Safety first – Einbruchberatung

Wir hatten diese Woche einen Beratungstermin mit der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, die ins Haus kommt und Tipps zur Einbruchsprävention gibt.

Der Polizist war mit unserem Einbruchsschutz schon ganz zufrieden, wir haben bereits bei Werner Wohnbau im Erdgeschoss Sicherheitsbeschläge (RC2 N) und Sicherheitsglas (P4A) für das Küchenfenster und die Terrassentür beauftragt. Er hat uns allerdings noch geraten, dass wir auch im Obergeschoss bei den Badfenstern und den Fenstern im Zimmer Richtung Garten einbruchhemmende Beschläge (Pilzkopfverriegelungen und abschließbare Drehgriffe mit mind. 100 Nm) nachzurüsten. In die Badfenster könnte man theoretisch über die Garagen einsteigen, in die Fenster Richtung Garten über ein potentielles Terrassendach. Anders als wir das bislang gehandhabt haben, müssen die Schlüssel von den Fenstergriffen immer abgezogen und außerhalb der Griffweite aufbewahrt werden.

Eine Liste von Betrieben, die für derartige Nachrüstungen ausgebildet sind, sind auf der Homepage der Polizei zu finden. Nachrüstungen werden zudem von der KfW gefördert. Desweiteren wurde empfohlen, dass man, wenn man im Urlaub ist, über zeitgesteuerte Lampen Anwesenheit simuliert.

Was wir gelernt haben – Innen

Jetzt sind wir schon mehr als ein Vierteljahr im Haus. Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden mit allem, aber natürlich fallen einem im allmählich beginnenden Alltag immer wieder mal Dinge auf, die man jetzt anders machen würde. Für zukünftige Hausbauende folgt deshalb hier eine Übersicht über alles, was wir aus unserer Bauzeit gelernt haben:

