Kleines Zwischenfazit

Mit unserem Übergabegespräch im Februar hat ein neuer Abschnitt des Hausbaus angefangen. Bis zu diesem Zeitpunkt war der zuständige Verkäufer unser Ansprechpartner, ab jetzt sind es der Bauleiter und der Mitarbeiter aus dem technischen Innendienst. Zeit für ein Zwischenfazit:

  1. In der ersten Phase der Reservierung habe ich sehr viele Blogs von Leuten gelesen, die auch mit Werner Wohnbau gebaut haben. Aus diesem Grund wusste ich zumindest, worauf wir uns einlassen. Das ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn man seine Nerven schonen möchte. Diese Blogs fand ich am besten:
    Bauen mit Werner Wohnbau in Kelsterbach
    Blog Werner Wohnbau
    Reihenhaus von Werner Wohnbau in Bickenbach
    Ein Haus entsteht … irgendwann … eventuell … vielleicht
    WERNER WOHNBAU GROSS-GERAU
    Unser Haus an der Elbe
  2. Es hat sich bislang bestätigt, was einhelliger Tenor der Blogs war: Zeitangaben von Werner Wohnbau stimmen eigentlich nie. Der geplante Einzugstermin hat sich zum Beispiel bislang von Sommer 2020 über November 2020 bis April 2021 verschoben. Ich bin gespannt, wann die Umzugshelfer am Ende wirklich kommen müssen.
  3. Ebenfalls hat sich bislang bestätigt, dass Werner Wohnbau sich nicht durch proaktive Kommunikation auszeichnet.
  4. Bei der Beratung während des Verkaufsprozesses bin ich zwiegespalten. Für kleinere Fragen war der Verkäufer immer sehr hilfsbereit und hat sich auch zweimal mit uns auf der Baustelle des ersten Baubschnitts getroffen, damit wir die Dachfenster im Eckhaus anschauen können. Als es dann aber ernst wurde und wir nach der Beratung durch die Verbraucherzentrale viele Fragen zum Kaufvertrag und der Bau-Leistungsbeschreibung hatten, wurde es ungemütlich. Die Mail mit unseren Fragen (vielen Fragen) führte zu einem wirklich unangenehmen Telefonat. Am Ende hat er sich aber 3 Stunden mit uns hingesetzt und die Fragen beantwortet. Trotzdem hat dies unseren Eindruck von Werner Wohnbau stark geprägt.
  5. Fazit aus dieser Geschichte ist: Man darf nicht erwarten, dass Werner Wohnbau etwas am Kaufvertrag oder der Bau-Leistungsbeschreibung ändern würde. Entweder so oder gar nicht, da gibt es keinen Verhandlungsspielraum.
  6. Wie eben erwähnt, waren wir bei der Verbraucherzentrale und haben die Bau-Leistungsbeschreibung von einem Architekten prüfen lassen. Dessen Fazit lautete, dass er eine so schlechte Bau-Leistungsbeschreibung lange nicht mehr gesehen hat. Andererseits sind aber sehr gute Fenster und Haustüren verbaut. Es fehlen viele Detailangaben, so dass man keine schriftliche Handhabe hat, wenn etwas nicht gemacht wird. Die Antwort des Verkäufers auf unsere Fragen nach den Details war übrigens, dass wir doch bitte ein bisschen Vertrauen in Werner Wohnbau haben sollten. Vielleicht bin ich da speziell, aber bei diesen Summen agiere ich eigentlich nicht mehr nur auf Vertrauensbasis…
  7. Das größte Manko laut Verbraucherzentrale ist die Wärmeversorgung durch das BHKW. Diese sind zwar grundsätzlich effizient und gut, aber wir sind 20 Jahre lang an einen Vertrag gebunden und haben keine Alternative, weil wir keinen Heizungsraum/-keller haben.
  8. Beim Übergabegespräch mit dem Bauleiter und dem technischen Innendienst fühlten wir uns gut beraten. Unsere Sonderwünsche wurden professionell mit uns durchgesprochen und hinsichtlich Machbarkeit bewertet. Nicht alles war dabei umsetzbar. Da wir diese Einschätzungen von Werner Wohnbau nicht bewerten konnten, haben wir sie akzeptiert. Sicherlich hätte man mehr ändern können, wenn man z.B. selbst noch einen Architekten eingeschaltet hätte.
  9. Für uns stand von Anfang an fest, dass wir eine Baubegleitung durch unabhängige Gutachter beauftragen würden. Laut dem Verkäufer würde Werner Wohnbau sich über so einen Gutachter auch freuen, weil dann Fehler im Bauverlauf früher auffallen und behoben werden können. Wir haben uns für die Dekra entschieden und der erste Termin steht für die Begutachtung der Bodenplatte an. Dabei darf noch nicht betoniert worden sein, weil man dann natürlich nichts mehr sieht. Hier zeigt sich nun, wie kooperativ Werner Wohnbau tatsächlich bei diesem Thema ist. Die Bitte der Dekra, sich zu melden, wenn der Baustand eine Begutachtung erlaubt, hat Werner Wohnbau schon im Übergabegespräch abgelehnt. Da müsse sich die Dekra schon selbst bei Werner Wohnbau melden. Nun ist es für Außenstehende natürlich schwierig zu wissen, an welchem Tag das Betonieren beginnt. Wir versuchen die fehlende Kooperation von Werner Wohnbau abzufangen, in dem wir täglich an der Baustelle vorbeigehen und ab und zu Fotos an die Dekra schicken. Ich frage mich allerdings was Leute machen, die nicht direkt an der Baustelle wohnen.
  10. Der Kontakt mit dem technischen Innendienst von Werner Wohnbau, mit dem man die Sonderwünsche usw. bespricht, ist bislang sehr nett und hilfreich.

