern, welche Mängel noch offen sind. Das liegt vermutlich weniger an fehlendem Willen, sondern am optimierungswürdigen Projektmanagement. 😉

Die Schlussrechnung hat Werner Wohnbau auch kürzlich geschickt, obwohl die Außenanlagen und die Technikzentrale noch nicht abgenommen wurden. Auf Nachfrage wurde für den letzten Tag innerhalb der Zahlungsfrist direkt nach Weihnachten noch schnell ein Abnahmetermin einberufen. Dieser findet nun morgen statt, wir sind gespannt. Auch die Rechnung für die Beteiligungen an den Anschlusskosten für Strom, Gas und Wasser wurden nun verschickt.

Mit der Zeit…

Nach der Übergabe sind uns mit der Zeit noch einige Fehler mehr aufgefallen, die wir mit Werner Wohnbau und den Gewerken klären mussten. Das war tatsächlich gar kein Problem, diese Fehler wurden schon fast alle behoben. Auch von den Mängeln, die wir direkt bei der Übergabe zu Protokoll gegeben haben, fehlen nur noch zwei Korrekturen (begrünbarer Gullideckel und die Fugenfarbe im Bad im OG). Folgende Punkte sind noch dazu gekommen:

  • Beauftragte Rauchmelder nicht installiert
  • Pins von Netzwerkkabeln nicht belegt bzw. Kabel vertauscht angeschlossen
  • Abläufe zwischen Waschbecken vertauscht
  • Falsche Ablaufgarnitur im Bad DG
  • Heizung im DG rechts funktionierte nicht
  • Falsches Schloss (geringerer Sicherheitsstandard) in der Terrassentür

Für einen Lichtschalter im DG, den der Elektroinstallateur ohne Absprache an einer anderen Stelle installiert hatte, hat die Firma eine gute Lösung gefunden. Die Lampe wird jetzt über Funk gesteuert und den Funkschalter konnten wir einfach an die gewünschte Stelle kleben. Dort konnte aufgrund des Trockenbaus kein normaler Schalter verbaut werden. Den ursprünglichen Schalter haben wir in der Wand gelassen, falls wir den Schrank, der jetzt davor steht, einmal aussortieren und der Schalter dann wieder zugänglich ist.

Links der Funkschalter, rechts das Original

Auch der größte Mangel ist mittlerweile behoben, das falsch platzierte Waschbecken ist jetzt näher an der Wand. Nicht ganz so nah wie urspünglich geplant, aber trotzdem deutlich näher. So ließ sich der Aufwand einigermaßen in Grenzen halten, das Waschbecken wurde abmontiert, die Steckdosen verlegt, alle angebohrten Fliesen ausgetauscht und das Waschbecken wieder angebracht. Die neue Position macht tatsächlich einen deutlichen Unterschied für den Raum.

Aufgrund von Nachfragen kommen hier Bilder von unserem Medienverteiler und der Verbindung des Routers, den wir im Technikschacht aufgehängt haben:

Bei dem Kaffeefleck, mit dem sich der Monteur unserer Duschtrennwand unter dem Silikon verewigt hat, haben wir beschlossen, dass wir ihn mit Humor und als Andenken an die Bauzeit nehmen.

Was wir gelernt haben – Innen

Jetzt sind wir schon mehr als ein Vierteljahr im Haus. Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden mit allem, aber natürlich fallen einem im allmählich beginnenden Alltag immer wieder mal Dinge auf, die man jetzt anders machen würde. Für zukünftige Hausbauende folgt deshalb hier eine Übersicht über alles, was wir aus unserer Bauzeit gelernt haben:

  • Handwerker haben oft Recht: Zumindest wir haben bei einem Großteil der Beratungen durch Gewerke und Werner Wohnbau gute Erfahrungen gemacht und gute Tipps bekommen.
  • Aber nicht immer: Mit der Zeit haben wir aber gemerkt, dass Handwerker nicht immer Recht haben – insbesondere wenn es um Mängel geht. Deshalb sollte man Aussagen und Ausführungen bei den leistesten Zweifeln immer hinterfragen. Misstrauen ist zwar nicht schön, aber wenn es um so viel Geld geht, sinnvoll. Lieber schaut man noch einmal in die Bilder vom Rohbau, ob Aussagen zur Installationsreihenfolge (und damit zum Verursacher eines Mangels) wirklich hinkommen. Oder prüft die Pläne, ob der Durchgang zur Toilette wirklich so eng geplant war oder ob nicht das Waschbecken falsch montiert wurde.
  • Sich für alles Pläne geben lassen: Mit dem vorherigen Punkt hängt auch zusammen, dass man sich für alles aktualisierte Pläne geben lassen sollte. Wir hatten uns von Werner Wohnbau für die Elektroplanung neue Badpläne erstellen lassen, nachdem wir unsere Sanitärgegenstände bemustert hatten. Nur deshalb hatten wir einen Nachweis, dass das Waschbecken falsch positioniert war, normalerweise sind die Sanitärgegenstände nicht bemaßt eingezeichnet.
  • Alles immer fotografieren, aus allen Blickwinkeln: Für Diskussionen zu Mängeln und deren Verursachern ist es extrem hilfreich, wenn man alles fotografiert hat. Das ist natürlich schwierig, so lange man noch keinen Bauschlüssel hat, aber wir haben dafür immer die DEKRA-Audits genutzt. So hatten wir zum Beispiel Bilder, auf denen klar sichtbar war, dass unser Waschbecken im DG falsch positioniert wurde, bevor der Elektriker die dazugehörigen Löcher für die Steckdosen gebohrt hat. So übernimmt Werner Wohnbau auch die Neupositionierung der Steckdosen, sonst hätten wir das zahlen müssen. (Oder mit Steckdosen leben müssen, die hinter dem Wasserhahn sitzen.)
  • Immer Anteil von Rechnung zurückhalten, wenn möglich: Bei Diskussionen zur Beseitigung von Mängeln ist es hilfreich, wenn man etwas Geld von der Rechnung zurückhält, bis eine Leistung wirklich ordnungsgemäß ausgeführt wurde. Das war nach Ankündigung immer problemlos möglich, auch wenn das Zahlungsziel dadurch deutlich überschritten wurde.
  • Die Wünsche im Blick behalten: Wir wollten unbedingt Waschbecken mit einem dünnen Rand, damit dieser gar nicht erst einstauben kann. Bei unserem Doppelwaschtisch in unserem Hauptbad hat dies auch wunderbar geklappt (linkes Bild). Warum wir uns beim gleichen Termin für das Bad im Dachgeschoss für einen Waschtisch mit extra-breitem Rand entschieden haben (rechtes Bild)? Kein Ahnung. Wir haben vor lauter Entscheidungen wohl einfach unsere Vorstellungen aus dem Blick verloren. Keine Ahnung, wie man das vermeiden kann…
  • Duschwände: Wir haben normale Duschwannen und Duschwände aus Glas. Bei der Auswahl der Duschwände standen wir ziemlich planlos im Geschäft und mussten uns entscheiden ohne die Unterschiede zu kennen bzw. erklärt zu bekommen. Für alle, die ähnlich hilflos vor der Entscheidung stehen, hier eine ganz hilfreiche Erklärung der unterschiedlichen Dichtigkeit von Duschtüren: https://www.provex.eu/de/spritzwasserdichtigkeit.html. Wir haben zum Glück, ohne es bewusst zu planen, Modelle mit horizontalem Rahmen erwischt, die relativ dicht sind.
  • Wasserhähne: Der Punkt ist eventuell etwas speziell, aber ich habe offensichtlich eine Vorliebe für im Verhältnis zum Waschbecken gut proportionierte Wasserhähne. Wusste ich vor der Bauzeit auch nicht, aber es nervt mich, wenn der Wasserstrahl zu dicht am hinteren (wie im DG-Bad) oder zu dicht am vorderen Waschbeckenrand (ein bisschen im Gäste-WC) ist. Dann spritzt es nämlich unnötig. Im Bad im OG und in der Küche ist es zum Glück perfekt. 🙂 Den hansgrohe-ComfortZone Test, der genau passende Kombinationen testet, habe ich leider erst nach unserer Bauzeit gefunden, als es zu spät war: https://www.hansgrohe.de/bad/ratgeber/produktberatung/kombination-armatur-waschbecken. Im Bad im DG tauschen wir die Armatur im Nachgang nun noch.