  • Handwerker haben oft Recht: Zumindest wir haben bei einem Großteil der Beratungen durch Gewerke und Werner Wohnbau gute Erfahrungen gemacht und gute Tipps bekommen.
  • Aber nicht immer: Mit der Zeit haben wir aber gemerkt, dass Handwerker nicht immer Recht haben – insbesondere wenn es um Mängel geht. Deshalb sollte man Aussagen und Ausführungen bei den leistesten Zweifeln immer hinterfragen. Misstrauen ist zwar nicht schön, aber wenn es um so viel Geld geht, sinnvoll. Lieber schaut man noch einmal in die Bilder vom Rohbau, ob Aussagen zur Installationsreihenfolge (und damit zum Verursacher eines Mangels) wirklich hinkommen. Oder prüft die Pläne, ob der Durchgang zur Toilette wirklich so eng geplant war oder ob nicht das Waschbecken falsch montiert wurde.
  • Sich für alles Pläne geben lassen: Mit dem vorherigen Punkt hängt auch zusammen, dass man sich für alles aktualisierte Pläne geben lassen sollte. Wir hatten uns von Werner Wohnbau für die Elektroplanung neue Badpläne erstellen lassen, nachdem wir unsere Sanitärgegenstände bemustert hatten. Nur deshalb hatten wir einen Nachweis, dass das Waschbecken falsch positioniert war, normalerweise sind die Sanitärgegenstände nicht bemaßt eingezeichnet.
  • Alles immer fotografieren, aus allen Blickwinkeln: Für Diskussionen zu Mängeln und deren Verursachern ist es extrem hilfreich, wenn man alles fotografiert hat. Das ist natürlich schwierig, so lange man noch keinen Bauschlüssel hat, aber wir haben dafür immer die DEKRA-Audits genutzt. So hatten wir zum Beispiel Bilder, auf denen klar sichtbar war, dass unser Waschbecken im DG falsch positioniert wurde, bevor der Elektriker die dazugehörigen Löcher für die Steckdosen gebohrt hat. So übernimmt Werner Wohnbau auch die Neupositionierung der Steckdosen, sonst hätten wir das zahlen müssen. (Oder mit Steckdosen leben müssen, die hinter dem Wasserhahn sitzen.)
  • Immer Anteil von Rechnung zurückhalten, wenn möglich: Bei Diskussionen zur Beseitigung von Mängeln ist es hilfreich, wenn man etwas Geld von der Rechnung zurückhält, bis eine Leistung wirklich ordnungsgemäß ausgeführt wurde. Das war nach Ankündigung immer problemlos möglich, auch wenn das Zahlungsziel dadurch deutlich überschritten wurde.
  • Die Wünsche im Blick behalten: Wir wollten unbedingt Waschbecken mit einem dünnen Rand, damit dieser gar nicht erst einstauben kann. Bei unserem Doppelwaschtisch in unserem Hauptbad hat dies auch wunderbar geklappt (linkes Bild). Warum wir uns beim gleichen Termin für das Bad im Dachgeschoss für einen Waschtisch mit extra-breitem Rand entschieden haben (rechtes Bild)? Kein Ahnung. Wir haben vor lauter Entscheidungen wohl einfach unsere Vorstellungen aus dem Blick verloren. Keine Ahnung, wie man das vermeiden kann…
  • Duschwände: Wir haben normale Duschwannen und Duschwände aus Glas. Bei der Auswahl der Duschwände standen wir ziemlich planlos im Geschäft und mussten uns entscheiden ohne die Unterschiede zu kennen bzw. erklärt zu bekommen. Für alle, die ähnlich hilflos vor der Entscheidung stehen, hier eine ganz hilfreiche Erklärung der unterschiedlichen Dichtigkeit von Duschtüren: https://www.provex.eu/de/spritzwasserdichtigkeit.html. Wir haben zum Glück, ohne es bewusst zu planen, Modelle mit horizontalem Rahmen erwischt, die relativ dicht sind.
  • Wasserhähne: Der Punkt ist eventuell etwas speziell, aber ich habe offensichtlich eine Vorliebe für im Verhältnis zum Waschbecken gut proportionierte Wasserhähne. Wusste ich vor der Bauzeit auch nicht, aber es nervt mich, wenn der Wasserstrahl zu dicht am hinteren (wie im DG-Bad) oder zu dicht am vorderen Waschbeckenrand (ein bisschen im Gäste-WC) ist. Dann spritzt es nämlich unnötig. Im Bad im OG und in der Küche ist es zum Glück perfekt. 🙂 Den hansgrohe-ComfortZone Test, der genau passende Kombinationen testet, habe ich leider erst nach unserer Bauzeit gefunden, als es zu spät war: https://www.hansgrohe.de/bad/ratgeber/produktberatung/kombination-armatur-waschbecken. Im Bad im DG tauschen wir die Armatur im Nachgang nun noch.
