Wer waren eigentlich die Dietrichs?

WARNUNG: Dieser Artikel enthält eine übertrieben detaillierte Auseinandersetzung mit unserem Straßennamen. Weiterlesen auf eigene Gefahr.

Straßennamen finde ich spannend und war immer neidisch auf Leute, die in Straßen mit so schönen Namen wie „Bei der Abtspferdetränke“ oder „Reitende-Diener-Str.“ wohnen. „Maria-und-Georg-Dietrich-Str.“ ist im Vergleich dazu ein wahres Wortungetüm, viel zu lang und wenig kreativ. Meine Hoffnung ist, dass im Alltag die Angabe „Dietrich-Str.“ ausreichen wird…

Nichtsdestotrotz wollte ich wissen, wer sich hinter diesem Straßennamen-Ungetüm verbirgt und mir bei Gelegenheit mal den passenden Wikipedia-Artikel über die Dietrichs durchlesen. Die Internet-Recherche war nicht sehr ergebnisreich, ich stieß aber auf eine Biographie, die sich Georg Dietrich mal als Auftragsarbeit hat schreiben lassen. Gebraucht war sie tatsächlich erhältlich und diente mir nun als Weihnachtslektüre. Erstaunlicherweise hatte sie stattliche 400 Seiten, das Leben von Georg Dietrich bot also viel Erzählstoff. (Oder der Autor wurde nach Seiten bezahlt. ;-))

Die Biographie beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Leben von Georg Dietrich, der aus Griesheim/Bühl stammt und nach dem 2. Weltkrieg in Offenburg eine Spedition aufgebaut hat. Das Buch beginnt mit der Kapitulation 1945, als Georg Dietrich hoch dekoriert (Eisernes Kreuz I. und II. Klasse, Sturmabzeichen und Nahkampfspange) aus Einsätzen in Nordafrika, Russland und der Westfront wieder nach Offenburg zurückkommt. Die Zeit des Krieges wird leider nicht weiter diskutiert. Während des Kriegs lernte er seine spätere Frau Maria in Menden kennen, sie folgte ihm nach Kriegsende nach Offenburg. Sie war Georg Dietrich anscheinend immer eine große Unterstützung, spielt im Buch aber nur eine kleine Rolle. Umso schöner, dass der Haupt- und Bauausschuss auch ihre Lebensleistung anerkannt und die Straße nicht nur Georg-Dietrich-Str. genannt hat. Dies hatte die Stadt ursprünglich vorgeschlagen. Mit der Konsequenz des sehr langen Straßennamens müssen wir nun leben.

„Grünen-Stadtrat Norbert Großklaus begründete den Vorschlag damit, dass der Unternehmer Georg Dietrich – der im Übrigen aus Sicht seiner Fraktion »Licht und Schattenseiten« – gehabt habe – stets betont habe, dass seine Lebensleistung ohne »seine Maria« nicht möglich gewesen wäre. Einziger Haken bei der Benennung: Der Name wäre relativ lang.“

Zitat von https://www.bo.de/lokales/offenburg/ausschuss-will-den-seidenfaden-zurueck

Mir ist nicht klar, warum man überhaupt einen neuen Straßennamen finden musste, schließlich ist unsere Straße keine neue Straße, sondern hieß vorher schlicht „Hauptstr.“. Ungeachtet der fraglichen Notwendigkeit eines neuen Namens, unser Baugebiet am Güterbahnhof steht definitiv in einem engen Zusammenhang mit dem Leben der Dietrichs. Am Güterbahnhof wurde nach den kleinen Anfängen in Bühl die erste Zentrale der Spedition gebaut, mit direktem Gleisanschluss. Dietrich setzte nämlich erfreulicherweise von Anfang an darauf, dass möglichst viel über die Schiene transportiert wurde. Auch heute befindet sich noch das Georg Dietrich Areal in der Nähe der Straße am späteren, noch größeren, Standort in Richtung Norden. Die eigentliche Firma wurde jedoch 1989 von Georg Dietrich verkauft und existiert nicht mehr.

Georg Dietrich Areal

Nach dem Verkauf widmeten sich Maria und Georg Dietrich noch stärker ihrer Arbeit in Polen. Seit 1981 unterstützte Georg Dietrich regelmäßige Hilfslieferungen nach Olsztyn in Polen, die an verschiedene Einrichtungen des Stadt verteilt wurden und förderte den interkulturellen Austausch zwischen Offenburg und Olsztyn. Dies geschah zunächst über die Weihnachtsbrücke, später über den Deutsch-Polnischen Freundeskreis (später Deutsch-Polnisch-Russischen Freundeskreis) und die Georg und Maria Dietrich-Stiftung, die auch heute noch aktiv ist. 2013 starben Maria und Georg Dietrich im Abstand von nur wenigen Wochen.

Durch das Buch habe ich nun zumindest einen Eindruck von den Dietrichs, auch wenn dieser recht einseitig geprägt ist. Bei einer durch die Hauptperson in Auftrag gegebenen Biographie werden sicherlich die positiven Aspekte eher betont und die Schattenseiten, wie von Norbert Großklaus erwähnt, weggelassen.

