Eigentlich dachten wir, dass uns das Bad nicht so wichtig ist und wir diese Planung schnell abschließen könnten. Wir hatten eine grobe Idee, was wir wollten, aber am Ende hat es von der Aufforderung zur Bemusterung bis zum fertigen Angebot über fünf Monate gedauert. Die Länge des folgenden Texts deutet darauf hin, dass es kein ganz einfacher Weg war. 🙂
Wünsche
Mit folgenden Wünschen sind wir in die Badplanung gegangen:
| Hintergrund | Ergebnis | |
| Gäste-WC | ||
| Anderes Waschbecken | Optische Gründe | Ausgetauscht |
| Anderer Wasserhahn | Optische Gründe + wir möchten bei allen Wasserhähnen zum Energiesparen „Mittelstellung kalt“ | Ausgetauscht |
| Spülrandloses WC | Leichter zu reinigen | Ausgetauscht |
| Unterschrank, um den Syphon zu verdecken | Optische Gründe | Geht aufgrund des seitlichen Wasseranschlusses nicht, stattdessen Design-Syphon (wat dat nich all gift…) |
| Bad im OG | ||
| Anderer Wasserhahn | Optische Gründe + wir möchten bei allen Wasserhähnen zum Energiesparen „Mittelstellung kalt“ | Ausgetauscht, im gleichen Zuge dann auch neue Armatur an der Badewanne, die sollte anscheinend immer aus der gleichen Serie sein wie beim Waschbecken |
| Rechteckige Duschwanne | Damit man gerade Scheiben an der Duschabtrennung hat, macht das Abziehen leichter | Ausgetauscht |
| Duscharmatur mit Kopfbrause und Thermostat | Luxus-Gründe 🙂 | Ausgetauscht |
| (Kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit:) Duschabtrennung | Ist nicht im Standard enthalten, wenn man dies nicht beauftragt, ist die Dusche nicht nutzbar | Eingeplant |
| Doppel-Möbelwaschtisch | Praktische Gründe | Ausgetauscht |
| Unterschrank | Praktische Gründe | Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Auswahl zurückgestellt |
| Spülrandloses WC | Leichter zu reinigen | Ausgetauscht |
| Bad im DG | ||
| Rechteckige Duschwanne | Damit man gerade Scheiben an der Duschabtrennung hat, macht das Abziehen leichter | Ausgetauscht |
| Anderer Wasserhahn | Wir möchten bei allen Wasserhähnen zum Energiesparen „Mittelstellung kalt“ | Ausgetauscht |
| (Kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit:) Duschabtrennung | Ist nicht im Standard enthalten, wenn man dies nicht beauftragt, ist die Dusche nicht nutzbar | Eingeplant |
| Möbelwaschtisch | Praktische Gründe | Ausgetauscht |
| Unterschrank | Praktische Gründe | Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Auswahl zurückgestellt |
| Spülrandloses WC | Leichter zu reinigen | Ausgetauscht |
Bemusterung
Mitten im Lockdown kam Ende März die Aufforderung des Sanitärbetriebs Bruder unsere Badausstattung bei Pfeiffer und May zu bemustern, Mitte Mai war es dann endlich tatsächlich so weit. Da wir keine großen Fans der Standardausstattung von Werner Wohnbau sind, war klar, dass wir fast alle Gegenstände austauschen würden. Um die endlose Auswahl an Waschbecken, Wasserhähnen und Toiletten handhabbar einzugrenzen, legten wir uns auf regionale Hersteller fest. Es sollten also Produkte von Duravit und hansgrohe werden. Die Beraterin von Pfeiffer und May versuchte zwar immer wieder uns von den Vorzügen der Hausmarke zu überzeugen, aber nach deutlichen Hinweisen unsererseits wurden es am Ende dann tatsächlich Waschbecken und Toiletten von Duravit. Neben einer Duscharmatur von hansgrohe blieben wir bei den Wasserhähnen immerhin in der Familie – die Hähne von Grohe fanden wir einfach schöner… Eine unschöne Überraschung war, dass im Standard von Werner Wohnbau gar keine Duschabtrennungen enthalten sind. Dies ist uns bislang nicht aufgefallen, man geht schließlich erstmal davon aus, dass man eine komplette Dusche im Haus hat. Das ist ein unvorhergesehener Kostenfaktor, da man für eine zweiseitige Lösung aus Glas inkl. Montage schnell 1.500 bis 2.000€ pro Dusche los ist.