  • Lichtauslässe für Spiegelschränke: In unserem Bad im OG haben wir einen Lichtauslass für einen Spiegelschrank inkl. dazugehörigem Lichtschalter. Der Lichtauslass ist Standardausstattung, den Schalter haben wir zusätzlich beauftragt. In unserem Bad im DG haben wir (aus welchem Grund auch immer) keinen zusätzlichen Schalter zum Standard-Lichtauslass geplant. Die Konsequenz ist nun, dass wir für das Bad im DG nur beleuchtete Spiegel kaufen können, die einen eigenen Schalter eingebaut haben. Die Auswahl ist dadurch deutlich beschränkt. Beim nächsten Mal würden wir auf jeden Fall auch hier einen Schalter für den Lichtauslass einplanen, damit man nicht unnötig eingeschränkt bei der Möbelauswahl ist. Zudem ist es bei unserer Elektroplanung so, dass die Steckdosen im Spiegelschrank nur an sind, wenn das Licht vom Spiegelschrank angeschaltet ist. Ziemlich unpraktisch, weil man in der Regel an den Steckdosen ja etwas laden will. Das lässt sich leider aber nur mit größeren Bauarbeiten ändern, weil dafür neue Kabel gezogen werden müssten.
  • Dunkle Fugen: Auch wenn es eigentlich der Job des Bauleiters ist, beim nächsten Mal würden wir mehr Wert darauf legen, dass auf der Baustelle sauberer gearbeitet und abgedeckt wird. Wir haben (bzw. hatten) dunkle Fugen im Bad im OG. Diese wurden auch richtig ausgeführt (s.u.), aber danach wurde ziemlich viel in die Wände gebohrt. Laut Fliesenleger verbinden sich Staub und Fugenfüllung zu einer untrennbaren Mischung. So haben wir jetzt hellgraue Fugen und warten noch darauf, dass Werner Wohnbau eine Lösung dafür finden.
  • Verkofferung im Gäste-WC: Im Standard ist im Gäste-WC nur hinter der Toilette für die Anschlüsse verkoffert. Da alle Anschlüsse hinter dieser Verkofferung sind, gehen die Anschlüsse beim Waschbecken nicht, wie normal, nach hinten weg, sondern nach rechts zur Seite. Das sieht blöd aus und man kann keinen normalen Waschbeckenunterschrank montieren. Die unten verlinkte Lösung fand ich ziemlich gut, habe sie aber zu spät gesehen. Wenn man einfach durchgehend auch hinter dem Waschbecken verkoffert, sind alle Problemchen gelöst.
  • Fußleisten: Wir haben uns für weiße Fußleisten entschieden, weil wir das hübscher fanden. In der Praxis wären Fußleisten in dem Holzton des Fußbodens eventuell doch etwas praktischer gewesen. Zum einen liegen die Fußleisten nicht perfekt an der Wand an und sind nicht 100%ig perfekt zugeschnitten. Die daraus resultierenden Schatten fallen bei weißen Fußleisten vermutlich deutlich stärker auf als bei farbigen. Das war aber eher vor dem Umzug störend – wenn man erstmal Gegenstände in den Räumen hat, fällt es gar nicht mehr so sehr auf. Nach dem Umzug stört es eher, dass man den Staub auf den weißen Leisten gleich sieht. 😉
  • Treppengeländer: Über das Treppengeländer haben wir uns nicht viele Gedanken gemacht. Im Nachhinein hätte ich es nicht schlecht gefunden, wenn wir statt des Treppengeländers auch vom OG ins DG eine geschlossene Wand gemacht hätten, wie unten zu sehen. Das ist zum einen hübscher als das nicht sehr ansehnliche Treppengeländer aus Metall, zum anderen deutlich putzfreundlicher. Vom EG ins OG ist die Wand sowieso geschlossen, weil wir dort den Abstellraum unter der Treppe haben.
  • Steckdosen: Man bekommt es ja in der Regel vor dem Bau gesagt: Plant mehr Steckdosen ein als ihr für notwendig haltet. Haben wir auch gemacht, aber trotzdem fehlen an einigen Stellen dann doch noch Dosen… Meist ist es kein Beinbruch, aber an einigen Stellen nervt es schon ein bisschen. Eigentlich muss man wahrscheinlich in jede (wirklich jede) Ecke zwei Steckdosen planen, so würden wir es auf jeden Fall beim nächsten Hausbau (also hoffentlich nie) machen.