  • Lichtauslässe für Spiegelschränke: In unserem Bad im OG haben wir einen Lichtauslass für einen Spiegelschrank inkl. dazugehörigem Lichtschalter. Der Lichtauslass ist Standardausstattung, den Schalter haben wir zusätzlich beauftragt. In unserem Bad im DG haben wir (aus welchem Grund auch immer) keinen zusätzlichen Schalter zum Standard-Lichtauslass geplant. Die Konsequenz ist nun, dass wir für das Bad im DG nur beleuchtete Spiegel kaufen können, die einen eigenen Schalter eingebaut haben. Die Auswahl ist dadurch deutlich beschränkt. Beim nächsten Mal würden wir auf jeden Fall auch hier einen Schalter für den Lichtauslass einplanen, damit man nicht unnötig eingeschränkt bei der Möbelauswahl ist. Zudem ist es bei unserer Elektroplanung so, dass die Steckdosen im Spiegelschrank nur an sind, wenn das Licht vom Spiegelschrank angeschaltet ist. Ziemlich unpraktisch, weil man in der Regel an den Steckdosen ja etwas laden will. Das lässt sich leider aber nur mit größeren Bauarbeiten ändern, weil dafür neue Kabel gezogen werden müssten.
  • Dunkle Fugen: Auch wenn es eigentlich der Job des Bauleiters ist, beim nächsten Mal würden wir mehr Wert darauf legen, dass auf der Baustelle sauberer gearbeitet und abgedeckt wird. Wir haben (bzw. hatten) dunkle Fugen im Bad im OG. Diese wurden auch richtig ausgeführt (s.u.), aber danach wurde ziemlich viel in die Wände gebohrt. Laut Fliesenleger verbinden sich Staub und Fugenfüllung zu einer untrennbaren Mischung. So haben wir jetzt hellgraue Fugen und warten noch darauf, dass Werner Wohnbau eine Lösung dafür finden.
  • Verkofferung im Gäste-WC: Im Standard ist im Gäste-WC nur hinter der Toilette für die Anschlüsse verkoffert. Da alle Anschlüsse hinter dieser Verkofferung sind, gehen die Anschlüsse beim Waschbecken nicht, wie normal, nach hinten weg, sondern nach rechts zur Seite. Das sieht blöd aus und man kann keinen normalen Waschbeckenunterschrank montieren. Die unten verlinkte Lösung fand ich ziemlich gut, habe sie aber zu spät gesehen. Wenn man einfach durchgehend auch hinter dem Waschbecken verkoffert, sind alle Problemchen gelöst.
  • Fußleisten: Wir haben uns für weiße Fußleisten entschieden, weil wir das hübscher fanden. In der Praxis wären Fußleisten in dem Holzton des Fußbodens eventuell doch etwas praktischer gewesen. Zum einen liegen die Fußleisten nicht perfekt an der Wand an und sind nicht 100%ig perfekt zugeschnitten. Die daraus resultierenden Schatten fallen bei weißen Fußleisten vermutlich deutlich stärker auf als bei farbigen. Das war aber eher vor dem Umzug störend – wenn man erstmal Gegenstände in den Räumen hat, fällt es gar nicht mehr so sehr auf. Nach dem Umzug stört es eher, dass man den Staub auf den weißen Leisten gleich sieht. 😉
  • Treppengeländer: Über das Treppengeländer haben wir uns nicht viele Gedanken gemacht. Im Nachhinein hätte ich es nicht schlecht gefunden, wenn wir statt des Treppengeländers auch vom OG ins DG eine geschlossene Wand gemacht hätten, wie unten zu sehen. Das ist zum einen hübscher als das nicht sehr ansehnliche Treppengeländer aus Metall, zum anderen deutlich putzfreundlicher. Vom EG ins OG ist die Wand sowieso geschlossen, weil wir dort den Abstellraum unter der Treppe haben.
  • Steckdosen: Man bekommt es ja in der Regel vor dem Bau gesagt: Plant mehr Steckdosen ein als ihr für notwendig haltet. Haben wir auch gemacht, aber trotzdem fehlen an einigen Stellen dann doch noch Dosen… Meist ist es kein Beinbruch, aber an einigen Stellen nervt es schon ein bisschen. Eigentlich muss man wahrscheinlich in jede (wirklich jede) Ecke zwei Steckdosen planen, so würden wir es auf jeden Fall beim nächsten Hausbau (also hoffentlich nie) machen.