KW 51 – Stand auf der Baustelle

Der vorweihnachtliche Besuch auf der Baustelle zeigt, dass man in der vierten Hausreihe bald baden kann. 🙂 Der zweite Blick in die Garagen zeigt zudem, dass wir unsere Elektroplanung für die Garage noch einmal überdenken müssen. Da, wo wir Steckdosen und Lichtschalter für den hinteren Bereich geplant haben, ist ein Regenrohr, das nicht eingezeichnet war… So wird Elektro Kummer auf jeden Fall nie langweilig.

In der fünften und sechsten Reihe gibt es zumindest äußerlich keine Neuigkeiten.

Im aktuellen Offenblatt standen neue Infos zum Bau des Mehrfamilienhauses vor unseren Häusern: Der Bau der Senioreneinrichtung wird ca. 24 Monate dauern, das Haus soll im Oktober 2022 bezugsfertig sein. Ab dem 18. Januar 2021 bis Ende Oktober 2022 wird für den Bau die Maria-und-Georg-Dietrich-Str. in unserem Abschnitt halbseitig gesperrt.

KW 50 – Stand auf der Baustelle

Zumindest von außen hat sich diese Woche nichts getan. Die Arbeiten laufen wohl alle im Inneren ab, zumindest das Auto von der Sanitärfirma sieht man meistens auf der Baustelle.

In der 4. Hausreihe sieht es innen immer wohnlicher aus, während es bei uns im Haus wieder ziemlich unaufgeräumt aussieht. So unordentlich ist es dann hoffentlich nicht mehr, wenn wir erstmal eingezogen sind. 🙂

KW 49 – Stand auf der Baustelle

In unserer Hausreihe sind diese Woche Fortschritte deutlich sichtbar: der Putz ist drauf. Jetzt hoffen wir, dass es mit der Farbe genauso schnell geht und danach das Gerüst verschwindet.

In der 4. Hausreihe wurden Kabel für die Garagen verlegt und innen geht es mit dem Ausbau weiter.

In der 6. Reihe scheint es nach unserer Reihe direkt mit der Isolierung weiterzugehen, die ersten Blöcke sind auf jeden Fall schon dran.

bio.og

Offenburg arbeitet derzeit mit verschiedenen Aktionen daran, die Biodiversität in der Stadt zu steigern. Laut der Homepage werden dafür sogar die Entsiegelung von befestigten Flächen, die Umwandlung von Schotterflächen in biodiverse Vorgärten, sowie die Begrünung von Dächern und Fassaden finanziell bezuschusst. Wenn ich die Unterlagen richtig verstehe, kommt das Förderprogramm wohl für uns nicht in Frage, weil Neuanlagen immer ausgeschlossen werden. Allerdings findet man auf der Seite auch Listen von hitze- und trockenheitsverträglichen Pflanzen, inkl. Angaben, wann sie blühen und ob sie heimisch und bienenfreundlich sind.

Wer also noch Inspiration für seinen klimaangepassten Garten braucht, kann sich dort gut Infos holen.

Unerwartet komplex: Unterschränke

Auf dem Rückweg von unserem Böden-Termin haben wir einen Stopp bei der Duravit-Zentrale in Hornberg eingelegt. Um möglichst regional zu bleiben, hatten wir im Bad einige Duravit-Produkte verbaut. Nachdem die Fliesenfarben nun feststehen, wollten wir jetzt auch passende Waschbeckenunterschränke auswählen.

Es stellte sich heraus, dass die Produktpalette von Duravit enorm komplex aufgebaut ist – so komplex, dass selbst die Mitarbeiterin am Infotresen mehrmals bei den Duravit-Fachabteilungen anrufen musste, um herauszufinden, welche Unterschränke zu unseren Waschtischen passen. Am Ende gab es einen passenden Unterschrank zu unserem Doppelwaschtisch und zwei passende Schränke für das Gästebad. Für diese konnten wir uns vor Ort Farbmuster anschauen und mit den Fliesen abgleichen.

Wir waren aber mit der Auswahl noch nicht ganz zufrieden. Im Angebot von Pfeiffer und May, das wir im Mai haben erstellen lassen, hatten wir ursprünglich bereits Unterschränke von der Firma Burgbad einplanen lassen. Diese hatten wir wieder gestrichen, weil wir ohne Fliesen keine Fronten aussuchen wollten. Deshalb schauten wir uns nach dem Duravit-Besuch noch einmal auf der Burgbad-Seite um. Dort wurden wir positiv überrascht: Eine Recherche nach Unterschränken kann man auch einfach gestalten. Im Gegensatz zu Duravit kann man bei Burgbad einfach nach seinem Waschtisch suchen und bekommt alle passenden Unterschränke vorgeschlagen. Die Fronten konnten wir bei Pfeiffer und May anschauen und mit den Fliesen abgleichen.

Am Ende haben wir uns nun beim Doppelwaschtisch für ein Modell von Burgbad entschieden. Dieses gefiel uns besser und war preislich sehr ähnlich wie der Schrank von Duravit. Für das Gästebad wird es wohl ein Schrank von Duravit. Beide Schränke sehen sehr ähnlich aus und laut offizieller Preisliste ist das Modell von Duravit ca. 300€ günstiger als das Modell von Burgbad.