  • Lichtschalter: Das gleiche gilt für Lichtschalter. In der Standardausstattung sind die Lichtschalter nur sehr sparsam platziert und wir haben leider nur im EG Lichtschalter ergänzt. Immerhin, denn in Standard ist nur ein einziger Lichtschalter für die Wohnzimmerbeleuchtung vorgesehen (und zwar am Treppenaufgang🤷🏽‍♀️), so dass man, wenn man von der Terrasse ins Haus kommt, im Dunkeln durch das komplette Wohnzimmer laufen müsste, bis man Licht anschalten kann. Trotzdem würde ich mir noch einen zusätzlichen Lichtschalter fürs Wohnzimmer direkt an der Couch wünschen. Auch wäre es schön, wenn man in der Küche das Küchenlicht anschalten könnte und nicht nur neben der Tür zum Flur. Das ist nicht weit, stört aber bei den Arbeitsabläufen. In den Fluren haben wir leider gar keine Schalter ergänzt, genauso wenig wie an den Treppenauf- bzw. abgängen. Im Nachhinein würde ich an jeden Treppeneinstieg Schalter für das Flurlicht des aktuellen Stockwerks und für das Flurlicht des nächsten Stockwerks platzieren. Und zwar wirklich direkt an der Treppe und nicht an einer Wand in der Nähe, wie es im Standard manchmal ist. Zudem würde ich Schalter für das Flurlicht an jeder Tür auf dem Stockwerk planen. Es sieht auf den Plänen immer nicht weit aus, aber es stört (mich) ziemlich, wenn man bis zum nächsten Schalter durch den halben dunklen Flus muss. Im Flur im DG ist beispielsweise nur ein einziger Schalter fürs Flurlicht direkt an der Treppe. Das bedeutet, dass man, wenn man aus dem linken Zimmer kommt, erst dann das Licht anschalten kann, wenn man den Flur wieder verlässt. Das Flurlicht im OG kann man vom DG aus im Standard gar nicht anschalten. Die Lösung für mich ist, dass wir Lampen mit Bewegungsmelder installieren, aber die ziehen natürlich blöderweise auch im Standby Strom.
  • Elektrische Rollläden an Terrassentür: Eine wirkliche Fehlentscheidung von uns war es, auf elektrische Rollläden an der Terrasse zu verzichten. Wir waren bislang Gurtwickler gewöhnt und konnten in elektrischen Rollläden keinen Mehrwert demgegenüber sehen. Allerdings sind die Rollläden an der Terrassentür nicht mit einem Gurtwickler, sondern mit einer Kurbel. Und das ist ein himmelweiter Unterschied hinsichtlich der Handhabung. Es nervt, aber es gibt offensichtlich keine Alternative, wenn man dort keinen Strom in der Nähe hat, so dass wir wohl bei der Kurbel bleiben müssen.
  • Elektroanschluss für Markise: Ein weiterer Nachteil daran, wenn man keine elektrischen Rollläden an der Terrasse hat, ist, dass man von dort nicht einfach einen Stromanschluss für eine Markise nach außen nachrüsten lassen kann. Aber was wir für den Außenbereich gelernt haben, wird noch ein anderer Beitrag.
  • Stromzähler: Bei uns ist der Stromzähler und die Hauptsicherung in einem Kasten im Flur. Das kostet zum einen 10 cm Flur, was bei einem sowieso schon kleinen Flur weh tut. Zum anderen muss man ja auch noch (selten) die Tür zu dem Kasten öffnen können, was die Flurnutzung noch mehr einschränkt. Ich weiß nicht, ob es ginge, aber es wäre schlauer gewesen, wenn man zumindest die Öffnung des Kastens in Richtung des Gäste-WCs gemacht hätte. Dann könnte man die Garderobe bis an die Wand ranstellen.
  • Größerer Medienverteiler: Wir haben bei uns im Haus 14 Netzwerkdosen, die alle im Medienverteiler im EG mit Patch und Switch verbunden werden müssen. Eigentlich sollte es heutzutage nicht ungewöhnlich sein, dass jeder Raum im Haus 1-2 Netzwerkdosen hat. Im Medienverteiler kann man diese Anzahl jedoch kaum unterbringen, erst der dritte Switch, den wir dann mit abgespecktem Funktionsumfang bestellt haben, passte überhaupt in den Verteiler.
  • Weniger Ecken und Kanten: Generell würde ich beim nächsten Mal noch mehr darauf achten, dass es im Haus weniger unnötigen Ecken gibt, die beim Putzen nerven. Das Haus ist ganz offensichtlich von einer Person geplant worden, die nicht selbst saugt (bzw. keinen Staubsaugerroboter hat). Es ist beispielweise ziemlich unnötig, dass die Wand beim Abstellraum unter der Treppe ca. 10 cm nach hinten versetzt ist und es dadurch zwei Ecken mehr gibt, ohne einen sichtbaren Nutzen.