  • Lichtschalter: Das gleiche gilt für Lichtschalter. In der Standardausstattung sind die Lichtschalter nur sehr sparsam platziert und wir haben leider nur im EG Lichtschalter ergänzt. Immerhin, denn in Standard ist nur ein einziger Lichtschalter für die Wohnzimmerbeleuchtung vorgesehen (und zwar am Treppenaufgang🤷🏽‍♀️), so dass man, wenn man von der Terrasse ins Haus kommt, im Dunkeln durch das komplette Wohnzimmer laufen müsste, bis man Licht anschalten kann. Trotzdem würde ich mir noch einen zusätzlichen Lichtschalter fürs Wohnzimmer direkt an der Couch wünschen. Auch wäre es schön, wenn man in der Küche das Küchenlicht anschalten könnte und nicht nur neben der Tür zum Flur. Das ist nicht weit, stört aber bei den Arbeitsabläufen. In den Fluren haben wir leider gar keine Schalter ergänzt, genauso wenig wie an den Treppenauf- bzw. abgängen. Im Nachhinein würde ich an jeden Treppeneinstieg Schalter für das Flurlicht des aktuellen Stockwerks und für das Flurlicht des nächsten Stockwerks platzieren. Und zwar wirklich direkt an der Treppe und nicht an einer Wand in der Nähe, wie es im Standard manchmal ist. Zudem würde ich Schalter für das Flurlicht an jeder Tür auf dem Stockwerk planen. Es sieht auf den Plänen immer nicht weit aus, aber es stört (mich) ziemlich, wenn man bis zum nächsten Schalter durch den halben dunklen Flus muss. Im Flur im DG ist beispielsweise nur ein einziger Schalter fürs Flurlicht direkt an der Treppe. Das bedeutet, dass man, wenn man aus dem linken Zimmer kommt, erst dann das Licht anschalten kann, wenn man den Flur wieder verlässt. Das Flurlicht im OG kann man vom DG aus im Standard gar nicht anschalten. Die Lösung für mich ist, dass wir Lampen mit Bewegungsmelder installieren, aber die ziehen natürlich blöderweise auch im Standby Strom.
  • Elektrische Rollläden an Terrassentür: Eine wirkliche Fehlentscheidung von uns war es, auf elektrische Rollläden an der Terrasse zu verzichten. Wir waren bislang Gurtwickler gewöhnt und konnten in elektrischen Rollläden keinen Mehrwert demgegenüber sehen. Allerdings sind die Rollläden an der Terrassentür nicht mit einem Gurtwickler, sondern mit einer Kurbel. Und das ist ein himmelweiter Unterschied hinsichtlich der Handhabung. Es nervt, aber es gibt offensichtlich keine Alternative, wenn man dort keinen Strom in der Nähe hat, so dass wir wohl bei der Kurbel bleiben müssen.
  • Elektroanschluss für Markise: Ein weiterer Nachteil daran, wenn man keine elektrischen Rollläden an der Terrasse hat, ist, dass man von dort nicht einfach einen Stromanschluss für eine Markise nach außen nachrüsten lassen kann. Aber was wir für den Außenbereich gelernt haben, wird noch ein anderer Beitrag.
  • Stromzähler: Bei uns ist der Stromzähler und die Hauptsicherung in einem Kasten im Flur. Das kostet zum einen 10 cm Flur, was bei einem sowieso schon kleinen Flur weh tut. Zum anderen muss man ja auch noch (selten) die Tür zu dem Kasten öffnen können, was die Flurnutzung noch mehr einschränkt. Ich weiß nicht, ob es ginge, aber es wäre schlauer gewesen, wenn man zumindest die Öffnung des Kastens in Richtung des Gäste-WCs gemacht hätte. Dann könnte man die Garderobe bis an die Wand ranstellen.
  • Größerer Medienverteiler: Wir haben bei uns im Haus 14 Netzwerkdosen, die alle im Medienverteiler im EG mit Patch und Switch verbunden werden müssen. Eigentlich sollte es heutzutage nicht ungewöhnlich sein, dass jeder Raum im Haus 1-2 Netzwerkdosen hat. Im Medienverteiler kann man diese Anzahl jedoch kaum unterbringen, erst der dritte Switch, den wir dann mit abgespecktem Funktionsumfang bestellt haben, passte überhaupt in den Verteiler.
  • Weniger Ecken und Kanten: Generell würde ich beim nächsten Mal noch mehr darauf achten, dass es im Haus weniger unnötigen Ecken gibt, die beim Putzen nerven. Das Haus ist ganz offensichtlich von einer Person geplant worden, die nicht selbst saugt (bzw. keinen Staubsaugerroboter hat). Es ist beispielweise ziemlich unnötig, dass die Wand beim Abstellraum unter der Treppe ca. 10 cm nach hinten versetzt ist und es dadurch zwei Ecken mehr gibt, ohne einen sichtbaren Nutzen.