Was denke ich nun nach den ersten 16 Monaten mit Werner Wohnbau?

Ich würde mich immer noch für den Kauf entscheiden. Die Lage ist für uns einfach zu gut, um nicht dort zu bauen. Wenn man mit dem Gedanken spielt, mit Werner Wohnbau zu bauen, sollte man sich aber darüber im Klaren sein, auf was man sich einlässt (Zeitangaben, Kommunikation…). Zeitdruck darf man auf jeden Fall nicht haben.

Bürgerdialog Bahnhof

Wie ich bereits beschrieben habe, grenzt das Baugebiet direkt an das Sanierungsgebiet Bahnhof-Schlachthof. Für die Umgestaltung des Bahnhofsareals findet am 18.2. (also für einige Käufer am Tag ihres Übergabegesprächs, aber dazu bei anderer Gelegenheit mehr) ein Bürgerdialog in Offenburg statt. Laut Homepage der Stadt soll es dabei um folgende Fragen gehen:

  • Welche Belange sind Ihnen bei der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes besonders wichtig?
  • Welche gestalterischen und städtebaulichen Chancen eröffnen sich dort?
  • Welche Möglichkeiten bestehen für die zukünftige Organisation der verschiedenen Verkehrsarten rund um den Bahnhof?

Die Teilnahme könnte für zukünftige Bewohner spannend sein. Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, den Verkehr in der Maria-und-Georg-Dietrich-Str. etwas zu beruhigen? Anmelden kann man sich noch bis zum 12. Februar. Weitere Infos dazu gibt es hier: https://offenburg.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&cataktuell=&m=6515&artikel=13671&stichwort_aktuell=&default=true.

Update am 21.02.20:

Wer die BZ oder das OT abonniert hat, findet hier oder hier Berichte vom Bürgerdialog. Auch ohne Abo bekommt man beim ersten Link eine erste Idee, wie es vor dem Bahnhof aussehen könnte. Auch im aktuellen Okenblatt ist ein Bericht: //www.offenburg.de/html/media/dl.html?v=62861. Beim Dialog ging es um die Themen Verkehr (Bus, Bahn, Rad, Fußgänger, Autos), Freiraum und Umwelt, Städtebau und Stadtgestaltung. Ob der ZOB direkt neben die Reihenhäuser kommt (nördliche Variante) oder dort bleibt, wo er jetzt ist (südliche Variante), steht noch nicht fest. Fest steht jedoch, dass die Aufenthaltsqualität am Bahnhof gesteigert werden soll, was sehr in unserem Interesse ist.

Arbeitsbeginn 5. Hausreihe

Nachdem es in der letzten Woche erste sichtbare Arbeiten an der 4. Hausreihe gegeben hat, sind an diesem Wochenende auch erste Arbeiten an der 5. Hausreihe zu sehen. Zum ersten Mal sehen wir genau, an welcher Stelle unser Haus stehen wird.