Bei allen Punkten ist es grundsätzlich Meckern auf hohem Niveau, wir sind im Großen und Ganzen sehr zufrieden und am Ende gewöhnt man sich an das meiste. 🙂

Wie die Zeit vergeht…

Jetzt verstehe ich, warum die meisten Blogs mit der Hausübergabe enden: Als Hausbesitzerin hat man einfach zu viel zu tun. 🙂 Seit der Übergabe am 15. Juni waren wir gut mit Arbeiten rund um das Haus und den Umzug ausgelastet. Zum Glück hatten wir zwischendurch auch mal Urlaub und konnten ohne Ablenkung durch die Arbeit ein bisschen was schaffen.

Für zukünftige Ins-Haus-Ziehende folgt ein kurzer Überblick über die Arbeiten, die uns in den letzten Wochen auf Trapp gehalten haben. Das ist sicherlich recht individuell, gibt aber vielleicht einen ersten Überblick in einigermaßen chronologischer Reihenfolge.

  • Briefkasten montieren: Da wir laut Werner Wohnbau ab der Übergabe per Post an der neuen Adresse erreichbar sein sollten, haben wir direkt nach der Übergabe unseren Briefkasten montiert. Um die schöne neue Fassade nicht gleich anzubohren, haben wir uns für einen Standbriefkasten entschieden.
  • (Auf)Bau von Regalen und Schränken: In der Hoffnung nach dem Umzug möglichst schnell für Ordnung sorgen zu können, haben wir vor unserem Umzug schon Wohnzimmerregale, Kleiderschrank und Einbauschränke für die Schräge im Dachgeschoss (auf)gebaut. Die ersten Löcher für die Wandregale in den unversehrten Wänden haben Überwindung gekostet, aber mittlerweile wird der Schlagbohrer hemmungslos eingesetzt. Ohne Schlagbohrer kommt man in den Kalksandstein-Wänden nicht weit. Zudem haben wir die Erfahrung gemacht, dass man eher kurze, dicke Schrauben wählen sollte, wir haben relativ lange und dünne Schrauben gekauft, die gerne ohne Vorwarnung in der Wand abbrechen…
  • Fahrradabstellmöglichkeit: Die Garage ist zwar extra lang, damit auch Fahrräder dort abgestellt werden können, aber nur vor oder hinter dem Auto. Die Fahrräder, die wir täglich nutzen, wollen wir deshalb direkt neben der Haustür haben. Vor dem Küchenfenster haben wir 1,40 x 2,90 m Platz, die wir dafür nutzen können. Das bedeutete zunächst einmal, dass der Urwald aus Unkraut gerodet werden musste. Anschließend haben wir Fahrradbügel mit Erdankern im Boden befestigt und den Bereich mit Hackschnitzeln aufgefüllt, um Bodenversiegelung zu vermeiden.
  • Umzug: Die Entfernung war zum Glück überschaubar (400m), aber trotzdem nervt so ein Umzug immer… Wir sind aber guter Hoffnung, dass es vorerst der letzte Umzug war. 🙂
  • Auspacken: Bis der allerletzte Umzugskarton ausgepackt ist, dauert es sicherlich noch eine Weile, aber der Großteil der Sachen ist mittlerweile an Ort und Stelle. Der Dachboden ist auf jeden Fall schon voll.
  • Wohnung streichen und putzen: Auch wenn man viel mehr Lust hat im Haus die Dinge voranzubringen, so mussten wir doch noch einige Zeit in die alte Wohnung stecken, um sie für die Übergabe vorzubereiten. Zum Glück hatten wir tatkräftige Unterstützung, so dass zumindest das Streichen einigermaßen schnell geschafft war.
  • Zaun: Lange hatten wir überlegt, was für einen Zaun wir machen wollen. Am Ende haben wir uns für den klassischen Doppelstabmattenzaun entschieden, weil wir eine schöne Lösung aus Holz gefunden haben, mit der er blickdicht gestaltet werden kann. Diese besteht aus sehr, sehr vielen dünnen Holzlatten, die vertikal in den Zaun gesteckt und einzeln unten mit einer Metallklammer befestigt werden müssen. Eine ziemliche Fleißarbeit, aber es hat sich gelohnt.
  • Unkraut: Wie man oben sieht, ist unser Rasen mittlerweile gut gewachsen. Gut gewachsen ist auch alles andere, was sich so sein Plätzchen in unserem Garten gesucht hat. Grundsätzlich finden wir das auch schön, das Rispengras hatte dann nach Expertenmeinung aber etwas zu viele Plätzchen gefunden. Deshalb haben wir schon viel Zeit ins Unkrautjäten gesteckt, um es etwas im Zaum zu halten (siehe ebenfalls Vorher-/Nachher-Bild oben). Man mag es nicht glauben, aber der erste Grobdurchgang hat auch bei dieser Gartengröße fast einen Tag gedauert.