Bei allen Punkten ist es grundsätzlich Meckern auf hohem Niveau, wir sind im Großen und Ganzen sehr zufrieden und am Ende gewöhnt man sich an das meiste. 🙂

Wie die Zeit vergeht…

Jetzt verstehe ich, warum die meisten Blogs mit der Hausübergabe enden: Als Hausbesitzerin hat man einfach zu viel zu tun. 🙂 Seit der Übergabe am 15. Juni waren wir gut mit Arbeiten rund um das Haus und den Umzug ausgelastet. Zum Glück hatten wir zwischendurch auch mal Urlaub und konnten ohne Ablenkung durch die Arbeit ein bisschen was schaffen.

Für zukünftige Ins-Haus-Ziehende folgt ein kurzer Überblick über die Arbeiten, die uns in den letzten Wochen auf Trapp gehalten haben. Das ist sicherlich recht individuell, gibt aber vielleicht einen ersten Überblick in einigermaßen chronologischer Reihenfolge.

  • Briefkasten montieren: Da wir laut Werner Wohnbau ab der Übergabe per Post an der neuen Adresse erreichbar sein sollten, haben wir direkt nach der Übergabe unseren Briefkasten montiert. Um die schöne neue Fassade nicht gleich anzubohren, haben wir uns für einen Standbriefkasten entschieden.
  • (Auf)Bau von Regalen und Schränken: In der Hoffnung nach dem Umzug möglichst schnell für Ordnung sorgen zu können, haben wir vor unserem Umzug schon Wohnzimmerregale, Kleiderschrank und Einbauschränke für die Schräge im Dachgeschoss (auf)gebaut. Die ersten Löcher für die Wandregale in den unversehrten Wänden haben Überwindung gekostet, aber mittlerweile wird der Schlagbohrer hemmungslos eingesetzt. Ohne Schlagbohrer kommt man in den Kalksandstein-Wänden nicht weit. Zudem haben wir die Erfahrung gemacht, dass man eher kurze, dicke Schrauben wählen sollte, wir haben relativ lange und dünne Schrauben gekauft, die gerne ohne Vorwarnung in der Wand abbrechen…
  • Fahrradabstellmöglichkeit: Die Garage ist zwar extra lang, damit auch Fahrräder dort abgestellt werden können, aber nur vor oder hinter dem Auto. Die Fahrräder, die wir täglich nutzen, wollen wir deshalb direkt neben der Haustür haben. Vor dem Küchenfenster haben wir 1,40 x 2,90 m Platz, die wir dafür nutzen können. Das bedeutete zunächst einmal, dass der Urwald aus Unkraut gerodet werden musste. Anschließend haben wir Fahrradbügel mit Erdankern im Boden befestigt und den Bereich mit Hackschnitzeln aufgefüllt, um Bodenversiegelung zu vermeiden.
  • Umzug: Die Entfernung war zum Glück überschaubar (400m), aber trotzdem nervt so ein Umzug immer… Wir sind aber guter Hoffnung, dass es vorerst der letzte Umzug war. 🙂
  • Auspacken: Bis der allerletzte Umzugskarton ausgepackt ist, dauert es sicherlich noch eine Weile, aber der Großteil der Sachen ist mittlerweile an Ort und Stelle. Der Dachboden ist auf jeden Fall schon voll.
  • Wohnung streichen und putzen: Auch wenn man viel mehr Lust hat im Haus die Dinge voranzubringen, so mussten wir doch noch einige Zeit in die alte Wohnung stecken, um sie für die Übergabe vorzubereiten. Zum Glück hatten wir tatkräftige Unterstützung, so dass zumindest das Streichen einigermaßen schnell geschafft war.
  • Zaun: Lange hatten wir überlegt, was für einen Zaun wir machen wollen. Am Ende haben wir uns für den klassischen Doppelstabmattenzaun entschieden, weil wir eine schöne Lösung aus Holz gefunden haben, mit der er blickdicht gestaltet werden kann. Diese besteht aus sehr, sehr vielen dünnen Holzlatten, die vertikal in den Zaun gesteckt und einzeln unten mit einer Metallklammer befestigt werden müssen. Eine ziemliche Fleißarbeit, aber es hat sich gelohnt.
  • Unkraut: Wie man oben sieht, ist unser Rasen mittlerweile gut gewachsen. Gut gewachsen ist auch alles andere, was sich so sein Plätzchen in unserem Garten gesucht hat. Grundsätzlich finden wir das auch schön, das Rispengras hatte dann nach Expertenmeinung aber etwas zu viele Plätzchen gefunden. Deshalb haben wir schon viel Zeit ins Unkrautjäten gesteckt, um es etwas im Zaum zu halten (siehe ebenfalls Vorher-/Nachher-Bild oben). Man mag es nicht glauben, aber der erste Grobdurchgang hat auch bei dieser Gartengröße fast einen Tag gedauert.
  • Garage einrichten: Ein Meilenstein war erreicht, als wir unser Auto das erste Mal in die Garage fahren konnten. Es war anfangs noch etwas gequetscht, aber nach einigen Sortieraktionen, ebayKleinanzeigen-Anzeigen und Fahrten zur Deponie passt es mittlerweile gut rein. Zudem finden in der Garage Regale, ein Spind, eine Werkbank und zwei Fahrräder Platz.
Das erste Mal passt das Auto in der Garage
  • Viele Handwerkertermine: Auch wenn das Haus ja schon fast fertig war, als wir es übernommen haben, gaben und geben sich die Handwerker noch die Klinke in die Hand – und zwar meist ohne vorherige Terminabsprache. Keine Ahnung, wie das die Leute machen, die nicht im Home Office oder im Urlaub sind. Für Mängelbehebungen mussten eigentlich alle Handwerker noch einmal kommen, die Schnellsten waren dabei die Firma für Böden/Wände/Türen und die Fensterbauer. Mittlerweile ist fast alles abgearbeitet, nur die Sanitärfirma hat sich noch gar nicht gemeldet. Da sie sich unter anderem um den größten Mangel kümmern müssen (Waschbecken 20 cm versetzen) und dafür quasi eine komplette Badwand neu gemacht werden muss, hat sie laut Bauleiter erst nach Abschluss der Arbeiten in der 6. Hausreihe Zeit dafür.
  • Duschwände: Außerdem wurden nach der Übergabe noch unsere Duschwände montiert. Aufgrund der Verwirrungen rund um die Position des Waschbeckens im Dachgeschoss hatten wir die dortige Duschwand vor einiger Zeit und bevor wir gemerkt haben, dass das Waschbecken falsch montiert ist, geändert beauftragt und haben nun einen eigentlich ungewollten Eckeinstieg, damit der Durchgang zur Toilette nicht zu eng wird. Das ist zwar eine Konsequenz des Mangels, aber kein Mangel an sich, da selbst beauftragt, so dass wir uns nun damit anfreunden müssen, auch wenn das Waschbecken versetzt wird. Sehr wohl ein Mangel war aber die kreative und etwas kurz geratene Schnittführung bei unserer Türdichtung, mittlerweile haben wir eine neue Dichtung.
  • Treppe enthüllen: Seit der Lieferung war die Treppe mit aufgeklebten Pappen geschützt. Wir haben uns auch noch nach unserem Einzug ewig nicht getraut diese zu entfernen, damit wir beim Hoch- und Runtertragen ja nichts beschädigen…
  • Ummelden: Ein Thema, das auch bei normalen Straßennamen nervig ist. Wenn der Straßenname aber so lang ist, dass er in Online-Formularen nicht komplett eingegeben werden kann, die Online-Formulare aber gleichzeitig auch keine Abkürzungen akzeptieren, kostet es noch mehr der ohnehin angespannte Nerven. Falls dies ein Kommunalpolitiker liest: Bitte beschränkt euch bei neuen Straßennamen auf Namen, die inklusive Hausnummern, nicht länger als 30 Zeichen sind. Das ist anscheinend Standard in den Online-Formularen von Banken. Unser Straßenname kann nicht einmal auf unserem offiziellen Ummeldebescheid beim Bürgerbüro bzw. auf dem Personalausweis komplett ausgeschrieben werden. Auf Anfrage bei der Post, welche Abkürzungen vom Sortiersystem noch erkannt werden lautet die Aussage übrigens, dass nur Maria-u-Georg-Dietrich-Str. sicher erkannt werden würde. Das spart nicht wirklich viele Buchstaben…