Und auch in der 4. Hausreihe sind weitere Fortschritte zu sehen.

Küchenplanung

Bei der Küchenplanung waren wir sehr entscheidungsfreudig – nach 6 Stunden Non-Stop-Beratung haben wir die PS MöbelvertriebsGmbH in Renchen mit einem unterschriebenen Vertrag verlassen. Der Preis lag im Budget, wir fühlten uns gut beraten und hatten ein gutes Bauchgefühl, so dass wir auf Vergleichsangebote in anderen Küchenstudios verzichtet haben.

Aufgrund des sehr begrenzten Platzes waren die Spielräume in der Gestaltung nicht allzu groß, wenn man gleichzeitig ausreichend Arbeitsfläche und Stauraum haben möchte, ohne dass der Küchenbereich zu voll gestellt wirkt. Wir haben deshalb für die Schrankhöhe auf der langen Seite die höchste Höhe gewählt, dafür aber auf der kurzen Seite außer der Dunstabzugshaube nichts an der Wand, damit der Raum nicht zu voll wirkt. Für die Ecken nehmen wir Le Mans-Schränke, weil wir den Stauraum nicht verschenken wollten. Für normale Eckschränke reicht der Platz nicht, wenn man Spülmaschine und ein halbwegs vernünftiges Spülbecken auf der Fensterseite unterbringen möchte.

Vor einem Jahr…

Vor einem Jahr haben wir uns zum ersten Mal das Musterhaus angeschaut und uns dann innerhalb einer Woche ziemlich schnell für den Kauf entschieden. Die Bilanz nach einem Jahr:

  • Die ersten Bewohner im ersten Bauabschnitt sind im Mai eingezogen.
  • Im August haben wir immerhin endlich den Kaufvertrag unterschrieben und gleichzeitig auch den Kredit abgeschlossen.
  • Seit September ist auch die dritte Hausreihe bezogen.
  • Im zweiten Bauabschnitt hat sich jedoch noch nichts getan.

Die Fortschritte im ersten Bauabschnitt sind jedoch deutlich zu erkennen.

Wir sind gespannt, wann es im zweiten Bauabschnitt beginnt. Laut Kaufvertrag sollen wir im November 2020 einziehen. Bei einer geplanten Bauzeit von einem Jahr müsste der Bau der fünften Baureihe im November anfangen. Vorher steht jedoch noch der Baubeginn der vierten Hausreihe, da ist aber auch noch nichts passiert. Da zwischen den Baubeginnen der Hausreihen laut Werner Wohnbau immer zwei Monate liegen, sind wir uns nicht mehr sicher, ob unser Baubeginn noch dieses Jahr sein wird.


Nachtrag:

Pünktlich zum Jahrestag haben wir die erste Rechnung erhalten! Komischerweise bevor das Übergabegespräch mit dem Bauleiter stattgefunden hat, aber man ist ja froh, wenn sich etwas tut. Die erste Rechnung wird laut Kaufvertrag frühstens mit Beginn der Erdarbeiten gestellt. So sah es heute auf der Baustelle aus:

Sommerloch

Einerseits tut sich auf der Baustelle im zweiten Bauabschnitt nichts, so dass es nicht viel zu berichten gab. Andererseits hat sich eigentlich im Sommer schon ziemlich viel getan, wir haben im August nämlich endlich den Kaufvertrag unterschrieben. Die Prüfung der ganzen Unterlagen hat ziemlich viel Zeit und Nerven gekostet, aber so haben wir nun das Gefühl, dass wir wissen auf was wir uns einlassen. Wir haben die Unterlagen zudem von einem befreundeten Notar und der Verbraucherzentrale prüfen lassen.

Während wir die Unterlagen geprüft haben, erschien passenderweise ein kritischer Artikel über Fernwärme und deren Preisgestaltung im SPIEGEL (https://www.spiegel.de/plus/wie-fernwaermeanbieter-ihre-kunden-abzocken-a-00000000-0002-0001-0000-000164983209). Die Verbraucherzentrale war auch nicht sehr begeistert von dem Blockheizkraftwerk, da man sich durch diese Art der Wärmeversorgung (Nahwärme) sehr lange an einen Anbieter bindet und aufgrund der räumlichen Gegebenheiten (fehlender Heizungsraum bzw. Keller) im Haus kaum eine Möglichkeit besteht, die Wärme selbst über regenerative Quellen zu erzeugen. Wärmeerzeugung über nicht-regenerative Quellen ist komplett verboten. Aber dieses Manko ist uns bewusst und lässt sich nicht ändern. Wir sind froh, dass es eine einigermaßen klimafreundliche Art der Energieerzeugung ist.