  • Garage einrichten: Ein Meilenstein war erreicht, als wir unser Auto das erste Mal in die Garage fahren konnten. Es war anfangs noch etwas gequetscht, aber nach einigen Sortieraktionen, ebayKleinanzeigen-Anzeigen und Fahrten zur Deponie passt es mittlerweile gut rein. Zudem finden in der Garage Regale, ein Spind, eine Werkbank und zwei Fahrräder Platz.
Das erste Mal passt das Auto in der Garage
  • Viele Handwerkertermine: Auch wenn das Haus ja schon fast fertig war, als wir es übernommen haben, gaben und geben sich die Handwerker noch die Klinke in die Hand – und zwar meist ohne vorherige Terminabsprache. Keine Ahnung, wie das die Leute machen, die nicht im Home Office oder im Urlaub sind. Für Mängelbehebungen mussten eigentlich alle Handwerker noch einmal kommen, die Schnellsten waren dabei die Firma für Böden/Wände/Türen und die Fensterbauer. Mittlerweile ist fast alles abgearbeitet, nur die Sanitärfirma hat sich noch gar nicht gemeldet. Da sie sich unter anderem um den größten Mangel kümmern müssen (Waschbecken 20 cm versetzen) und dafür quasi eine komplette Badwand neu gemacht werden muss, hat sie laut Bauleiter erst nach Abschluss der Arbeiten in der 6. Hausreihe Zeit dafür.
  • Duschwände: Außerdem wurden nach der Übergabe noch unsere Duschwände montiert. Aufgrund der Verwirrungen rund um die Position des Waschbeckens im Dachgeschoss hatten wir die dortige Duschwand vor einiger Zeit und bevor wir gemerkt haben, dass das Waschbecken falsch montiert ist, geändert beauftragt und haben nun einen eigentlich ungewollten Eckeinstieg, damit der Durchgang zur Toilette nicht zu eng wird. Das ist zwar eine Konsequenz des Mangels, aber kein Mangel an sich, da selbst beauftragt, so dass wir uns nun damit anfreunden müssen, auch wenn das Waschbecken versetzt wird. Sehr wohl ein Mangel war aber die kreative und etwas kurz geratene Schnittführung bei unserer Türdichtung, mittlerweile haben wir eine neue Dichtung.
  • Treppe enthüllen: Seit der Lieferung war die Treppe mit aufgeklebten Pappen geschützt. Wir haben uns auch noch nach unserem Einzug ewig nicht getraut diese zu entfernen, damit wir beim Hoch- und Runtertragen ja nichts beschädigen…
  • Ummelden: Ein Thema, das auch bei normalen Straßennamen nervig ist. Wenn der Straßenname aber so lang ist, dass er in Online-Formularen nicht komplett eingegeben werden kann, die Online-Formulare aber gleichzeitig auch keine Abkürzungen akzeptieren, kostet es noch mehr der ohnehin angespannte Nerven. Falls dies ein Kommunalpolitiker liest: Bitte beschränkt euch bei neuen Straßennamen auf Namen, die inklusive Hausnummern, nicht länger als 30 Zeichen sind. Das ist anscheinend Standard in den Online-Formularen von Banken. Unser Straßenname kann nicht einmal auf unserem offiziellen Ummeldebescheid beim Bürgerbüro bzw. auf dem Personalausweis komplett ausgeschrieben werden. Auf Anfrage bei der Post, welche Abkürzungen vom Sortiersystem noch erkannt werden lautet die Aussage übrigens, dass nur Maria-u-Georg-Dietrich-Str. sicher erkannt werden würde. Das spart nicht wirklich viele Buchstaben…

Auch drum herum ist natürlich viel passiert, aber im Alltag bekommt man die Details der Fortschritte gar nicht mehr so richtig mit. Die Nachbarn haben sich anscheinend einen Naturbadeteich einbauen lassen, die Mulde vor Hausreihe 6 ist fertig und beim Mehrfamilienhaus kann man schon unsere spätere Durchfahrt sehen. Bis diese Ende 2022 fertig ist, müssen wir über eine Behelfsstraße zu den Garagen fahren.