Auch drum herum ist natürlich viel passiert, aber im Alltag bekommt man die Details der Fortschritte gar nicht mehr so richtig mit. Die Nachbarn haben sich anscheinend einen Naturbadeteich einbauen lassen, die Mulde vor Hausreihe 6 ist fertig und beim Mehrfamilienhaus kann man schon unsere spätere Durchfahrt sehen. Bis diese Ende 2022 fertig ist, müssen wir über eine Behelfsstraße zu den Garagen fahren.

KW 22 – Stand auf der Baustelle

Die Übergabe ist zwar noch 1,5 Wochen hin, aber wir haben am Sonntag schon ein erstes Mal den Putzlappen geschwungen und eine Ladung Baustaub aus dem Haus geholt. Dabei mussten wir leider auch feststellen, dass die Handwerker offensichtlich nicht (nur) im Sitzen pinkeln. 😦

Im Laufe der Woche wurden immer mehr Details im Haus fertiggestellt. In einem Zimmer im OG haben wir die Heizung von der Innenwand an die Außenwand verlegen lassen. Da die Betondecken fertig geliefert werden und kein Estrich gegossen wird, müssen die Heizungsrohre oberirdisch verlegt werden. Das Rohr wurde nun endlich mit einer Plastikleiste abgedeckt. Außerdem wurde die Gegensprechanlage installiert.

In der sechsten Hausreihe sind immer noch die Trockenbauer beschäftigt. Immerhin im Außenbereich geht es voran und die Milchglaselemente für die Eingangsbereiche stehen auch schon bereit.

KW 21 – Stand auf der Baustelle

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, diese Woche kam das offizielle Schreiben von Werner Wohnbau: Am 15.6. ist unsere Hausübergabe. Die Arbeiten sind dementsprechend mittlerweile weit fortgeschritten, gestern wurden unsere Steckdosen-Abdeckungen montiert.

Nachdem wir am letzten Wochenende die Elektroinstallation mit unseren Plänen abgeglichen hatten, hatten wir bemerkt, dass noch einige Steckdosen fehlten. Daraufhin haben wir den Innendienst der Elektro-Firma angerufen, der meinte, dass wir uns keine Sorgen machen müssten, das kommt alles noch. Am Freitag hatte uns dann zufällig der Elektriker vor Ort angerufen, weil er eine Frage zur Elektroinstallation in der Garage hatte. Wir haben die Gelegenheit genutzt und ihn nach den fehlenden Steckdosen gefragt. Daraufhin kam heraus, dass er gar nicht den aktuellsten Plan unseres Auftrags hatte, sondern eine Version, in der in den Bädern nur die Standardausstattung eingezeichnet war. Die Elektroplanung für die Bäder konnten wir ja erst machen, nachdem die Sanitärplanung abgeschlossen war, die sich zog wie Kaugummi. Deshalb hatten wir die Elektroplanung für die Bäder später nachgeliefert. Zum Glück konnte der Elektriker für fast alle zusätzlichen Steckdosen noch eine Lösung finden, so dass ich meine Föhn-Steckdose doch noch bekomme. 🙂

Nicht die Föhn-Steckdose, sondern das Arbeitszimmer

Eine nicht so schöne Überraschung war das Silikon, das für die Fußbodenleisten verwendet wurde. Man sieht es auf den Bildern nicht, aber es passt farblich überhaupt nicht zur Holzfarbe des Laminats. Vermutlich hat man einfach die gleiche Kartusche verwendet, die beim Parkett im EG verwendet wurde. Das ist aber viel dunkler als das Laminat in EG und OG. Man hat uns nie zur Silikonfarbe befragt, wir hätten uns definitiv für weiß entschieden bzw. anthrazit bei den Treppenpfosten. Aber das lässt sich jetzt wohl nicht mehr ändern…

Der Garten hielt immerhin eine positive Überraschung bereit, mittlerweile ist das erste Grün zu sehen. 🙂

KW 20 – Stand auf der Baustelle

In dieser Woche wurde weiter an den Böden gearbeitet, außerdem wurden die Innentüren eingebaut. Dem Zeitplan, den Werner Wohnbau im Februar mit dem Bauschlüssel verschickt hat, hängen wir damit ca. 4 Wochen hinterher.