Nach all der Aufregung waren wir auf jeden Fall sehr erleichtert, dass wir den Vertrag unterschrieben haben und hoffen, dass unser Einzug nicht allzuweit von dem angegebenen Einzugstermin im November 2020 entfernt liegen wird. Passenderweise hat Werner Wohnbau uns heute zur Feier des Vertragsabschlusses noch eine kleine Aufmerksamkeit geschickt. 🙂

Drumherum tut sich allerdings schon ein bisschen was:

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues

Dort, wo jetzt das Wohngebiet gebaut wird, waren früher Gärten. Daher stammt auch der offizielle Name – Gartenquartier. Der Entschluss zur Bebauung der Gärten hat damals verständlicherweise für sehr viel Frust bei den früheren Nutzenden geführt. Als Kompromiss entsteht nun zwischen den Häusern entlang der Okenstraße und den Reihenhäusern ein kleiner Park.

Die Überbleibsel der Gärten kann man momentan in voller Blüte bewundern:

Ich fand die Idee schön, dass zumindest ein bisschen was von den früheren Gärten im Gartenquartier bleibt. Aus diesem Grund habe ich ein paar Ableger von dem Schmetterlingsflieder mit nach Hause genommen, um sie später in unseren Garten pflanzen zu können.

Eigentlich sagt man ja nur bei Hochzeiten, dass etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues Glück für die Zukunft bringt. Aber beim Hausbau stimmt das bestimmt auch. So habe ich mit dem Schmetterlingsflieder etwas Altes und (fast) Blaues, das Haus ist ganz neu und das Geld geliehen. So kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen. 🙂

Es grünt

Während die Gärten im 1. Bauabschnitt von den ersten Grünpflanzen besiedelt werden…

2. Hausreihe

…wohnt unser erster Gartenbewohner noch im Topf.

Unser zweiter Gartenbewohner überwintert derzeit noch in Norddeutschland und trägt schon eine erste Frucht.

Dachfenster – Besichtigungstour

Wir schwanken ja noch, ob wir zusätzliche Dachflächenfenster benötigen oder nicht. Als wir im Dezember in einem Haus waren, um uns die Lichtverhältnisse anzuschauen, waren noch keine Innenwände eingebaut. Deshalb wollten wir uns die Angelegenheit noch einmal anschauen, wenn der Innenausbau weiter fortgeschritten war. Aus diesem Grund haben wir am Montag noch einmal einen Termin auf der Baustelle gemacht. Die Hausreihen sind nämlich schon ziemlich weit, die Übergabe kann nicht mehr lange dauern.

Wir fanden das Zimmer Richung Süden nicht zu dunkel ohne das zusätzliche Fenster. Das seitliche Fenster, das ja eigentlich eher eine Tür ist, ist wirklich sehr groß. (Ich habe es leider nur im Dezember fotografiert.) Das letzte Bild zeigt das Zimmer mit extra Fenster (spiegelverkehrt, da andere Endhausseite).

In Richtung Norden haben deutlich mehr Endhäuser ein zusätzliches Fenster eingebaut:

Zimmer Richtung Norden

Fazit: Wir finden das Licht eigentlich auch ohne Dachflächenfenster ausreichend. Wir werden uns beizeiten mal Gedanken über die Zimmeraufteilung machen und uns dann entscheidend. In meinem Arbeitszimmer wäre ein zusätzliches Fenster zum Beispiel eher störend.

Und das Beste zum Schluss: Anscheinend ist in der vergangenen Woche die Baugenehmigung für das Mehrfamilienhaus erteilt worden, das vor unserem Bauabschnitt gebaut wird. Damit kann es auch bei uns weitergehen. Die Notartermine sollen in der nächsten Zeit erfolgen. Ein Baustart im (Spät-)Sommer könnte also durchaus möglich sein.