Mängelliste bei der Übergabe

Vor 1,5 Wochen wurde uns das Haus von Werner Wohnau offiziell übergeben. Im Vorfeld haben wir das Haus gründlich geputzt, um dabei möglichst viele Macken zu entdecken. Im Rahmen der Übergabe haben wir diese dann zusammen mit unserem Gutachter von der DEKRA und Werner Wohnbau besprochen. Werner Wohnbau hat daraus eine Mängelliste erstellt, die die Gewerke nun Schritt für Schritt abarbeiten. Die Mängel an Türen, Böden, Wänden und der Terrassentür sind sogar schon behoben.

Etwas zusammengefasst standen folgende Punkte auf der Liste (manche davon vorbehaltlich einer Prüfung durch Werner Wohnbau):

  • Viele Macken an den Wänden
  • Fußbodenleisten an vielen Stellen nicht ordentlich ausgeführt (die Fußbodenleisten sind mein kleiner persönlicher Feind)
  • Neben allen Türen fehlte das Acryl auf dem Fliesensockel
  • Viele Macken im Lack am Treppengeländer
  • Eine Steckdose im Dachspitz fehlt
  • OSB-Platten im Dachspitz stark verschmutzt
  • Eine Tür hatte einen gut sichtbaren Lackmangel (wird ausgetauscht)
  • Zwei Lichtschalter wurden falsch positioniert
  • Mehrere Macken im Laminat
  • Waschbecken im Bad im Dachgeschoss sitzt 20 cm zu weit im Raum (das erklärt, warum die geplanten Duschtüren nicht wie gewünscht umgesetzt werden konnten)
  • Silikon am Bodenabschluss wurde zum Teil unsauber ausgeführt
  • Gegensprechanlage im Dachgeschoss funktioniert nicht
  • Die eigentlich anthrazitfarbenen Fugen am Boden im Bad im Obergeschoss sind hell, egal wie viel man schrubbt (eventuell weil der Boden bei den Arbeiten nach Fertigstellung der Fliesen nicht ordentlich abgedeckt wurde)
  • Türschloss vom Terrassenelement fehlt und der Griff wurde nur halb eingebaut, nachdem sich eine Schraube festgefressen hatte
  • Beulen in Rolllädenelementen
  • Kratzer im festen Glaselement der Terrassentür
  • Farbflecken an der Fassade
  • Begrünter Schachtdeckel fehlt
  • Spiegel im Gäste-WC fehlt
  • Türgriff der Haustür innen ist zerkratzt
  • Beschriftung von Sicherungen und Patchfeld fehlen
  • Elektroinstallation in der Garage fehlt komplett

Während der Übergabe hat Werner Wohnbau mögliche Kratzer zunächst immer erst einmal versucht wegzuputzen. Oft hat das funktioniert, bei der Verschmutzung unseres Sicherungskasten hat der Reiniger aber leider das Plastik der Tür angelöst, so dass diese nun auch noch getauscht werden muss.

Wir sind jetzt insbesondere gespannt, wie der Mangel mit dem falsch montierten Waschbecken gelöst wird. Durch die falsche Positionierung ist der Durchgang zwischen Waschbecken und Dusche zur Toilette ziemlich eng.