Ankündigung WWTatsächliche Ausführung
KW 8KW 11Aufstellen der Dusch-/Badewannen
KW 16KW 20Montage der Innentüren
KW 17 bis 19LäuftEndmontage der Heizkörper, Sanitäreinrichtungen und Elektroabdeckungen
KW 20FehltMontage der Treppenstufen
KW 21Wohl eher nichtEnde der Arbeiten nach derzeitigem Stand
KW 26Hoffentlich…Ende des Zeitpuffers

In dieser Woche war auch ein Techniker da, der das Aufmaß für die Duschtrennwände genommen hat. Dabei hat er uns darauf hingewiesen, dass im Bad im DG nur sehr wenig Platz zwischen Waschtisch und Dusche ist, wenn man zur Toilette gehen möchte. Hier hätte man das Waschbecken einfach etwas näher an die Tür setzen können, aber das ist nun wohl zu spät… Wir nehmen deshalb nun doch einen Seiteneinstieg in die Dusche, damit man dort etwas mehr Freiraum hat.

Passend zum regnerischen Wetter hat die Gartenbaufirma nun den Rasen gesäht. Wir hoffen, dass unser Garten dann auch schon bald so grün ist wie der Garten nebenan, in dem Rollrasen verlegt wurde. 🙂

KW 19 – Stand auf der Baustelle

Im letzten Urlaub im Sommer 2020 waren wir nach 3 Wochen ohne Baustellenbesuch hoffnungsfroh auf die Baustelle gekommen und mussten enttäuscht feststellen, dass sich während unseres Urlaubs nichts getan hatte. Nun waren wir nur eine knappe Woche (inkl. Feiertag) urlaubsbedingt nicht auf der Baustelle und wurden nach unserer Rückkehr sehr positiv überrascht: es wird langsam wohnlich! Das Parkett im Erdgeschoss und das Laminat in den oberen Stockwerken wurde verlegt, es fehlen nur noch einige Fußleisten. Gestrichen ist jetzt auch fast alles.

Und auch in den Bädern sieht es mittlerweile sehr weit aus, es fehlen nur noch ein paar Armaturen und die Duschwände. Allerdings wurden zwei Klos und zwei Armaturen falsch eingebaut, da muss noch korrigiert werden.

Umweltbewusstes Bauen

Beim Hausbau kann man auf so vieles achten, dass man gar nicht so richtig weiß, wo man anfangen und aufhören soll. Selbst wenn man mit einem Bauträger wie Werner Wohnbau baut, bei dem man man im Vergleich zu anderen Hausbauprojekten viele Entscheidungen abgibt, ist das so, wenn man ein paar individuelle Details haben möchte.

Jede/r setzt bei diesen Entscheidungen eigene Schwerpunkte, es soll optisch gefallen, praktisch sein, im Budget liegen, regional und/oder unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt sein…

Ein weiterer Bereich, den man bei seinen Entscheidungen auch berücksichtigen kann, ist das umweltfreundliche Bauen. Wir haben da nicht immer dran gedacht und manchmal ist es schlicht nicht möglich. Unterstützung gibt es zum Beispiel in der Broschüre des Umweltbundesamts Umwelt- und gesundheitsverträgliche Bauprodukte. Listen von Bauprodukten, die bestimmte umwelt- und gesundheitsbezogene Kriterien erfüllen, gibt es auf der Homepage des Blauen Engels.

Folgende Erfahrungen zum umweltfreundlichen Bauen mit Werner Wohnbau haben wir bislang gemacht:

  • Wärmedämmverbundsystem: Ich hätte gerne ein WDVS mit Blauem Engel gehabt. Dies war als Sonderwunsch aber leider nicht möglich, da über die komplette Hausreihe hinweg das gleiche System verbaut wird. Ich hätte auch gerne eine andere Fassadenfarbe gehabt, auf der man Grünbeläge nicht so schnell sehen würde, aber so etwas ist leider auch nicht möglich. (Weiß als Außenfarbe ist doch so ziemlich das Unpraktischste, was es gibt…)
  • KfW-Standard: Werner Wohnbau bietet als Sonderwunsch einen KfW-Standard an, ich bin mir aber nicht mehr ganz sicher welchen. Wir haben uns damals nicht dafür entschieden. Laut unserem Verkäufer ist der einzige Unterschied zur Standardausstattung, dass es bei der Lüftungsanlage eine Wärmerückgewinnung gibt. Die Dämmung ist auch im Standard mit 20cm schon sehr gut.
  • Solarthermie: Solche Sonderwünsche bietet Werner Wohnbau nicht an. Da wir mit einem eigenen Blockheizkraftwerk heizen und dort mit dem Kaufvertrag automatisch vertraglich gebunden sind, ist eine andere Art der Wärmeerzeugung nicht sinnvoll möglich.
  • Kamin: Natürlich könnte man einen Kamin einbauen lassen und zumindest im EG mit Holz heizen. Ich hätte aus Gemütlichkeitsgründen gerne einen Kamin gehabt, jedoch wurde uns von der Verbraucherzentrale davon abgeraten, da unser Haus schlicht zu gut gedämmt ist. Es würde deshalb schon nach kurzer Zeit viel zu warm werden.
  • Sanitär: Um die schier überwältigende Auswahl an Produkten einzugrenzen, haben wir hier zunächst auf Regionalität geachtet. Duravit und hansgrohe kommen von hier, da haben wir immer zuerst geschaut. Es sind aber am Ende auch Produkte von Cara und Grohe geworden. Bei den Armaturen haben wir für die Bäder Versionen ausgewählt, die in der Mittelstellung kalt sind. So ist man automatisch weniger verlockt sich die Hände warm zu waschen. Das haben wir von unserer aktuellen (sehr sparsamen) Vermieterin gelernt. 🙂 Ansonsten haben Umweltkriterien aber eine untergeordnete Rolle gespielt. Man hätte die Spülkästen und Duschbrausen auch mit einem Blauen Engel auswählen können, aber da haben wir nicht dran gedacht.
  • Böden: Wir haben die Böden als Sonderwunsch bei Werner Wohnbau beauftragt. Die Firma, bei der wir bemustert haben, arbeitet mit der Firma Meister zusammen, die glücklicherweise Böden im Angebot hat, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind.
  • Wandfarbe: Auch die Wände haben wir bei Werner Wohnbau als Sonderwunsch beauftragt. Das wird von der Firma gemacht, die auch die Böden verlegt. Auch hier ist die Tapete mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Die Innenfarben zwar nicht, sie sind aber laut Hersteller emissionsarm, lösemittel- und weichmacherfrei.
  • Zaun: Wir waren uns lange nicht ganz sicher, was für ein Zaun es wird. Ein Zaun mit Holzschutzmittelanstrich kam für uns aber auf jeden Fall nicht in Frage, deshalb haben wir bei den Holzzäunen immer nach Lärche geschaut.
  • Garten: Der Garten soll im Rahmen des Möglichen und unserer Fähigkeiten insekten- und biodiv-freundlich gestaltet werden und Trockenheit abkönnen. Hier stehen wir aber noch ganz am Anfang… Ideen für Pflanzen werden wir auch bei bio.og recherchieren, dort hat die Stadt Offenburg trockenheitsverträgliche Pflanzen zusammengestellt.
  • Ladeanschluss für ein E-Auto: Haben wir nicht dran gedacht, auch wenn man es für die Zukunft vielleicht hätte gebrauchen können. Andererseits ist die Lage unseres Baugebiets so ideal, dass die Garage vielleicht in der Zukunft eher als Lagerfläche genutzt wird. Der ICE-Bahnhof ist keine 5 Gehminuten entfernt, der ZOB kommt vor die Haustür, zwei Carsharing-Anbieter sind am Bahnhof vertreten. Außerdem haben wir Fahrräder und sind gut zu Fuß. Falls wir doch mal ein Elektroauto haben wollen, ist aber zumindest ein normaler Stromanschluss in der Garage. Da die Garage nach Süden ausgerichtet ist, könnte man vielleicht sogar eine Solaranlage auf dem Dach installieren.

Es gibt bestimmt noch viel mehr Punkte, die man in seine Entscheidungen hätte einbeziehen können. Wenn mir noch mehr einfällt, ergänze ich die Liste. Tipps nehme ich auch gerne in den Kommentaren entgegen. Tatsächlich wird im Haus ja auch noch viel verbaut, das man als Laie gar nicht kennt. Umso erfreuter bin ich immer, wenn ich auf der Baustelle mir unbekannte Baumaterialien entdecke, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind (siehe Bild oben). Ich glaube aber nicht, dass Werner Wohnbau da ein besonderen Schwerpunkt bei der Auswahl drauf legt, dann würden sie bestimmt damit werben. 😉

PS: Es gibt für die Zeit nach der Bauphase auch diese Broschüre vom Umweltbundesamt: Gesund und umweltfreundlich einrichten. 🙂

Fliesentermin

Heute morgen haben wir uns mit unserem Fliesenleger getroffen, um die Details auf der Baustelle zu besprechen.Welche Verlegeart wollen wir, wie gehen wir mit unterschiedlichen Fliesenstärken an einer Wand um, wie sollen dann deren Fugen aneinander stoßen… Fliesenlegen ist ziemlich komplex. Nachdem das Angebot von der Firma in Form einer ziemlich unübersichtlichen E-Mail etwas gewöhnungsbedürftig war, war der Termin aber umso besser. Der Fliesenleger hatte gute Ideen und wir sind gespannt, wie das Ergebnis wird. Er legt in den nächsten Tagen los.

Bei der Gelegenheit konnten wir dann auch die ersten Badkeramiken an Ort und Stelle bestaunen.