Was wir bei der Badplanung schwierig fanden, war die Tatsache, dass die Preise der neuen Produkte während der Bemusterung bei Pfeiffer und May unklar blieben. Pfeiffer und May konnte uns zwar ihre Preise nennen, so dass man immerhin abschätzen konnte, welche Waschbecken eher teurer waren. Den Preis, den wir am Ende an Bruder würden zahlen müssen, blieb während der Bemusterung jedoch unklar. Diesen legt Bruder fest und zieht von diesem den Preis für das WW-Standardprodukt ab. Schwierig, auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen…
Erstellung des Angebots
So warteten wir nach dem Termin also gespannt auf das erste Angebot von Bruder, das nach einem Monat dann auch im Posteingang lag. Die Waschtischunterschränke haben wir dann vorerst gestrichen, da uns, ohne die Fliesen bemustert zu haben, eine finale Auswahl schwer fiel. Kleine Änderungen stimmten wir mit Pfeiffer und May ab, die diese dann an Bruder weitergaben, damit die Änderungen dort in das Angebot eingearbeitet werden. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass die Erstellung eines korrekten Angebots offensichtlich die größte Herausforderung im Prozess sein sollte. Es gab bei den einzelnen Positionen nur Kleinigkeiten zu ändern, trotzdem mussten wir einige Schleifen drehen, bis das Angebot wirklich so war, wie wir es wollten. Zum Teil wurde uns das gleiche Angebot einfach noch einmal geschickt, ohne das irgendetwas geändert wurde. Das war etwas mühselig, aber seit Anfang September haben wir nun ein Angebot, das alle Produkte enthält, die wir haben möchten.
Abstimmung der Gewerke
Unsere Elektroplanung für die Bäder hatten wir noch nicht gemacht, da wir diese an die neuen Sanitärgegenstände anpassen wollten. So soll z.B. eine Steckdose zwischen Doppelwaschtisch und Toilette, damit dort dauerhaft ein Föhn eingesteckt sein kann. Damit wir solche Steckdosen planen können, müssen wir natürlich wissen, wo genau Toilette und Waschbecken angebracht werden. Derartige Badpläne machte uns Werner Wohnbau, nachdem wir ihnen unsere ausgewählten Produkte mitgeteilt haben. Dabei wies uns der Bauleiter netterweise noch darauf hin, dass unser neues Waschbecken im Gäste-WC nur knapp passt und wir aus optischen Gründen lieber ein schmaleres wählen sollten. Dies konnten wir vorher aus den unbemaßten Plänen, die wir bis dahin hatten, nicht entnehmen.
Finanzen
Die Preise von Bruder waren im Vergleich zu den Preisen im Internet happig, trotz der angekündigten Gutschriften für gestrichene Standard-Produkte. Klar, Bruder möchte natürlich auch etwas an dem Produkt verdienen, aber eine Gewinnmarge ist ja auch bereits in den Preisen für die Standardprodukte enthalten. Was uns an dem Ablauf gestört hat, ist, dass die Gutschriften für die Standardprodukte nicht ausgewiesen wurden. Beim Angebot des Elektrikers wurde jede gestrichene Steckdose ausgewiesen, so dass man die Gutschriften transparent nachvollziehen konnte. Natürlich tauchen da mal Flüchtigkeitsfehler auf, die man so finden und korrigieren kann. Da sich Bruder jedoch auch auf unser Bitten hin nicht dazu bereit erklärt, diese Gutschriften transparent im Angebot darzustellen, gibt es für uns keine Möglichkeit die Gutschriften zu überprüfen. Das finden wir wirklich ärgerlich, aber die einzige Alternative, die es gäbe, wäre die Bäder komplett als Eigenleistung bauen zu lassen und von Werner Wohnbau eine Gutschrift über die kompletten Bäder zu bekommen. Diesen Aufwand scheuen wir und so beißen wir lieber in den sauren Apfel und hoffen, dass die Gutschriften korrekt berechnet wurden.




Ich weiß auch nicht, ob das rechtlich so i.O. von Bruder ist. Meiner Meinung nach müssten sie selbstverständlich ausweisen, was sie gegenrechnen, alles andere ist ein Unding.
LikeLike
Ich bin auch der Meinung, dass das ein normales Abrechnungsprogramm leisten können müsste, ihr seid ja sicher nicht die einzigen, die andere Objekte wählen.
LikeLike
Das dachte ich auch…
LikeLike