Die Farbe des Daumens

Zumindest in Bezug auf von mir gezielt betreute Grünpflanzen ist mein Daumen eher schwarz. Und ich habe es wirklich versucht. Ich habe versucht einen Apfelbaum aus einem Kern zu ziehen:

Ich habe versucht den Ahorn, den wir zu unserer Hochzeit geschenkt bekommen haben, am Leben zu halten (ich hatte sogar zwei Versuche…):

Und ich wollte gerne einen Schmetterlingsflieder aus den Gärten, die vorher auf unserem Baugebiet waren, in unseren Garten pflanzen:

Das einzige, für das ich offensichtlich ein Händchen habe, sind Wildkräuter. Die kommen in unserem Rasen nämlich wirklich prächtig. 🙂

KW 22 – Stand auf der Baustelle

Die Übergabe ist zwar noch 1,5 Wochen hin, aber wir haben am Sonntag schon ein erstes Mal den Putzlappen geschwungen und eine Ladung Baustaub aus dem Haus geholt. Dabei mussten wir leider auch feststellen, dass die Handwerker offensichtlich nicht (nur) im Sitzen pinkeln. 😦

Im Laufe der Woche wurden immer mehr Details im Haus fertiggestellt. In einem Zimmer im OG haben wir die Heizung von der Innenwand an die Außenwand verlegen lassen. Da die Betondecken fertig geliefert werden und kein Estrich gegossen wird, müssen die Heizungsrohre oberirdisch verlegt werden. Das Rohr wurde nun endlich mit einer Plastikleiste abgedeckt. Außerdem wurde die Gegensprechanlage installiert.

In der sechsten Hausreihe sind immer noch die Trockenbauer beschäftigt. Immerhin im Außenbereich geht es voran und die Milchglaselemente für die Eingangsbereiche stehen auch schon bereit.

KW 19 – Stand auf der Baustelle

Im letzten Urlaub im Sommer 2020 waren wir nach 3 Wochen ohne Baustellenbesuch hoffnungsfroh auf die Baustelle gekommen und mussten enttäuscht feststellen, dass sich während unseres Urlaubs nichts getan hatte. Nun waren wir nur eine knappe Woche (inkl. Feiertag) urlaubsbedingt nicht auf der Baustelle und wurden nach unserer Rückkehr sehr positiv überrascht: es wird langsam wohnlich! Das Parkett im Erdgeschoss und das Laminat in den oberen Stockwerken wurde verlegt, es fehlen nur noch einige Fußleisten. Gestrichen ist jetzt auch fast alles.

Und auch in den Bädern sieht es mittlerweile sehr weit aus, es fehlen nur noch ein paar Armaturen und die Duschwände. Allerdings wurden zwei Klos und zwei Armaturen falsch eingebaut, da muss noch korrigiert werden.

KW 18 – Stand auf der Baustelle

Letztes Wochenende gab es einiges zu sehen. Die letzte Wand zur Abgrenzung der Küche wurde endlich eingebaut, gerade noch rechtzeitig, dass der Maler sie tapezieren konnte. Jetzt ist schon alles tapeziert und die beiden oberen Stockwerke sind gestrichen. Auch die Treppe ist abgeschliffen und lackiert. Die Bödenbeläge liegen schon bereit und werden vielleicht noch diese Woche verbaut.

Im Außenbereich wurde die Fläche vor den Garagen und der Weg vor unseren Haustüren gepflastert. In der 6. Hausreihe wurden auch die Terrassenplatten verlegt. Bei dem Gebäude, das vor unserem Grundstück gebaut wird, stehen nun die ersten Wände für das Erdgeschoss.

Man mag es angesichts unserer niedrigen gärtnerischen Ambitionen für übertrieben halten, aber wir haben am Wochenende Bodenproben von unserem Garten genommen und schicken diese an das Raiffeisen-Labor, damit die wichtigsten Parameter bestimmt werden. Mal schauen, wie gut der Mutterboden ist, den Krasniqi angeliefert hat. Der Rasenmäher wird bei den enthaltenen Steinen am Anfang auf jeden Fall etwas leiden, falls die vor dem Ansäen des Rasens nicht abgesammelt werden.

Dekra-Audit Erweiterter Ausbau

Das Audit zum erweiterten Ausbau war nicht sehr spektakulär. Folgende Punkte wurden bemängelt:

  • Unsaubere Spachtelungen
  • Fehlendes Abdeckprofil zwischen Garage und Giebelwand
  • Dellen am Regenfallrohr

Die Bauleitererklärungen zu den letzten beiden Audits haben wir leider bislang noch nicht von unserem Bauleiter zurückbekommen.